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Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Gesetze, Vorschriften und Gebote die das Angeln betreffen

Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon Lupus » 10.11.2008, 08:12

Hallo Freunde!
Am 7.11.08 wurde die Verordnung der Wr. Landesregierung betreffend Schonzeiten u. Mindestmaße ausgegeben. Die Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung in Kraft.
Für die Wiener Fischer bedeutet es in erster Linie, dass bei vielen Fischarten eine Anpassung an die Niederösterr. Regelungen gilt. So haben nunmehr auch Rotauge, Rotfeder und ähnliche Fischarten Schonzeiten. Bestimmte seltene Fischarten sind ganzjährig geschont.
Der Karpfen hat nur mehr als Wildform eine Schonzeit.
Die Regenbogenforelle hat eine kürzere Schonzeit.
Ansonsten ändert sich eigentlich nicht viel. Bei Hechtn, Zander, Schlei, Waller bleibt alles gleich.
Jedenfalls wurden bei der Verordnung alle nur denkbar möglichen Fische erfasst, darunter auch solche, deren Existenz in Wien ich eher bezweifeln würde, aber sicher ist bekanntlich sicher :wink:
Gruß und Petri. Lupus
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Beitragvon Köfi » 10.11.2008, 09:08

@Lupus; Finde, dass das ein Schritt in eine harmonisierte Richtung ist. Ein Miniland sollte nicht für jedes Dorf eine eigene Regelung haben. In NÖ sind ja Rotaugen und -federn ja schon länger auf der Schonzeitliste und ich habe genügend (meist erfahrene) Kollegen getroffen, denen das überhaupt nicht bewusst war, weil sie ja eh nur Köfis stippen. :?
LG Fritz
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon 003Wuffi » 10.11.2008, 14:19

Hallo Lupus
Das mit dem Wildkarpfen geht sicher in die Hose da dies schon lange ein Streitthema ist was eigentlich genau ein Wildkarpfen ist.Ich glaube du weist was ich meine und will da auch keine Diskusionen auslösen weil das ist wie gesagt ein Streitthema.
Gruss Wolfgang
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon posti » 10.11.2008, 14:38

Servus,
003Wuffi hat geschrieben:Hallo Lupus
Das mit dem Wildkarpfen geht sicher in die Hose da dies schon lange ein Streitthema ist was eigentlich genau ein Wildkarpfen ist.Ich glaube du weist was ich meine und will da auch keine Diskusionen auslösen weil das ist wie gesagt ein Streitthema.
Gruss Wolfgang

mich als Oberösterreicher geht's zwar (noch) nix an, aber ich finde dass das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist.
Diskussionen sollte es eigentlich nicht geben, da der Wildkarpfen - sofern man überhaupt noch einen zu Gesicht bekommt - nicht allzu häufig auftritt.
Beschreibung zu Wildkarpfen: WILDKARPFEN
Die Tatsache, dass nicht jeder die beschreibenden Merkmale eines Fisches kennt (oder kennen möchte), sollte kein Hinderungsgrund für die Durchführung von sinnvollen Bestimmungen sein.
posti
 

Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon Redmire Pool » 10.11.2008, 15:05

posti hat geschrieben:Beschreibung zu Wildkarpfen: WILDKARPFEN
Die Tatsache, dass nicht jeder die beschreibenden Merkmale eines Fisches kennt (oder kennen möchte), sollte kein Hinderungsgrund für die Durchführung von sinnvollen Bestimmungen sein.


