doublefish hat geschrieben:Hi!
Meiner meinung nach bringen schnelle ruten zwar relativ rasch höhere wurfweiten, sind aber weniger fehlerverzeihend als progressivere.
Selbst diejenigen, die autodidaktisch mit dem fliegenfischen begonnen haben, können sich meiner meinung nach gewaltig weiterentwickeln wenn ein erfahrener fliefi, oder am besten gleich ein casting instructor, zusieht, fehler bzw. deren ursache erkennt und hilft sie auszumerzen.
LG,
Matt
Natürlich bin ich gerne bereit, mich an einem Wurftreff zu beteiligen.
Leider passt der Termin, den ihr euch im Forum ausgemacht habt, so überhaupt nicht. ( Bin auf Kur )
Sollte Interesse bestehen, können wir uns gerne zu einem gemeinsamen Werfen treffen, und dies als Casting-Klinik, oder so ähnlich aufziehen.
@Matt
Zu deiner Aussage bezüglich "progressiver Ruten".
Progressiv hat wenig mit weich. langsam oder tiefladend zu tun. Progressiv beschreibt lediglich das Vermögen der Rute, sich entsprechend der aufgewandten Energie zu verhalten:
Wenig Kraftaufwand - wenig Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet aus der Spitze.
Viel Kraftaufwand - viel Gewicht außerhalb der Rutenspitze - Rute arbeitet bis ins Handteil
Sowie alle Grauzonen dazwischen, abhängig von Faktoren wie Schnurlängen und eingesetzte Energie.
Wie dem auch sei. Einfacher und für den Einsteiger leichter zu handhaben sind sicherlich relativ steife und flotte Ruten.
Für die Entwicklung von Schnurgefühl, und vor allem das Werfen MIT der Rute ( die meisten Fliegenfischer werfen mit der Hand und vergessen ihre Ruten zu nutzen ), empfehlen sich eher gemäßigte Rutentaper.
Es ist mir schon klar, dass in der Aussage ein Widerspruch steckt. Steifer = einfacher vs Schur- und Rutengefühl.
Daher rate ich zumeist zu relativ schnellen, progressiven Ruten, die kein Extrem vertreten. Nicht zu schnell ( steif ) und nicht zu weich ( langsam ).
Mit über- bzw. unterleinen ist es dann möglich den Werfer zu "zwingen" auf seine Rute zu "hören", und seine Wurfbewegung dadurch anzupassen.
Bei unserem letzten Instructorentreffen habe wir das ausgereizt, und eine sehr flotte #6er Rute (TCX) zuerst mit einer #2WF und anschließend einer #9 Longbelly 2Hand- Schnur geworfen.
Es war eindrucksvoll zu sehen, welche Gewichtsunterschiede die Rute, und vor allem der Werfer handeln kann, wenn er seine Wurfmechanik an die Gegebenheiten anpasst.
TL, Bernd