von Siluris » 23.06.2008, 18:58
Hallo Ragman,
Es ist zwar schön, dass sich auch andere, vor allem Züchter, un die Bachforelle kümmern.
Nur ist der, in Deinem Link beschriebene, Weg sicher nicht das Gelbe vom Ei.
Bei dieser Methode fehlt mir die Bindung zum Wasser.
Die Fische werden in Zuchtbecken herangezogen, kräftig gefüttert und anschließend besetzt.
Die Flossenform, der Muskelaufbau und das Verhalten entsprechen in keinster Weise
einer im Fließgewässer geschlüpften, sich an die Gegebenheiten angepassten Bachforelle.
Unsere Larven haben ca. 4 Wochen Zeit ( Dottersackstadium ) sich auf das Nahrungsangebot
im Gewässer umzustellen. Es gibt keine Zufütterung !
Räuber, und in dieser Größe gibt es viele, zwingen die Brütlinge zur Vorsicht.
Stand und Freßplätze müssen erobert werden.
Natürlich ist der Ausfall bei der Methode im Brutboxenbesatz recht hoch. Es werden nur die Besten
überleben. Und diese bestens angepassten Forellen werden für Nachzucht sorgen.
Leider kann sich ein Züchter diese Art der nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung nicht leisten,
bzw. nur als Hobby betrachten. Geld verdient man hierbei nicht.
Tight Lines,
Bernd