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Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Fluss und Bach

Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Donaufischer » 11.08.2010, 23:09

meine meinung dazu:

Wenn der fluss nicht reguliert wäre, die fische wandern könnten, die krafterke nicht den schlamm zurckhielten und somit den grund abtöten, die schiffe nicht die brut töten würden, könnte ganz österreich mit angel und kochtopf an der donau stehen und es gäb mehr fische als jetzt.

ps: die kormorane könnten wir auch noch zur fischsuppe einaden.

hab mich in diesem forum aber bereits mehrmals über dieses thema ausgelassen.
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Donaufischer » 11.08.2010, 23:29

ad grundlviecher:

diese mit der angel zu bekämpfen erscheint mir so als gelsen durch erschlagen ausrotten zu wollen.

diese sind sicher auch stark für den fischrückgang verantwortlich, können hier aber nur leben weil der mensch unsere donau deltaähnlich (heimat der grundel) verändert hat.

ich bilde mir in letzter zeit in der donau im bezirk perg wieder einen rückgang der grundel ein.
vielleicht fressen sich die viecher ja gegeneitig zu tode.
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Techtrancer » 12.08.2010, 08:28

klar ist es nur ein tropfen am heissen stein

aber besser sie ein wenig dezimieren als garnicht sag ich mal

is blos kacke daß man mit lebendem KÖFI nicht mehr angeln darf

denn mit nem 1 oder 2cm lebenden KöFi fängt man die bei klarem wasser sicher wie sau.

hab dies mal vor min 10 jahren bei barschen ausprobiert.
bin dazumals an ner kehre an der leitha gesessen und hatte 2 oder 3 stunden auf maden und wurm keinen biss.
danach ein par kleine fische mit dem netz gefangen und ab dann ging die post ab
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Köfi » 12.08.2010, 08:56

Techtrancer hat geschrieben:klar ist es nur ein tropfen am heissen stein

aber besser sie ein wenig dezimieren als garnicht sag ich mal

is blos kacke daß man mit lebendem KÖFI nicht mehr angeln darf

denn mit nem 1 oder 2cm lebenden KöFi fängt man die bei klarem wasser sicher wie sau.

hab dies mal vor min 10 jahren bei barschen ausprobiert.
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Keine Sorge, wegen den Grundeln braucht niemand einen lebenden Köfi. 3 Maden in die Steinpackung und Du kannst gleich wieder einholen.
LG Fritz
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Techtrancer » 13.08.2010, 06:50

also mit maden hab ich zwar schon einige gefangen, aber nicht die welt

kann aber auch dran liegen daß ich pro angeltag 1 bis 2l maden verfüttere^^
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Naturfischer » 27.08.2010, 19:28

Hallo Kollegen, beobachte schon seit Jahren die Donau und befasse mich mit Ihren Zusammenhängen, aus meiner Sicht ist die wichtigste Tat die Renaturierung mit dem Anschluß alter verlandeter Gewässer bzw. die Umstrukturierung der Buhnen und Leitwerke. Es müssen einfach unterschiedliche Strukturen geschaffen werden, dann kommt der Nachwuchs ganz von selbst, da kann man noch so viel besetzen, das Geld ist besser in solche Umstrukturierungen investiert. Die Donau darf einfach nicht zu eintönig geradlinig verlaufen, es müssen kleine Schotterinseln für die Kieslaicher bzw. Querbuhnen/Leitwerke die Wellenschutz vor den Schiffen bieten gebaut werden, hinter diesen Buhnen bilden sich dann Ruhezohnen wo sich auch Totholz ablagert und die Brut aufkommen kann. Auch für uns Fischer sind das interessante Plätze zum sitzten mitten im Strom, ist ja ein Traum oder? Wenn ein Altarm fast wieder ganzjährig vom Hauptstrom durchströmt wird, passiert da aktiver Fischaustausch besonders mit der Brut und Kleinfischen. Erst wenn diese wichtigen Voraussetzungen geschaffen sind kann man wieder mit dem Besatz beginnen. Ich würde vorschlagen die Fischereiverbände müssen zwingend Nasen, Strömer, Huchen, Bitterlinge und sonstige selten Donaufischarten besetzen und für einige Jahre mit dem Besatz des Karpfens halt aufhören. Das schöne ist ja auch durch diese unterschiedlichen Gewässertypen, schnell fließender Strom aber auch Stauraum mit langsam fließendem Gewässer sich die unterschiedlichen Fischarten wohlfühlen und was ist schöner als wenn man nicht weiß was da an der Angel drauf ist? Ist es ein Barben, nein wieder mal ein Karpfen oder sogar Zingel und Wolgazander. Das Grundelproblem löst sich aus meiner Sicht von selber, wo immer in der Natur ein Überangebot an der Spezies ist, gibt es auch wieder einen Zusammenbruch nur halt beim Homo Sapiens nicht :twisted: . Außerdem mit dem verschwinden der Steinpackungen gehen auch die Grundeln zurück, auf reinem Schotter hab ich noch nie eine gefangen, ganz verschwinden solltens aber auch nicht, wie die marmorierte Grundel die noch vor Jahren ein Massenfisch war und nun von der Schwarzmundgrundel abgelöst wurde. Vor kurzem hab ich einen Wels gefangen mit mehreren Grundeln und einem Frosch im Magen, überhaupt ist der robuste Wels stark im kommen, konnte viele kleine bis 50 cm fangen. Ganz wichtig sind auch die Fischaufstiegshilfen, in der Freudenau z. B. gibt es eine aber es fließt viel zu wenig Wasser durch, die Kraftwerksbetreiber werden da wohl Ihre Finger im Spiel haben oder auch der Donaukanal müßte bei der Nussdorfer Schleuse mit dem Strom verbunden werden. Diese Verbindungen würden auch zum aktiven Fischaustausch führen, vor kurzem hat mir eine Fischer erzählt vor vielen, vielen Jahren hat er bei der Nussdorfer Schleuse noch Elritzen, Gründlinge, Perlfische usw. neben den Lauben, Rotauge usw. gefangen, so sollte es sein. Ich appeliere hiermit an alle Obmänner :wink: , die die in den Donauvereinen etwas zu sagen haben, tut etwas an den Strukturen und besetzt nicht massenhaft tschechische Karpfen, wenn sowieso nur Wildkarpfen. Schon kleine Dinge wie versenkte Bäume und der Anbau von Schilf in den Donaustauräumen bringt den Fisch, man muß sich halt aktiv was überlegen. In diesem Sinn wollen wir der vergewaltigten Donau doch Ihre Würde zurückgeben, lg Naturfischer
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Oldman » 27.08.2010, 21:45

