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Weidenkorb oda doch was anderes?

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Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon Nixon » 25.05.2011, 07:16

Hallo!
Ich weiß, ich arbeite jetzt scho an vielen Baustellen, aber obwohl ich auch einiges lese, ist mir trotzdem eure Meinung hier wichtig!
Da ich kein reiner c&r fischer bin will ich auch fische entnehmen! Wie bewart ihr sie auf, was findet ihr am praktischsten?
Nixon
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon Lupus » 25.05.2011, 07:44

Interessantes Thema!
Ich bin auch kein reiner C&R-Fischer, vor allem nicht an Gewässern in städtischer Nähe, wo der Bestand – sagen wir mal so – auch durch jährlichen Besatz „gestützt“ wird.
Fische ich (als Gast, Freund, glücklicher Tageskartenbesitzer) weiter weg in sehr naturbelassenen Gewässern mit ausschließlich natürlichem Vorkommen, so überlasse ich die selektive Entnahme dem Bewirtschafter.
Also sind Forellen, die ich entnehme, sowieso meistens „g´setzte“ Rebos aus eher im städtischen Dunstkreis liegender Flüßchen.
Da gefällt mir aber die „gute alte Gewohnheit“, dieses Fischerl in´s Körberl zu legen. Bis heim habe ich es nicht weit, brauche also auch nicht fürchten, dass der Fisch dann bis daheim nicht mehr wie eine Forelle, sondern wie eine „Laubsägearbeit“ aussieht.
Meine Frau ist keine Forellen, höchstens meine Mutter, Also liegt manchmal bei meinen kurzen „Alltagsfliegenfischerspaziergängen“ dann stilecht und nach alter Waidmannsart eine oder zwei Forellis im schmucken Weidenkörberl, und ich finde das schön, weil es mich an meine Kindheit erinnert, als ich für „Onkel Franz“ stolz das Körberl tragen durfte. Im Volksmund wurde sowas wie das, was ich damals war „Laglbua“ genannt. Zu meiner Verblüffung kennen manche dieses Ausdruck nicht mehr: Lagel ist oder war der hölzene Fischkasten, in dem man Fische lebend transportieren konnte, er hatte einen Lederriemen und hing recht schwer an der Schulter. Das bedauernswerte Geschöpf, welches dem „Herrn Fischer“ das hinten nachtragen mußte, war der „Lagelbua“. Und der Begriff „Lagelbua“ blieb auch später für den „Körberlträger“.
Kleine Marotte von mir: Auch wenn ich in der Absicht fischen geh, nur e i n e Forelle mit heimzunehmen, weil meine Frau sowas eh nicht isst und meine Mutter nicht zu Gast ist, ist es für mich PFLICHT und SITTE (lach), dieses Fischerl schön stilecht in´s Körberl zu legen. Erst dann fühle ich mich als der richtige Fischer vom alten Schlag.
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon Nixon » 25.05.2011, 08:23

nur ist das halt auch wieda a drum das irgendwo hängt und beim rumklettern stören kann! Nimmst du den Fisch dann immer gleich aus?
Ich hab mir ja, an Anlehnung eines "Galgen" etwas gebaut. Ein Stück Holz von einem Griff bisschen größer als Handbreit abgeschnitten, dann einen eher sperrigen draht abgeschnitten, dann zwei Ösen in das holz links und rechts, auf der einen Seite festgebunden, auf der anderen Seite 2mal gedreht zum Einhängen. Sowas ähnliches gibts zum Kaufen, bin mir aber nicht sicher ob das wirklich gut ist! Ich hab gelesen, dass es einige so machen und dann den Fisch irgendwo am Ufer einhängen und dann immer wieder im Wasser tauchen wenn Sie weiter gehen...

grüße
Nixon
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon Lupus » 25.05.2011, 09:32

Naja, von dem mit dem Galgen halte ich nicht viel, und noch weniger von dem den Fisch immer wieder ins Wasser eintauchen. Genau das ist es , was nicht sein soll, dass der tote Fisch noch feucht wird und keimt.
Auch finde ich es etwas erniedrigend oder nach meinen ästhetischen Vorstellungen nicht sehr fischwürdig, wenn der Fisch da wo runterbaumelt. Mit Schrecken denke ich da an die Bilder von anderen Ländern (oft Übersee), wo irgendein Redneck stolz grinsend einen Drahtring an dem eine ganz schöne Stückanzahl Forellen (zwar tot, aber schiach) eingefädelt hängen mit dem stolzen Text:“ a nice string of trout…….“

Im Korb ist es schön luftig und trocken und der Fisch kommt am besten unversehrt nach Hause.

