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Wie habt Ihr das Fliegenfischen erlernt?

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Beitragvon Lupus » 04.08.2007, 17:25

@Wolfgang!
Tolle Geschichte.
Und Deine "Bibel" von damals, das bewusste Lehrbuch, konnte ich letztes Jahr antiquarisch erwerben. Wir hatten ja schon paarmal darüber diskutiert. Das Gelbe vom Ei ist es nicht, da hat der gute Altmeister bessere Bücher geschrieben, aber was man hat, hat man.
Und der Satz "Die Fliegen waren zwar nicht der Brüller, aber von einer Firma Müller" ist kabarettreif :lol: :lol: :lol: Alles Müller oder was? :wink:
Gruss. Lupus
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Beitragvon leberkaes » 06.08.2007, 13:49

Also mit dem Fliegenfisch begonnen habe ich erst mit
22 Jahren ein Freund den ich übers Reiten kennen gelernt habe hat mir durch
Zufall erzählt dass er meist bei Gars am Kamp Fischen geht und ich sagte is das nicht
ein Fliegen Gewässer und er darauf na sicher was sonst
da ich schon immer (ab 6 Jahren als ich das erste Mal einen Mann mit der Fliege Fischen sah) die Kunst des Fliegenfischens erlernen wollte hab ich ihn darum ……

Muss jetzt noch eine kleine Geschichte einbringen
Mit 6 Jahren habe ich meist an einem kleinen Bach gefischt (den ich bis heute noch ab und zu befische) wo ich immer in Begleitung meines Onkels war der damals 38 Jahre alt war seit seinem 5 Lebensjahr fischte und nie anderes als mit der Spinnrute auf dem Kleinen Bach
Auf Forellen zu Fischen
Da ich ihn begleitete Fischte ich natürlich auch mit der Spinnrute
Eines Tages Fischte wir beide bei einer Biegung er kurz unterhalb ich oberhalb
Nach einer Stund ca. nachdem ich schon einige Köderwechsel, Platzwechsel und Hänger hinter mir hatte aber immer noch keinen Fisch holte ich aus meiner Jacke ein kleines Ledernes Täschchen
Mit Fliegen darin und bat meinen Onkel mir eine zu binden er sagte nur soweit ich noch weiß
„Das wird nix“ aber tat mir trotzdem den gefallen
mit der Fliege auf der Spinnrute bin ich dann wieder zurück auf den Platz wo ich begonnen
hatte werfen konnte ich diese Fliege nicht also hab ich einfach die Schnur etwas eingefettet
die Fliege ins Wasser gehalten und Treiben lassen nach dem zweiten versuch hatte ich die erste Forelle an diesem tag und war überglücklich


…….. gebeten mir es beizubringen was er als Freund natürlich auch gemacht hat
Bis dahin wussten wir beide nicht voneinander welche art des Fischens wir betreiben
Obwohl wir uns schon 3 Jahre lang kannten und uns auch zumindest einmal die Woche
Trafen also bin ich dann in Begleitung meines Freundes in ein Geschäft gegangen
Und habe mir meine erste Fliegenausrüstung gekauft
Wir haben dann natürlich auf einer Wiese Trockenübungen gemacht
Als ich dann halbwegs die Wurftechnik konnte bin ich dann ab ans Wasser (besagter Bach)
Und wollte mein glück versuchen tja was soll ich sagen ein Hänger nach dem anderen
Da der besagte Bach sehr stark überwuchert ist aber zu guter letzt dann doch noch eine Kleine
Nicht mal Mäßige Forelle aber ich war Trotzdem zufrieden ich habe meine erste richtige Forelle mit der Fliege gefangen 16 Jahre nachdem ich meine erste Forelle mit der Fliege gefangen hatte
:D
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Beitragvon Lupus » 08.08.2007, 07:43