Im Zweifel ist es halt ein Wildkarpfen!
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon 003Wuffi » 10.11.2008, 15:12

Und da fängt es schon an es kann keinen Wildkarpfen!!!! geben da diese von Asiatischen Zuchtteichen zu uns gekommen sind.Der Karpfen wurde dort in Klöstern gezüchtet um Nahrungsmittel zu haben.Der Karpfen wurde durch Überschwemmungen oder Hochwasser in andere Breiten gebracht.Aber das nur ganz kurz dazu wie der Karpfen in den Europäischen Raum gelangte!!!. Der Karpfen ist genau so wenig ein heimischer Fisch wie die von Amerika eingebrachte Regenbogenforelle. Nur weil sie sich bei uns vermehren können und tun und als HEIMISCH gelten so sollte man doch bei den Wurzeln bleiben , :D
Gruss Wolfgang
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon posti » 10.11.2008, 15:43

Servus,

003Wuffi hat geschrieben:Und da fängt es schon an es kann keinen Wildkarpfen!!!! geben da diese von Asiatischen Zuchtteichen zu uns gekommen sind.Der Karpfen wurde dort in Klöstern gezüchtet um Nahrungsmittel zu haben.Der Karpfen wurde durch Überschwemmungen oder Hochwasser in andere Breiten gebracht.Aber das nur ganz kurz dazu wie der Karpfen in den Europäischen Raum gelangte!!!. Der Karpfen ist genau so wenig ein heimischer Fisch wie die von Amerika eingebrachte Regenbogenforelle. Nur weil sie sich bei uns vermehren können und tun und als HEIMISCH gelten so sollte man doch bei den Wurzeln bleiben , :D
Gruss Wolfgang


- aber natürlich gibt es Wildkarpfen, da eine wilde Form des Karpfens (Wildkarpfen ?) als Basis für die Zucht verwendet wurde! Die Asiatischen Mönche haben den Karpfen ja nicht erfunden. Da kannst du noch soviel Rufzeichen verwenden, wird diese Tatsache keine andere ;-)

- Welche Form des Karpfens nun zu uns gewandert ist, das ist nicht bewiesen. Ebensowenig, ob er nun auf natürlichem Weg - durch Klimawandel - , oder durch die Römer zu uns gewandert ist.

- es stimmt, der Karpfen war bei uns kein heimischer Fisch (bis vor ca. 1000 Jahren). Aber ich denke, er hat sich - genau wie die ReBo - über die Jahre das Aufenthaltsrecht verdient. Aber das wäre wahrscheinlich in einem anderen, eigenen Thread besser aufgehoben.
posti
 

Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon zwi » 10.11.2008, 21:41

Hi Jungs!

Will ja die Diskussion ja nicht unnötig anheizen :roll: :roll: , aber ich halte es dabei so ähnich wie bei der "Urforelle" - Es ist nicht immer drin was draufsteht.

fg
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PS.: Lang lebe die Fischzucht
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon Lupus » 11.11.2008, 06:12

Hallo Freunde!
Wenn schon bei dem Thema, welches ja alle Fischarten betrifft, Hauptstreitthema die Frage Zucht/Wildkarpfen sein soll (hatten wir das nicht schon mal?), dann möchte ich ganz gerne einbringen, dass es mir als alter Fischersmann einfach etwas sauer aufstößt, dass der "Zucht"karpfen keine Schonzeit mehr hat. Ob sie sinnvoll war oder nicht, für mich war und ist es einfach immer so gewesen wie der "Zeiger auf der Uhr", dass der Karpf im Mai Schonzeit hat. Meinem Fischersweltbild, mit dem ich einfach aufgewachsen bin, passt das nicht in den Kram, weil ich schon in den 70er Jahren, als der Monat Mai für Karpf noch sowohl in Wien als NÖ tabu war, immer ziemlich scheel auf die "Angelrutenbediener" (Fischersleut´waren sie in meinen Augen keine) heruntersah, die sich im Mai an Teichanlagen außerhalb des Gesetzes (ob richtigerweise oder nicht sei dahingestellt) begaben und fingen.
Die "allerliebsten" waren mir immer die, die auf einen einreden, einen dabei dauernd antippen und loslegen "heast, i woa an dem und dem Teich, waaast, kaaa Schonzeit, waaast wi mia gfangen ham". (.
Etwas schwer verständlich ist für mich auch, warum die Regenbogenforelle auf einmal ab 15. März frei sein soll, aber das werden die Forellengewässerbewirtschafter besser wissen. Ich war ´halt immer g´wohnt, dass man von 15.3. an auf Bachler fischt und dann der schöne Mai kommt, wo "beide frei" sind :D . War dann noch Maifliegenzeit, Glück was willst Du mehr...
Was die Köderln betrifft, so habe ich vorgebaut: Will ich nämlich am 1.6. auf den "ersten Drucker" auf Zander sitzen, wäre ich ohne frische Köderln schlecht beraten, und so wie bisher im Mai ein paar Tage vorher welche stippen geht nimmer. Soll aber recht sein. Diese Fischarten laichen wirklich ab und sollen daher ihre Schonzeiten haben. Ich halte mir jetzt über den Winter die Köderln, die mir dieses Jahr übrigbleiben im Aquarium.
Gut ist auch das ganzjährige Schonen von bestimmten Fischarten.
Merkwürdig fand ich, dass in der alten Fischereiordnung in Wien die Seeforelle angeführt wurde mit Schonzeit und Brittelmaß. Wo in Wien eine Salmo trutta forma lacustris vorkommen hätte sollen, weiß ich nicht.
Dafür haben sie jetzt den Bachsaibling drinnen. Nur entdeckt habe ich ihn in Wien noch nicht. Zwei der drei Wiener Salmonidengewässer befische ich, aber ein "Saiberl" ist mir noch nicht untergekommen.....
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon Redmire Pool » 11.11.2008, 06:17

