In meinem Revier in Vösendorf bei Wien stehen uns fünf Ziegelteiche (Wienerberger) zur Verfügung. 2005 habe ich recht erfolgreich den Hechten gewidmet. Bei meinen Ansitzen (meistens 2-3 familienfreundliche Stunden) konnte ich zweimal um die Mittagszeit einen kapitalen Wels (ca.1,5 - 2m) beim Rauben beobachten.
Nachtfischen ist bei uns nur einmal im Jahr erlaubt und da konnte ich meinem Sitznachbar einen 1,1m Wels keschern. War eine ca. 1m hohe Böschung und ich wollte vermeiden, dass er den Gaff benutzt. An einen Wallergriff wagte ich damals noch gar nicht zu denken. Jetzt sind die Handschuhe aber schon fix in der Tasche verstaut.
Den Welsen wird bei uns fast nicht nachgestellt und dies möchte ich heuer für mich nutzen.
Der Teich ist ca. 3 ha groß und in der Mitte von einem Plateau durchzogen. Mein Waller dürfte in der tieferen Hälfte (ca.4-6m) "wohnen". Bei meinen Beobachtungen schoss er von unten an der Plateaukante empor und schnappte nach einer Forelle (die werden jährlich besetzt) und tauchte wieder ab. Danach durchquerte er diagonal (riesige Blasenspur) den ganzen Teich. Dieses Schauspiel durfte ich zweimal erleben und seitdem war klar, wem ich als nächstes meine Aufmerksamkeit widme.
Lebender Köfi ist bei uns absolut verboten und ein toter bringt ziemlich sicher eine Hecht. Daher möchte ich mit ca. 10cm großen Teigknödeln (Leber, Blutmehl, Eier, Sardellen, Knoblauch) im Damenstrumpf und Blutegeln oder Tauwürmer am Haken. zu meinem Ziel kommen. Anfüttern möchte ich 10 Tage vor einer Angelsession mit ca. 10 - 20 Knödeln. Möchte durch das Anfüttern die Chancen für ungewöhnlich kurze Ansitze (2-3 Stunden) unter Tags erhöhen.
Meine Ausrüstung besteht aus einer Balzer Matrix Big Fish (2,55m und WG 90-350g), wobei ich dzt. überlege für das Uferfischen doch auf eine 3m lange umzusteigen. Einer Shimano baitrunner 6500 bespult mit Potenza Big Fish 0,50 (47,9kg Tragkraft). Als Vorfach verwende ich 1m Sänger Waller Kalle Super Line XL (Tragkraft ca. 175kg).
Mein hot spot liegt in ca. 60m Entfernung (konnte ich am Eis abgehen). Damit ich einen Bissanzeiger verwenden kann, möchte ich die Hauptschnur mit einem auf 1m Abzug fixiertem 50er - 100er Blei am Boden ablegen und das nötige Wurfgewicht mit dem Teig (ca. 100-200g) erreichen.
Werde aber noch mit vernünftigen Vorstandsmitgliedern klären, ob es ihnen recht ist, wenn ein Kapitaler (>1,5m) wieder ins Wasser zurück flutscht. Denke auch schon an mögliche Übersiedlungen, aber das wird sicher ein sehr aufwendiges Projekt. Ich weiss schon, dass die Chancen nicht extrem groß sind, dass ich mir darüber Gedanken machen muss, aber besser vorher ein best case szenario durchdacht, als dann panisch alles falsch machen.
Damit ich nicht das ganze Jahr schneider bleibe, werde ich mit der zweiten Rute mit Mini - Köfis auf Forellen (ist nach dem Zander der begehrteste Speisefisch für meine Mädels) und Barsche angeln.






