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Wurfweite

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Re: Wurfweite

Beitragvon zwi » 14.01.2012, 21:48

Stimmt Matt!
Der Anfänger kommt trotzdem leichter auf 10 bis 15 Meter mit einer Steifen Rute, jedoch ohne wirklich den Blank zu nutzen. die Kraft der Rute steckt auch bei einer schnellen Rute im unteren Drittel! Bei einer langsamen Rute muss man die Rute schon aufladen können um an die 10 bis 15 Meter werfen zu können!

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Re: Wurfweite

Beitragvon Siluris » 15.01.2012, 07:11

doublefish hat geschrieben:Hi!

Meiner meinung nach bringen schnelle ruten zwar relativ rasch höhere wurfweiten, sind aber weniger fehlerverzeihend als progressivere.

Selbst diejenigen, die autodidaktisch mit dem fliegenfischen begonnen haben, können sich meiner meinung nach gewaltig weiterentwickeln wenn ein erfahrener fliefi, oder am besten gleich ein casting instructor, zusieht, fehler bzw. deren ursache erkennt und hilft sie auszumerzen.

LG,
Matt


Natürlich bin ich gerne bereit, mich an einem Wurftreff zu beteiligen.
Leider passt der Termin, den ihr euch im Forum ausgemacht habt, so überhaupt nicht. ( Bin auf Kur )
Sollte Interesse bestehen, können wir uns gerne zu einem gemeinsamen Werfen treffen, und dies als Casting-Klinik, oder so ähnlich aufziehen.

@Matt
Zu deiner Aussage bezüglich "progressiver Ruten".
Progressiv hat wenig mit weich. langsam oder tiefladend zu tun. Progressiv beschreibt lediglich das Vermögen der Rute, sich entsprechend der aufgewandten Energie zu verhalten:
Wenig Kraftaufwand - wenig Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet aus der Spitze.
Viel Kraftaufwand - viel Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet bis ins Handteil
Sowie alle Grauzonen dazwischen, abhängig von Faktoren wie Schnurlängen und eingesetzte Energie.

Wie dem auch sei. Einfacher und für den Einsteiger leichter zu handhaben sind sicherlich relativ steife und flotte Ruten.
Für die Entwicklung von Schnurgefühl, und vor allem das Werfen MIT der Rute ( die meisten Fliegenfischer werfen mit der Hand und vergessen ihre Ruten zu nutzen ), empfehlen sich eher gemäßigte Rutentaper.
Es ist mir schon klar, dass in der Aussage ein Widerspruch steckt. Steifer = einfacher vs Schur- und Rutengefühl.
Daher rate ich zumeist zu relativ schnellen, progressiven Ruten, die kein Extrem vertreten. Nicht zu schnell ( steif ) und nicht zu weich ( langsam ).
Mit über- bzw. unterleinen ist es dann möglich den Werfer zu "zwingen" auf seine Rute zu "hören", und seine Wurfbewegung dadurch anzupassen.
Bei unserem letzten Instructorentreffen habe wir das ausgereizt, und eine sehr flotte #6er Rute (TCX) zuerst mit einer #2WF und anschließend einer #9 Longbelly 2Hand- Schnur geworfen.
Es war eindrucksvoll zu sehen, welche Gewichtsunterschiede die Rute, und vor allem der Werfer handeln kann, wenn er seine Wurfmechanik an die Gegebenheiten anpasst.

TL, Bernd
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Re: Wurfweite

Beitragvon doublefish » 15.01.2012, 09:25

Siluris hat geschrieben:Zu deiner Aussage bezüglich "progressiver Ruten".
Progressiv hat wenig mit weich. langsam oder tiefladend zu tun. Progressiv beschreibt lediglich das Vermögen der Rute, sich entsprechend der aufgewandten Energie zu verhalten:
Wenig Kraftaufwand - wenig Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet aus der Spitze.
Viel Kraftaufwand - viel Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet bis ins Handteil


Hi!

Natürlich hat das was mit dem terminus "progressiv" (=ansteigend) zu tun denn sonst wäre diese wort ja eine fehlverwendung: je mehr schnur sich beim werfen außerhalb der rutenspitze befindet desto weiter richtung griff lädt die rute beim werfen aus.

Oder sehe ich das was falsch?

Matt
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Re: Wurfweite

Beitragvon FrankHund » 15.01.2012, 11:42

Hallo !

Hab nie einen Kurs besucht!



Das mit Üben, Üben, Üben ist nicht von mir, denn wenn Du einen Wurffehler hast, dann verfestigst Du ihn dadurch. Wenn etwas nicht klappt unbedingt einen erfahrenen Lehrer aufsuchen, denn als Autodidakt kommt man zwar auch ziemlich weit, aber einen eingelernten Wurffehler bringt man später nur sehr schwer wieder aus dem Bewegungsablauf heraus.


@Kunfiax
Wie würdest du nun deine Wurfkünste beschreiben? Bzw. Hast einmal von nem erfahrenen Werfer (außerhalb eines Wurfkurses die Abläufe zeigen und deine Fehler korrigieren lassen?

Hast einmal nen Bindekurs besucht?


@ All
Ist die Wahl der Fliegenrute nicht nur auf Wurfweite basierend sondern auch auf die persönliche körperliche Verfassung /Vorliebe. Ein sportlicher, flinker Typ tendiert eher zu schnellen Ruten ein SK -Größe tragender gestandener Herr eher sachtere?

Lieber Netter Gruß
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Re: Wurfweite

Beitragvon DryFly » 15.01.2012, 11:54

kunifax hat geschrieben:Hallo Frank !

