Das Wetter war traumhaft, und ein weit entferntes Donnergrollen konnte mir nicht die gute Laune verderben. Zudem war ich der einzige Angler weit und breit, und das an einem Sonntag - sehr komisch.

Mein Futter bestand aus einem Kilo Baittech von Mojo, einer Dose Sardinen in Öl, Dosenmais und ein paar Handvoll Forellenpellets. Ein sehr fettiges, ölhaltiges Futter mit einem hohen Fischmehlanteil also.

Anfangs tat sich wenig, doch bald kam der erste brachiale Biss. Zweifellos ein Karpfen, denn der Fisch nahm einige Meter Schnur, bevor er sich wieder verabschiedete. Damn! Dabei sagt doch die 10:1-Regel, dass immer die Weißfische zuerst am Futterplatz sind. Nicht einmal mehr auf die Wissenschaft ist Verlass.

Danach ging es nur sehr zäh weiter. Ich hatte offensichtlich einen Laubenschwarm am Futterplatz, der offensichtlich durch die beim Aufprall des Futterkorbes freigesetzten Futterpartikel angelockt wurde, denn nach jedem Wurf brodelte es an der Oberfläche nur so vor Lauben. Erst nach etwa zwei Stunden meldeten sich etwas größere Fische: Brachsen!

Nachdem ich die erste gefangen hatte, kamen die Bisse in regelmäßigen Abständen. Alle Größen vom Köderfisch bis hin zum guten Kilo waren dabei. Leider zeigte sich die Fischvielfalt des Gewässers nicht, denn ich hätte noch gerne Giebel und Rotaugen gefangen, doch man kann nicht alles haben!

Nach den letzten stressigen Wochen war es einfach wieder einmal schön und relaxend, ganz ohne Druck an einem schattigen Plätzchen am Wasser sitzen zu können und nebenher ein paar Fische zu fangen.