Hallo Naturfischer!
Langsam begreifen es auch die Betonköpfe, dass Renaturieren nicht nur für den Fischbestand gut ist, sondern auch das einzig wahre Mittel ist Schäden durch Überschwemmungen/ Hochwasser zu verhindern ,zu minimieren.
Gruß Oldman
wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist,
wirst du festellen, dass man Geld nicht essen kann
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Techtrancer » 27.08.2010, 22:02

ich befürchte blos, daß für diejenigen welche steine ins rollen bringen KÖNNTEN dies nicht die bohne interessiert und sie nur möglichst viel gewinn machen wollen :(

die derzeit einzigen vorhandenen laichgebiete (steinpackungen) werden ja so schon extremst durch den schiffverkerh belastet.........ich fange unmengen angeschlagene weißfische!

was sagt man dazu in wien?

der schiffverkehr muss gesteigert werden :(
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon hgb » 28.08.2010, 18:25

@Ragman
Überdüngung und Rückgang der Biomasse widerspricht sich keineswegs. Die Produktion der Biomasse ist vom Sauerstoff abhängig. Die Überdüngung führt zum Wachstum auch unerwünschter Organismen wie Algen, die wiederum Sauerstoff brauchen. Wenn dann zu wenig Sauerstoff im See ist sterben wiederum verschiedenstenste Organismen ab und es entstehen Bakterien die wiederum Sauerstoff brauchen u.s.w.
Nur wen Nährstoffe und Sauerstoff optimal ausgeglichen sind kann ein max. an Biomasse entstehen.
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Naturfischer » 01.09.2010, 18:32

Hallo Kollegen, hatte die Tage mal ein Gespräch mit einem Fischerkollegen der im Verein etwas zu sagen hat und der meinte das auch die Kraftwerksbesitzer wie die Austrian Hydro Power etwas gegen die Vernetzung der Donaualtärme haben, es würde Wasser im Kies versickern und somit weniger Power im Kraftwerk :cry: sehr traurig lg Naturfischer
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Naturfischer » 07.10.2010, 13:09

Hallo Kollegen, vor kurzem ging ich spazieren und schau in einen Donaugraben hinein und was sehen meine Augen :shock: , Kleinfische, Jungbrut in Hülle und Fülle, soviel zum Kleinfischrückgang. Hauptsächlich waren es kleine Karpfen, freut mich das die sich also doch bei uns in der Donau bzw. Altarmen überschwemmten Wiesen vermehren können, außer den Hybriden halt bzw. Blaubandbärblinge, kleine Zander, kleine Welse, ein paar Bitterlinge und Schmerlen. Schnell mit Netz und Kübel angerückt konnte ich einige vor dem Erstickungstod retten und in den Hauptarm setzten, der Reiher wirds mir übel nehmen 8) . Das ist halt einfach der Beweis das Nebenarme der Donau mit Biomasse sehr produktiv sind und nur diese Anbindungen wieder zu mehr Fischreichtum führen, ein paar Eindrücke lassen die Worte in Bilder sprechen. lg Naturfischer
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Netzansicht 2.JPG
da wurdelts
Jungkarpfen.JPG
haben die Barteln, also keine Karauschen
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Re: Weiß und Kleinfischrückgang wegen Waller oder doch die Umwel

Beitragvon Techtrancer » 07.10.2010, 15:14

tolle photos!

hab ich in jungen jahren auch ein par mal gemacht und fische rückgesetzt die ansonsten erstickt wären
einmal warens gut 50 hechte in einer lacke!
manche waren noch recht klein mit unter 10cm, aber ein par hatten schon 20cm! soviel zu kanibalen :)

heuer war daß wetter denk ich auch ganz ok zum laichen für die fische, da recht viel hochwasser war

da ich gern auf brachsen angle ist mir in der donau aufgefallen daß die fische wahrlich an fehlenden laichplätzen leiden oder daß klima in der donau doch nicht so gut war , denn ich hab sogar ende september welche mit laichausschlag gefangen

den barben dürfte es in der donau auch halbwegs gut gehen. da fängt man öfters mal kleine mit 20 oder 25 cm

rotaugen hab ich noch keine gesehen. echte nasen ebenfalls äher selten und was man extrem merkt........lauben sieht man fast nirgends mehr :(
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