Das mit Üben, Üben, Üben ist nicht von mir, denn wenn Du einen Wurffehler hast, dann verfestigst Du ihn dadurch. Wenn etwas nicht klappt unbedingt einen erfahrenen Lehrer aufsuchen, denn als Autodidakt kommt man zwar auch ziemlich weit, aber einen eingelernten Wurffehler bringt man später nur sehr schwer wieder aus dem Bewegungsablauf heraus.

Das war von mir, und ich stehe nach wie vor dazu! Es ist nämlich nicht die Meinung eines Anfängers im Fliegenfischen (der ich möglicherweise bin), sondern es gehört zu den Grundlagen der Gehirnforschung: Synapsen bilden sich bei Wiederholungen. Und eben diese Synapsen sind erforderlich, wenn man Bewegungsabläufe automatisieren will/muss.

Dass man dabei auch Fehler fix "verknotet", ist leider ebenso eine unumstößliche Tatsache. Jedoch bin ich davon ausgegangen, wenn man einem Freund was beibringen möchte (das war eine der Fragen in diesem Thread), dann ist man auch beim Lernen und Üben dabei (wenigstens zu Beginn), damit man ihn auch korrigieren kann.
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
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Re: Wurfweite

Beitragvon kunifax » 15.01.2012, 18:09

Hallo !

Selbstverständlich hast Du Recht, Üben gehört natürlich dazu, ohne geht gar nix.

Die Automatisierung der Bewegungsvorgänge ist sehr wichtig und sollte dazu führen, daß man eine Fliege an einen bestimmten Ort "hindenkt". :mrgreen:

P.H.
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Re: Wurfweite

Beitragvon Siluris » 16.01.2012, 07:44

doublefish hat geschrieben:
Siluris hat geschrieben:Zu deiner Aussage bezüglich "progressiver Ruten".
Progressiv hat wenig mit weich. langsam oder tiefladend zu tun. Progressiv beschreibt lediglich das Vermögen der Rute, sich entsprechend der aufgewandten Energie zu verhalten:
Wenig Kraftaufwand - wenig Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet aus der Spitze.
Viel Kraftaufwand - viel Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet bis ins Handteil


Hi!

Natürlich hat das was mit dem terminus "progressiv" (=ansteigend) zu tun denn sonst wäre diese wort ja eine fehlverwendung: je mehr schnur sich beim werfen außerhalb der rutenspitze befindet desto weiter richtung griff lädt die rute beim werfen aus.

Oder sehe ich das was falsch?

Matt


Hallo Matt,

Natürlich hast du recht.
Es hat sich nur eingebürgert progressiv mit langsam und weich gleich zu setzen.
Es gibt aber auch sehr schnelle Ruten die progressiv arbeiten.

TL, Bernd
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Re: Wurfweite

Beitragvon doublefish » 16.01.2012, 08:21

Hallo Bernd!

Verstehe.

Sehr interessant habe ich deinen beitrag betr. tests mit der TCX empfunden. Die gilt ja als total steifer stecken bzw. als extrem "tip-flexig". Ist die wirklich so extrem?

LG,
Matt
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Re: Wurfweite

Beitragvon FrankHund » 16.01.2012, 08:57

Kann mir schwer vorstellen dass die Rute steifer ist als die Angel2? Oder sind diese sehr ähnlich in der Aktion? Lieber Gruß
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Re: Wurfweite

Beitragvon Wolfgang Heußerer » 16.01.2012, 09:05

doublefish hat geschrieben:Hallo Bernd!

Verstehe.

Sehr interessant habe ich deinen beitrag betr. tests mit der TCX empfunden. Die gilt ja als total steifer stecken bzw. als extrem "tip-flexig". Ist die wirklich so extrem?

LG,
Matt



Hallo Matt,

oh ja, die ist wirklich steif! Ist meist die Rute die bei #5er Competitions geworfen wird. Und hier geht es um Weite, nicht um feinfühliges Präsentieren ....
Tight Lines,

Wolfgang Heußerer
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Re: Wurfweite

Beitragvon Wolfgang Heußerer » 16.01.2012, 09:10

Wolfgang Heußerer hat geschrieben:
doublefish hat geschrieben:Hallo Bernd!

Verstehe.

Sehr interessant habe ich deinen beitrag betr. tests mit der TCX empfunden. Die gilt ja als total steifer stecken bzw. als extrem "tip-flexig". Ist die wirklich so extrem?

LG,
Matt



Hallo Matt,

oh ja, die ist wirklich steif! Ist meist die Rute die bei #5er Competitions geworfen wird. Und hier geht es um Weite, nicht um feinfühliges Präsentieren ....



soll jetzt aber nicht bedeuten, dass man mit der TCX nicht Trockenfliegenfischen kann...
der Rutendesigner hat jedenfalls sicher gewusst, wo die Stärken der Rute liegen werden
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Re: Wurfweite

Beitragvon kunifax » 16.01.2012, 13:17

Hallo !

Mit so einem Stecken kann man wirklich nicht gut Trockenfliegenfischen.

Annahme: die Rute hat 9 ' mit dem Unterarm zusammen also 3 m, das Vorfach hat 2m40, der steigende Fisch ist 8m vom Fischer entfernt da bleibt vor der Rute genau noch 2m60 Wurfschnur!

Dazu vielleicht noch ein leichter Wind von der Seite, dann ist es mit der Genauigkeit vorbei.

Diese Besenstiele sind ausschließlich für das Transportieren von "Plumpsnymphen" gebaut, vielleicht noch zum Showwerfen auf der Wiese, aber sonst völlig ungeeignet.

P.H.
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