von Lupus » 25.05.2011, 05:34
Entschuldigt, dass ich die Begriffe nicht erläutert hatte. Dabei bin ich sonst keiner, der fremdsprachliche Begriffe vewendete.
Nur bei der Sedge hat es sich so eingebürgert, weil ich diese Fliege als „Sedge“ schon fast als Bua noch, in der Juli/Augustausgabe 1975 von „Der Fischer“ von Altmeister Norbert Eipeltauer vorgestellt bekam.
Das gute an der alten Fischerzeitung damals war nämlich, dass auf der ersten Seite immer die typische Fischwaid in jedem Monat vorgestellt wurde. (amoi Karpf im Frühjahr, amoi Zander im Juni, Hechtn im Herbst etc.).
Und da wurde als DIE Fliege für den Abendsprung an heißen Juli/Augusttagen die Köcherfliege, eben die Sedge vorgestellt.
Ich war damals schon fasziniert von diesem relativ unscheinbaren Ding mit den komisch nach hinten gestellten Flügeln, meist in bräunlichen Farben hell oder dunkelbraun.
Auch wurde beschrieben, dass es bei der Sedge nicht so schrecklich ist, wenn sie zum furchen „dreggen“ anfängt.
Ich wußte, wenn ich einmal Fliegenfischer werden sollte, möchte ich damit fischen.
Und ich kann Euch schwören, ich habe Tage erlebt, wo diese Fliege am Abend derartig der Bringer war, dass es schon fast „peinlich“ war.
Am liebsten sind mir die traditionellen Sedge-Muster mit vorne einem Hechelkranz und den rückwärtsgerichteten länglichen Flügeln.
Aber auch die Rehhaar Sedge (Caddis = dasselbe wie Sedge, Köcherfliege) ist sehr gut. Und da empfehle ich für sehr heiße Tage und etwas „spinnerte“ Fische ein großes Modell, was man ruhig über das Wasser schlittern lassen kann, also genau das Gegenteil von dem, was man machen sollte. Habe ich solche Tage, dann werfe ich eine solche „Schlitterfliege“ (Buck Caddis) gerne schräg stromab zum anderen Ufer und „führe“ sie zu meinem eigenen Ufer unter die Buschn oder sowas, und besonders große Regenbogenforellen werden da sehr aggressiv. Nur sollte das Vorfach stark genug sein, denn das reißt ordentlich an.
Die CDC habe ich noch nicht erklärt:
Sie wird aus den ganz feinen Federn vom Hintern der Ente gemacht (französisch Cul de Canard).
Die darf niemals gefettet werden, sondern soll ganz ganz locker wie ein Löwenzahnsamen auf´s Wasser setzen und ist wie geschaffen für die Äsche.
Man muß sie nur nach jedem Fisch aufwendig auswaschen, mit Luftwürfen trocknen und vor allem durch einen Amadou (das ist das Schwammerl, was jeder Fliegenfischer an seiner Weste hängen hat, mit dem man nass gewordene Fliegen wieder schwimmbar macht) .
Da diese Fliegen sehr zart sind, sind die Haken auch entsprechend dünndrähtig, also nicht aufbiegen oder schaun, dass sie nicht aufgebogen sind.
Sehr gerne fische ich auch mit Parachute – Fliegen (Parachute heißt Fallschirm, dürfte wegen der Form sein). Angenehm ist auch an denen immer wieder das weiße Büschel als Sichthilfe.