Also dann mein 2500-ster Beitrag als kleine Reproduktion (sozusagen ein "Eigenplagiat" meiner Übersetzung für die Fischerzeitung

) für Dich, Pedro und für andere die sich für das Stromfischen auf Friedfisch interessieren könnten:
Das Wesentliche ist, dass nahe dem Grund die Strömung immer langsamer ist, und ein zu leichtes Futter, insbesondere Maden kaum punktgenau anzufüttern sind. Der Autor ist der Überzeugung, dass Karpfen reichlich mit Lebendfutter (Maden) vermengtes Anfütterungsmaterial lieben. Je mehr das Futter von Maden wimmelt, desto früher oder später finden sich große Friedfische, darunter eben auch Karpfen am Futterplatz ein.
Um nun diese Maden in der Strömung der Donau so zu vermengen, dass sie sich nicht gleich verflüchtigen,werden sie in Lehmröhrchen gefüllt, die aus sandigem, gepreßten Lehm angefertigt werden. Man kann die Lehmmasse auf dem Nudelholz ausrollen und über Blechformen, wie sie zur Herstellung von Schaumrollen verwendet werden, zu Röhrchen formen. Danach werden die Röhrchen, die ca. 10 cm lang sind, getrocknet, aber nicht gebrannt. Vor Gebrauch wird ein Ende des Röhrchens mit einem Klumpen Futtermaterial zugestopft, dann werden die Maden oder anderes Lebendfutter hineingefüllt, und das obere Ende wird ebenfalls mit einem Futterklumpen abgeschlossen. Der so verschlossene Zylinder löst sich im Wasser in 60-90 Sekunden auf und öffnet sich "wie eine Rose" und die Maden kommen heraus. Sehr gut ist diese Methode vor allem im Herbst ,wenn das Wasser schon abgekühlt ist, wenn die Fische nur mehr zögernd das Futter fressen, aber die Maden gierig aufnehmen. Auch im Frühling, wenn das Wasser noch nicht erwärmt ist.
Ich hoffe, der Tipp kann (auch wenn die Zubereitung etwas mühselig scheint) Erfolg bringen.
Gruss. Lupus