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Was war los???

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Was war los???

Beitragvon mario.wien » 30.03.2010, 14:11

Da ich noch Raubfischanfänger bin, beschreib mal kurz die Situation für die Experten hier:
... meine Ruten liegen jeweils mit Köderfisch(ca. 8cm lang) bestückt am Grund des Winterhafen Freudenau.
Nach Einbruch der Dämmerung kam der erste Biss. Super!!!!!
Zwei mal hintereinander(kurze Pause dazwischen) zog der Zander Schnur ab. Pause zwischen den Abziehern war so ne knappe Minute. Dann Anschlag... und nix!!!!!!!! :evil:
Der Köderfisch sah aus wie in Querstreifen geschnitten.
Das ganze ist mir an dem Abend zwei mal passiert. Beim zweiten mal hab ich sogar noch bisschen länger gewartet.
Montage sah so aus: 50 g Birnenblei, Karabinerwirbel und Stahlvorfach(50cm lang) mit 1/0 Haken inclusive Auftrieb für den Köfi(Styropur)
Kann mir jemand nen Tipp geben was los war???? Die Montage hat sonst eigentlich auch immer funktioniert.
Die Bissstellen im Köfi hatten so einen Abstand von nen knappen Zentimeter. Kann man eigentlich daraus auf die größe des Fisches schliessen??

Danke für Eure Antworten

Gruß Mario
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Re: Was war los???

Beitragvon Kaindlau » 30.03.2010, 16:29

Servus @Mario

Spontan gesagt gefällt mir das Stahlvorfach nicht zum Zanderfischen. Und eine Minute halte ich es auch nicht aus mit dem Anschlag. :lol:
Aber wenn du mit dieser Montage und Methode schon Zander gefangen hast, dann könnte ich mir durchaus Signalkrebse vorstellen.

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Re: Was war los???

Beitragvon mario.wien » 30.03.2010, 16:40

... aber dann wäre doch der Köderfisch nicht so zerschnitten,oder. Ich würd schon sagen, dass das ein Zandergebiss war.
Die Geschichte mit dem Stahlvorfach mach ich wegen der Hechtgefahr und weil mirs mein Tackledealer verkauft hat. :)
Schreib mir doch mal deine Montage! Bin ja wie gesagt noch nen Frischling und für jeden Tipp dankbar.

Danke!! Mario
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Re: Was war los???

Beitragvon Polsi » 30.03.2010, 16:51

100prozentig Signalkrebse. Das mit dem kurzen Abziehen mit Pausen dazwischen ist typisch.
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Re: Was war los???

Beitragvon mario.wien » 30.03.2010, 17:11

... aber das macht doch der Zander auch. Hat er bei mir jedenfalls bis jetzt gemacht. Biss... Abziehen... Pause... Abziehen. Dann sollte der Anschlag kommen. So hab ichs jedenfalls gelernt und bis jetzt gemacht.
Außerdem hatte der Köfi ja Autrieb. Jetzt bin ich ziemlich verwirrt!!!!
Wie gehen denn bei Euch die Zanderbisse und wie sehen die Montagen aus??
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Re: Was war los???

Beitragvon Polsi » 30.03.2010, 20:11

Als ich noch viel auf Zander gefischt habe, haben auftreibende Köderfische überhaupt nicht gegen Krebse geholfen. Frag mich nicht wie, aber die Signalkrebse schaffen es auch, einen auftreibenden Köderfisch zu zerlegen, nur dauert es etwas länger.

Wichtig ist die Frage: Wie lang hat die Phase des Schnurabziehens denn gedauert? Bei einem Krebs siehts meist so aus, dass er mal einen Meter abzieht, dann vergehen ein paar Minuten, dann zieht er wieder einen Meter ab usw. Wenn am Stück gleich mehrere Meter und relativ schnell genommen werden, ist's eher ein Fisch.

Fehlten dem Köderfisch vielleicht Augen oder Eingeweide?
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Re: Was war los???

Beitragvon hesi » 30.03.2010, 23:11

Nur kurz zum Krebs: Habe im Aquarium einen Flusskrebs, und dieser hat am Unterleib unzählige kleine fächerartige Beinchen die er zum Schwimmen gebrauchen kann. Sieht immer weider lustig aus weils etwas unbeholfen wirkt, aber er kann damit frei herumschwimmen, wobei vorallem die Geschwindigkeit "etwas" begrenzt ist. :)
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Re: Was war los???

Beitragvon mario.wien » 31.03.2010, 09:38

Hallo Polsi!!!

Ob Augen oder Eingeweide gefehlt haben, weiß ich nicht mehr so genau!!!
Aber schnur zog immer nur relativ wenig ab. Deshalb wars vielleicht doch nur nen Krebs!!! :(
Na, ja... ich danke Euch erstmal und werds nach der Schonzeit weiter versuchen Zander zu fangen (oder Krebse)) :)
Bis bald und danke an alle Beteiligten für die kleine Krebsweiterbildung!!!

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Re: Was war los???

Beitragvon Lupus » 31.03.2010, 10:02

Es wird dann schon ein Zander werden! Aber bitte bleibt beim (dünnen und geschmeidigen) Stahlvorfach. Ich habe in meinem Leben so viele Zander gefangen und nie auf Stahl verzichtet. Es wäre grob fahrlässig, in Gewässern in denen Hechte vorkommen, darauf zu verzichten. Und es gibt inzwischen so flexibles, knotbares Material, dass es oft schon unauffälliger und geschmeidiger ist als so manches steifes Peryl. Es gibt ja inzwischen auch schon ganz dünne Stahlvorfächer, die zum Beispiel von Fliegenfischergeschäften für das Streamerfischen auf Hecht angeboten werden. Auch Dropshot-Fischer verwenden das inzwischen schon.
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Re: Was war los???