@leberkaes:
Sehr schöne Geschichte. Ja, der Weg dort hin kann mitunter beschwerlich sein und etliche Unterbrechungen erfahren.
Aber was heißt schon "erlernt"...., auch oder gerade bei dieser Sparte gilt "man lernt nie aus". Die paarmal, wo ich einen Ausflug mit dem einen oder anderen erfahreneren Fliegenfischer unternehmen konnte, hatten mir viele Neue Kenntnisse gebracht, ohne die ich sicher viel weniger Fische gefangen hätte und auch weniger Spass an der Freud gehabt hätte.
Diesen Leuten gilt mein besonderer Dank.
Oft ist es ja dann auch so: Man hat zwar recht umfangreiche Literatur, überliest das eine oder andere Kapitel dann aber doch mit "brauch ich eh nicht, passt an meinen Gewässern nicht"....und nach ein wenig Anschauungsunterricht, sei es durch erfahrene Freunde oder ein wenig "Werkspionage" ...kommt wieder ein neues "aha-Erlebnis" und man beginnt wieder zu lesen und zu "studieren" :lol:
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Beitragvon Lupus » 30.11.2007, 07:38

Hallo Freunde!
Will jetzt in der etwas unaktiven Zeit diesen thread wieder aufwärmen.
Einiges ist doch geschehen.
Unser Freund aus der Obersteiermark, BrowntroutFan (ich habe die Ehre, ihn persönlich zu kennen) hat doch auch dieses Jahr mit dieser wunderbaren Sparte der Fischerei begonnen.
@ Brownie, kannst Du uns vielleicht ein wenig darüber hier erzählen?
Gruss. Lupus
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50 Jahre

Beitragvon Royal Coachman » 30.11.2007, 12:32

Hallo Freunde !

Hab' meinen ersten Fisch mit der Fliege vor 50 Jahren gefangen, es war am Inn, als sich eine 35 cm Regenbogenforelle meiner erbarmt hat.

Wahrscheinlich ein Fall von Suizid, anders kann ich mir das nicht erklären. Ich besitze noch die Fliegenrute ein dreiteilige schwere Gespließte (3m20), mit der wurde nicht geworfen im heutigen Sinne, sondern man ließ drei Fliegen in den Strudeln vor einem Sporn herumtreiben.

freundlichst
Royal Coachman
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Beitragvon Lupus » 30.11.2007, 12:50

Hallo Royal Coachman!
Den ersten Fisch vergisst man natürlich nicht. Der Bann war dann sozusagen gebrochen....
Wegen der Methode: Ich denke, im Oberengadin oder jedenfalls in Graubünden werden auch noch ähnliche Methoden, die eine Abwandlung des Fliegenfischens (dort "Mückeln" genannt) darstellen angewendet. Auch dort ist die Rute immer verhältnismäßig lang und es geht darum, die Fliege(n) an bestimmten Strömungsverhältnissen herumtrudeln zu lassen.
Gruss. Lupus
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Beitragvon temolo » 30.11.2007, 13:46

Habe schon als kleiner Bub jede Bachforelle im nahgelegenen Bach in den niederösterreichischen Voralpen persönlich gekannt (und auch in der Hand gehabt...). Durfte als Dreikäsehoch meinen Schwager an den Wochenenden an ein niederösterreichische Prestigegewässer begleiten und ihm beim Fliegenfischen (mit Brunner-Rute und allem was sonst noch gut und teuer ist) zusehen. Da erfolgte wohl die Erstinfektion ...
Ab der Studienzeit dann die klassische Allround-Fischerei: Friedfische, Räuber, Fluss, Teich, ...; das ganze Programm; Schränke voll mit Fischzeug.
Vor 12 Jahren habe ich meine Hochleistungs-Raucher-Karriere (bis zu 4 Packerl am Tag !) beendet und mich mit dem ganzen vielen Geld das bislang in Rauch aufging für's standhaft bleiben mit einem Fliegenfischer-Kurs und meiner ersten handmade Sage belohnt.
Seither unheilbar am Fliegenfischen erkrankt, viele neue Freunde kennengelernt. Mit dem ehemaligen Raucherbudget ist ein Fliegenfischer-Leben in Saus und Braus möglich (soviel zum Thema kostpielig !); anstatt Schränken voll "normalem" Fischzeug hab' ich halt jetzt Schränke voll Fliegenfischerzeug und -bindezeug und ich freue mich über all das wie ein Schneekönig ....