Lupus hat geschrieben:Hallo Freunde!
Wenn schon bei dem Thema, welches ja alle Fischarten betrifft, Hauptstreitthema die Frage Zucht/Wildkarpfen sein soll (hatten wir das nicht schon mal?), dann möchte ich ganz gerne einbringen, dass es mir als alter Fischersmann einfach etwas sauer aufstößt, dass der "Zucht"karpfen keine Schonzeit mehr hat. Ob sie sinnvoll war oder nicht, für mich war und ist es einfach immer so gewesen wie der "Zeiger auf der Uhr", dass der Karpf im Mai Schonzeit hat. Meinem Fischersweltbild, mit dem ich einfach aufgewachsen bin, passt das nicht in den Kram, weil ich schon in den 70er Jahren, als der Monat Mai für Karpf noch sowohl in Wien als NÖ tabu war, immer ziemlich scheel auf die "Angelrutenbediener" (Fischersleut´waren sie in meinen Augen keine) heruntersah, die sich im Mai an Teichanlagen außerhalb des Gesetzes (ob richtigerweise oder nicht sei dahingestellt) begaben und fingen.
.


Guten Morgen Lupus!
Da geb ich dir recht und hab gleich eine Frage dazu!
Beziehst du das auf Fischer, die sich eine Mahlzeit beschaffen wollen, oder auch auf Meinereins, die mit dem Vorsatz des "Releasens" ans Wasser gehen?
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon Lupus » 11.11.2008, 06:55

Redmire Pool hat geschrieben:
Guten Morgen Lupus!
Da geb ich dir recht und hab gleich eine Frage dazu!
Beziehst du das auf Fischer, die sich eine Mahlzeit beschaffen wollen, oder auch auf Meinereins, die mit dem Vorsatz des "Releasens" ans Wasser gehen?

Hallo Redmire Pool!
Ich glaube, das hatte ich in der Eile vergessen :oops: . Natürlich beziehe ich es nicht auf Deine Art und Weise der Fischereiausübung. Mir wäre ja an manchen Gewässer sehr recht, wenn sich Vereine entschließen könnten zu sagen: Ok, ich lasse ungeachtet der gesetzlichen Bestimmungen für den Monat Mai ein Entnahmeverbot für Karpfen. Damit ist dem Nicht-Kochtopffischer gedient, denn f i s c h e n kann und darf er ja, und vor denen die gerne einen essen, haben die guten Tiere wenigstens einen Monat Ruhe. Das fände ich schön! Halte ich aber für illusorisch, wenn es vom Gesetzgeber schon einmal heißt "halali Jagd Frei".
Mit dem Karpfen ist es dann überhaupt so eine Sache: In vielen Gewässern (wenn nicht sogar in den meisten) laicht er nicht.
Aber was laichfähige Fische betrifft, so würde ich zumindest nicht bewußt versuchen, diesen Fischarten in den fraglichen Zeiten anglerisch zu begegnen. Insoferne finde ich auch diese Hollandfahrereien im Februar auf Raubfisch etwas unästhetisch (weil doch der Hecht und auch Zander) gerade in diesen flachen Poldergewässern dann sicher kurz vorm Ablaichen ist. Da können sie hundertmal catschen und releasen, toll finde ich es trotzdem nicht so kurz vor dem Laichgeschäft.
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon posti » 11.11.2008, 07:06

