brachsenangler hat geschrieben:Ich schleif den widerhaken immer mit ner schlüsselfeile ab
Lg.brachsenangler
Ich habe in diesem Fall auch nichts gegend das Wiederbeleben des Themas. Was ich nur nicht mag, ist wenn irgendeine uralte Fangmeldung ausgegraben wird und wieder die monotonen "Petri Heil, toller Fang etc." hineintrudeln, oder gar eine der hier ach so beliebten Debatten über das vom Angler gewählte Schicksal der Beute losgetreten werden.
Nun zum Thema:
Bringt bei mir nette Erinnerungen, ich hatte damals ja gepostet. Als damals 2005/2006 wieder nach langer Abstinenz auch die Sparte der Fliegenfischerei entdeckt, war ich damals natürlich Feuer und Flamme für alles, was dieses Thema berührt. Vor allem, weil das Gewässer, was ich nach Hoffen und Warten ergatterte, absolutes Widerhakenverbot hat.
Ja, die gute alte Elektroflachzange tut immer noch ihre treuen Dienste. Ich kaufe zwar nach Möglichkeit Fliegen gleich auf Schonhaken, oder eben wird der Widerhaken angedrückt, sobald die Fliege in die Fliegenschachtel wandert. Denn selbst wenn ich an einem Gewässer fische, wo Widerhaken (noch) erlaubt sein sollte, will ich nicht womöglich bei einer 16er Fliege dann bei schlechten Lichtverhältnissen noch die Augen z´sammzwinkern müssen und schaun, ob die jetzt "legal" ist oder nicht. Also gleich alles ab.
Bei den Kunstködern auf Raubfisch genauso. Eines meiner beiden Raubfischreviere schreibt bei Mehrfachhaken (also Blinker, Wobbler) Schonhaken vor, also wird da auch alles entschärft bevor es in die Spinnbox kommt.
Verliert man einen Fisch, ist es meistens nicht wegen des fehlenden Widerhakens, sondern weil man ihn zu locker führte, oder einen Hecht zum Springen und SChütteln animierte, oder der Haken hätte sowieso nur schlecht gefasst.
Ich habe auch oft bei der Friedfischangelei Schonhaken.
Gruss. Lupus