LG/temolo
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the last 60 feet or so require a cast ....
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Beitragvon BrownTroutFan » 30.11.2007, 17:32

Tja, wenn mich schon "Meister Lupus" persönlich auffordert, hier etwas über meinen Einstieg ins Fliegenfischen zum Besten zu geben, komme ich dieser Aufforderung natürlich gerne nach ;-)

Ja, ich gebe es gerne zu: Auch ich bin infiziert. Spät, aber doch... Seit dem heurigen Sommer. Mit dem Fliegenfischer-Virus. Eigentlich wollte ich erst nächstes Jahr einsteigen. Doch irgendwie hat sich das alles rascher ergeben als ich glaubte. Mein Interesse für die Materie ist schon länger da. Aus zeitlichen Gründen wollte ich mir das allerdings vorher nicht "antun".

Doch plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Ein eintägiger Einsteigerkurs im August, bei dem vor allem die Grundtechniken des Werfens mit Gleichgesinnten im Vordergrund standen, war dann der endgültige Schlüssel. Der Reiz ließ mich nicht mehr los. Ich entschloss mich umgehend zum Kauf einer Erstausrüstung (Rute, Rolle, Schnur, Vorfachmaterial). Dazu vier Bücher (Mit der Fliege fischen / Vestergaard, Die fängigsten Fliegen / Hecker und Schulte, Mit der Fliege auf Fried-, Raub- und Meeresfische, Jensen und der Klassiker Die Forelle und die Fliege / Clarke und Goddard).

Im September hatte ich noch die Gelegenheit, mit einem Freund an einem Wildbach erste Würfe "im Gelände" zu absolvieren. Um das Gefühl für meine - noch äußerst bescheidene - Technik aufrecht zu erhalten, "hole" ich mir seit dem Kauf der Ausrüstung die Speisefische (Regenbogenforellen) aus unserem Privatteich ausschließlich mit der Fliegenrute. Doch nun bedeckt ihn leider bereits eine Eisschicht...

Über den Winter möchte ich den Einstieg ins Fliegenbinden schaffen. Auch auf diesem Gebiet bin ich noch ein völliger Neuling. Es reizt mich aber sehr, irgendwann mit einer selbst gebundenen Fliege einen Fisch zu fangen. Schließlich kommt bald Weihnachten - vielleicht liegt ja der eine oder andere "Baustein" für die Binderei unter dem Christbaum ;-)

Wie viele aus meinen Beiträgen wissen, habe ich bis jetzt eine klassische Spinnfischerlaufbahn hinter mir. Ich sage nun nicht, dass ich mit dem Spinnfischen aufhöre, weil ich mit der Fliege fische. Nein. Ich sehe das Fliegenfischen als wertvolle Bereicherung und denke, dass es mich einfach flexibler macht. Jede Methode hat ihren Reiz - und je mehr Methoden man einsetzen kann, umso flexibler wird man als Angler, was Gewässerauswahl und Zielfische betrifft. Das gefällt mir.

Tja, zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick in Richtung 2008: Ich möchte einfach lernen, lernen und nochmals lernen - mit der Fliegenrute an unterschiedlichen Gewässern. In erster Linie an Wildbächen, von denen es in meiner Heimat gottlob einige schöne gibt. Aber auch der Besuch von kleinen Bergseen steht auf meiner Wunschliste.

PS:
Ich habe euch noch ein Bild von meinen bisher gesammelten Fliegen beigelegt. Ich fürchte, sie werden sich in den nächsten Wochen und Monaten wohl noch ziemlich vermehren...;-)
Dateianhänge
fliegen.jpg
Ein paar Fliegen
fliegen.jpg (95.87 KiB) 230-mal betrachtet
BrownTroutFan
 

Beitragvon Lupus » 30.11.2007, 18:40

Hallo temolo, hallo BTF:
Vielen Dank für Eure wirklich sehr interessanten Beiträge!
Gruss und Petri. Lupus
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Beitragvon die Fliege » 30.11.2007, 18:41

Hallo BrownTroutFan

Bei mir war es auch ähnlich , nur das mir zwei Freunde die Grundlagen gezeigt haben. Jetzt bin ich auf der Suche nach einen guten Gewässer.Das Fliegenbinden kann ich nur empfehlen. Es ist zwar echt schwer und man mus wirklich viel üben um halbwegs ansehnliche Fliegen binden zu können. Aber, wenn man ne Skalpelklinge hat um das schirche Ding wegschneiden zu können geht es halbwegs :lol:

Mfg
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