Servus Zwi,
zwi hat geschrieben:Hi Jungs!
Will ja die Diskussion ja nicht unnötig anheizen :roll: :roll: , aber ich halte es dabei so ähnich wie bei der "Urforelle" - Es ist nicht immer drin was draufsteht.
PS.: Lang lebe die Fischzucht

der Begriff "Urforelle" ist mit Sicherheit ein Marketinggag, da es ja gerade bei den Bachforellen viele verschiedene Stämme gibt. In der Walster z.B. gibt es die BaFo mit dem leuchtend roten Punkt auf der Fettflosse, im Mühlviertel eine eher kleinwüchsige, etc..... Diese Reihe könnte man beliebig fortsetzen.
Wildkarpfen gibt es allerdings tatsächlich - nachweislich in der Donau bzw. im Donauraum. Ob das jetzt tatsächlich die asiatische Urform ist, oder eine Form, die sich über hunderte Jahre der Auswilderung gebildet hat - wer weiß das schon? Aber das ist mit Sicherheit - wie heißt es so schön - "eine andere Geschichte" ;-)

@Lupus:
Auch ich gehöre noch zu der "alten Garde" jener Fischer, die automatisch mit Mai die Schonzeit für Karpfen und Karpfenartige assoziieren. Bei den Forellen ist es allerdings in Oberösterreich anders, da sind ab 15. März (immer schon) beide (ReBo und BaFo) frei. Lediglich im Herbst beginnt für die ReBo die Schonzeit später als bei der BaFo.
Eines sollten wir aber bei dieser Diskussion nicht ausser Acht lassen: die Laichzeiten der verschiedenen Fische verschieben sich durch die Klimaveränderung nachweislich, also sollten auch die Schonzeiten daran angepasst werden. Man braucht sie nicht jedesmal neu zu lernen, sie stehen ja ohnehin im Lizenzbüchel (wenigstens in OÖ).
Auch werden immer mehr Fische in vielen Gewässern zur bedrohten Art (z. Äsche, Perlfisch, Zingel, etc...), genauso wie andere Fischarten mancherort Überhand nehmen. Das sind ebenfalls Gründe, die in die Schonzeitenregelungen und die diversen Brittelmaße einfließen müssen.
Ausnahmen könnten dabei die Teiche sein, die keinerlei Verbindung zu offenen Gewässern haben, somit auch nicht wirklich zur Aufrechterhaltung irgendeines ökologischen Gleichgewichts dienen.
Dies sollte aber nicht Bundesländerweise, oder innerhalb der Vereine geregelt werden, sondern von Gewässer zu Gewässer.
Typisches Beispiel war in der Vergangenheit die Enns. Da gab's am Ufer von OÖ andere Regelungen als auf der NÖ Seite. :roll:
posti
 

Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon Lupus » 11.11.2008, 07:19

posti hat geschrieben:Auch werden immer mehr Fische in vielen Gewässern zur bedrohten Art (z. Äsche, Perlfisch, Zingel, etc...), genauso wie andere Fischarten mancherort Überhand nehmen. Das sind ebenfalls Gründe, die in die Schonzeitenregelungen und die diversen Brittelmaße einfließen müssen.