Was das Ausnehmen betrifft: Da muss man sich erst erkundigen. Es gibt Reviere, wo jedes Ausnehmen am Wasser strikt verboten ist, bei anderen sagen sie, das frisst eh die Krah, oder sie sagen sogar, schmeiss es in´s Wasser, denn Du entnimmst dem Wasser eine Biomasse und bringst wieder einen Teil davon ein. Wo das so ist, habe ich gesehen, dass sich sofort eine Horde Aitel um die Eingeweide balgten und sofort alles weg war.

Ansonsten nehme ich den Fisch eben nicht aus, aber habe immer als Unterlage ein Küchenpapier, damit er nicht zu feucht ist.

Aber noch etwas: Körberl oder nicht: Ich nehme den Fisch nur dann, wenn ich eh nur kurz am Wasser bin und die Witterung es zuläßt, oder wenn ich sage an einem langen Tag wo ich fisch, nehm ich dann zum Abendsprung eine Portionsforelle mit und geb sie in´s Körberl.
Also Langzeitaufbewahrungen gibt es bei mir nicht.
Will ich den ganzen Tag fischen, und kann oder will oder darf ich mir eine aneignen, dann zum Schluss, und wenn ich zum Schluss keine mehr fang, hab i a Pech ghabt.
Oder ich sag gleich ich geh mir a Forelln holn runter zum Bach. Also dann ist das eh in kurzer Zeit erledigt.

Muss man eben selber aussuchen, wie man es will.
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon Nixon » 25.05.2011, 09:40

Lupus hat geschrieben:Naja, von dem mit dem Galgen halte ich nicht viel, und noch weniger von dem den Fisch immer wieder ins Wasser eintauchen. Genau das ist es , was nicht sein soll, dass der tote Fisch noch feucht wird und keimt.



Okay, dachte, das wär fürs kühlen ganz gut! Ich hab schon viele Threads überall druchforstet! so ein Patentrezept gibt es wohl nicht, auch in anderen Foren scheiden sich die Geister!
Ich werd das mit dem Galgen mal probieren, das Auto ist nie mehr als 20min entfernt, dann kann man den ja so zum Auto transportieren in die Kühltasche.
Beim Weidenkorb weiß ich nicht, ob ich den dann nicht doch zu Hause lasse, weil das ist wieder was sperriges usw...

Grüße
Nixon
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon magut » 25.05.2011, 10:46

ich wickle den Fisch immer in ein nasses Geschirrtuch ein (Verdunstungskälte) so bleibt er auch an wärmeren Tage schön gekühlt.
Von Galgen und ähnlichen halte ich auch nicht viel weil ich das nicht schön finde (jeder wird da anders denken).
l.G.
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon Nixon » 25.05.2011, 11:19

magut hat geschrieben:ich wickle den Fisch immer in ein nasses Geschirrtuch ein (Verdunstungskälte) so bleibt er auch an wärmeren Tage schön gekühlt.
Von Galgen und ähnlichen halte ich auch nicht viel weil ich das nicht schön finde (jeder wird da anders denken).
l.G.
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da bin ich leider etwas zu wenig purist! aber mal abwarten was kommt!
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon korsikaphil » 30.05.2011, 17:00

Ich find die Körberl recht praktisch, weil ich oft mitm Radl unterwegs bin. Zudem ist der Fang vor Staub, Sonne und Krabblern besser geschützt als am Galgen. Auf der Einkaufsliste steht schon ein Modell aus Kunststoff, das ist pflegeleichter, und kann als Mini-Fischkasten herhalten.
A float tip is pleasant in its appearance, and even more pleasant in its disappearance!
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon DryFly » 31.05.2011, 06:22

korsikaphil hat geschrieben:...Auf der Einkaufsliste steht schon ein Modell aus Kunststoff, das ist pflegeleichter, und kann als Mini-Fischkasten herhalten.

Dann kannst aber auch ein Plastiksackerl verwenden, in das du Löcher reinschneidest ;-) Nein, ein Weidenkorb ist durch ein Plastikkörberl nicht ersetzbar!
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
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Re: Weidenkorb oda doch was anderes?

Beitragvon Nixon » 31.05.2011, 08:52

Ich hab letztens ja ne Regenbogen gefangen (siehe Erlaufthread) und dann hab ich sie auf den Galgen und den dann auf einen Aste gehängt, find ich jetzt nicht unpraktisch! Ich will irgendwie nichts umgehängt haben... Vielleicht kommts aber noch!
Grüße
Nixon
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