Beitragvon Gschitz » 31.03.2010, 10:36

Lupus hat geschrieben: Es gibt ja inzwischen auch schon ganz dünne Stahlvorfächer, die zum Beispiel von Fliegenfischergeschäften für das Streamerfischen auf Hecht angeboten werden. Auch Dropshot-Fischer verwenden das inzwischen schon.


kannst Du mir bitte sagen wie das heisst und wo ich das bekommen kann?
Vielen Dank
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Re: Was war los???

Beitragvon rob gone fishing » 31.03.2010, 10:41

servus!
kann da lupus nur recht geben.
ich verwende dazu eine stahlseide von a.leitner mit einem geflächt aus 7x7 stahlfäden.
tragkraft nehme ich zwischen 6 und 9 kilo.
die ist wirklich feiner als so manches mono und ich habe auch schon unzählige zander damit fangen können.
man muss nur aufpassen das man es richtig benutzt, d.h. vor dem abschneiden die schnittstelle erhitzen , das stahl nicht verdrehen, knicken
oder mit den fingernägeln daran entlang reiben(dreht sich ein bzw. knicke bleiben bestehen).
binden tu ich es mit klemmhülsen, hält bomben fest und sind mir noch nie aufgegangen.
zu kaufen gibt es die in jedem gut sortieren angelgeschäft.

lg rob
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Re: Was war los???

Beitragvon Lupus » 31.03.2010, 11:04

1) schön, Rob, ganz wie Du sagst
2) Gschitz: Eins hat der Rob schon benannt, ich hatte noch das Direct Fly Pike Wire in vier verschiedenen Stärken gehabt, wo ich dran dachte. Ich lernte es durch den Pijawetz-Katalog kennen. Und was für´s Hechtstreamern gut ist, muss ja auch für Zanderfischen, egal ob Sitzangeln oder Spinnfischen oder Dropshotten betrifft...
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Re: Was war los???

Beitragvon Kaindlau » 31.03.2010, 11:19

Lupus hat geschrieben: Ich habe in meinem Leben so viele Zander gefangen und nie auf Stahl verzichtet. Es wäre grob fahrlässig, in Gewässern in denen Hechte vorkommen, darauf zu verzichten.


Servus @Lupus

Und wie oft ist es vorgekommen das dir auf der von "Mario" beschriebenen Methode, (Köderfisch auf Grund, leicht auftreibend) ein Hecht deinen Köder genommen hat.?

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Re: Was war los???

Beitragvon Polsi » 31.03.2010, 11:23

Kaindlau hat geschrieben:
Servus @Lupus

Und wie oft ist es vorgekommen das dir auf der von "Mario" beschriebenen Methode, (Köderfisch auf Grund, leicht auftreibend) ein Hecht deinen Köder genommen hat.?

Petri aus Enns



Die Frage war zwar an Lupus gerichtet, aber mir ist das schon öfter passiert. Waren meist kleine Schießer zwischen 40 und 50 cm!
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Re: Was war los???

Beitragvon Lupus » 31.03.2010, 11:50

Kaindlau hat geschrieben:
Lupus hat geschrieben: Ich habe in meinem Leben so viele Zander gefangen und nie auf Stahl verzichtet. Es wäre grob fahrlässig, in Gewässern in denen Hechte vorkommen, darauf zu verzichten.


Servus @Lupus

Und wie oft ist es vorgekommen das dir auf der von "Mario" beschriebenen Methode, (Köderfisch auf Grund, leicht auftreibend) ein Hecht deinen Köder genommen hat.?

Petri aus Enns

Ich führe ausser den gesetzlich verpflichtenden Fangstatistiken schon lange nicht mehr Buch. Aber ich kann Dir versichern, dass jedes Jahr so mancher sogar recht schöne Hecht dabei war, der sogar knapp vor Dunkelheit einen für Zander bestimmten toten Köderfisch nahm, egal ob er jetzt leicht auftreibend war oder direkt am Grund lag. Im Spätherbst sogar häufiger, wenn die Hechte zu "Sammlern" werden. Aber interessanterweise auch fast jedes Jahr im Hochsommer. Scheinbar lümmelten da die Hechte eher im tiefern Wasser unter der Sprungschicht und verleibten sich solcherlei Köder ein.
Seit ein paar Jahren allerdings ist mir die Sitzerei auf Rauber zu fad geworden, und ich versuche wo es geht, mit der Spinnrute auf Hecht zu fischen. Aber ich glaube doch, dass ein paar Jahrzehnte tot-köderl-angeln auch ein bissl zählen......

aja: und wenn es so sein sollte wie Polsi meint, also dass hauptsächlich kleine "Schussler" wie er sie nennt draufgehen: Die haben meistens die schärfsten Zähne, die am nächsten beinander liegen und schütteln sich am heftigsten beim "Drill". Also gerade da. Bei einem größeren Hecht kann es sein, dass ein gewiegter Angler ganz sachte mit seitlichem Zug es schafft, dass sich das Peryl in der Maulspalte einhängt und die eher gemächlichen seitlichen Ziehbewegungen des Fisches erleichtern die Sache auch. Das soll aber kein Tipp oder Freibrief fürs Rauberfischen ohne feinen Stahl oder zumindest Stahlseele sein.....
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