Hallo Posti!
Stichwort Äsche! Seit ich denken kann, hat die Äsche in Wien eine Schonzeit und ein Brittelmaß. Nur hat mir noch niemand erklären können, wo in Wien es Äschen geben sollte oder gegeben hätte. Perlfisch soll ja zumindest im Umlaufgerinne vom Kraftwerk Freudenau gesichtet worden sein (nicht von mir), und Zingel gibt es natürlich in der Donau schon.
Gruss. Lupus
P.S.: Die nennenswerten Äschenfänge hatte ich immer in Gewässern, wo absolutes Entnahmeverbot für diese Fischart besteht. Ein solches Gewässer, dort wurde voriges Jahr das Entnahmeverbot aufgehoben. Interessant, dass ich dann dort , als ich einmal wieder fischend unterwegs war, mit Müh und Not eine Äsche sichten und fangen konnte. So schnell geht das also, wenn man eine Bestimmung, die für einen Fisch sehr gut war, aufhebt :shock: Die Äschengierigen hatten wohl in den Monaten davor schon genug eingesackelt.....
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Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon posti » 11.11.2008, 07:35

Servus Lupus,
Lupus hat geschrieben:
posti hat geschrieben:Auch werden immer mehr Fische in vielen Gewässern zur bedrohten Art (z. Äsche, Perlfisch, Zingel, etc...), genauso wie andere Fischarten mancherort Überhand nehmen. Das sind ebenfalls Gründe, die in die Schonzeitenregelungen und die diversen Brittelmaße einfließen müssen.

Hallo Posti!
Stichwort Äsche! Seit ich denken kann, hat die Äsche in Wien eine Schonzeit und ein Brittelmaß. Nur hat mir noch niemand erklären können, wo in Wien es Äschen geben sollte oder gegeben hätte. Perlfisch soll ja zumindest im Umlaufgerinne vom Kraftwerk Freudenau gesichtet worden sein (nicht von mir), und Zingel gibt es natürlich in der Donau schon.

meine Aufzählung ist einerseits zufällig, und andererseits natürlich aus der Sicht eines Oberösterreichers ;-)

P.S.: Die nennenswerten Äschenfänge hatte ich immer in Gewässern, wo absolutes Entnahmeverbot für diese Fischart besteht. Ein solches Gewässer, dort wurde voriges Jahr das Entnahmeverbot aufgehoben. Interessant, dass ich dann dort , als ich einmal wieder fischend unterwegs war, mit Müh und Not eine Äsche sichten und fangen konnte. So schnell geht das also, wenn man eine Bestimmung, die für einen Fisch sehr gut war, aufhebt :shock: Die Äschengierigen hatten wohl in den Monaten davor schon genug eingesackelt.....

Gerade dieses Problem könnte man mit hohen Brittelmaßen einigermaßen in den Griff bekommen. Beispiel: bei einer Entnahme ab 45cm (je nach Gewässer natürlich verschieden) ist einerseits die Fortpflanzung gesichert, andererseits hat so jeder Angler einmal die CHANCE (!), eine Äsche entnehmen zu können. Ausserdem - eine 45+ zu fangen ist eine Sache, sie landen zu können eine andere ;-) Auch über die Quote kann viel geregelt werden (z.B. eine Äsche/Jahr, oder ähnliches). Oder die Köderwahl. Beispiel: Natürköder verboten, oder ähnlich.
Aber in Wien habt's ja ohnehin keine Äschen ;-) *ooops* 8)
posti
 

Re: Wien: Neue Schonzeiten u. Brittelmaße

Beitragvon red tag » 11.11.2008, 08:01

hallo lupus,posti!
ich kenne einige sehr gute äschenreviere die die entnahme von äschen nicht verbieten. salza, schwarza zb. bei der äsche ist es halt so,dass sie schon von naturaus starken schwankungen in den beständen gibt. da sollte man sicher recht flexibel bei der bewirtschaftung sein. die von posti beschriebenen methoden sind da sicher eine möglichkeit. wenn nicht umbedingt nötig bin ich schon für die entnahme. auch wenn es nur ein fisch oder einer über 45cm ist. bei absuluten entnahme verbot dürfte man ja gar nicht auf äschen fischen.
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