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VÖAFV Verein Haslau/Maria Ellend

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VÖAFV Verein Haslau/Maria Ellend

Beitragvon Emanuel » 25.07.2004, 14:00

Bitte hier Informationen über diese Sektion posten!!
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Beitragvon Pedro » 29.08.2006, 15:25

Hier mein Kommentar zum Revier Haslau/Maria Ellend:

Gutes Wasser, mir scheint, dass man weniger, dafür aber größere Fische fängt, als in anderen Donaurevieren. Habe in den ersten Jahren dort einiges "Lehrgeld" gezahlt, mittlerweile fange ich aber ziemlich gut. Und zwar so ziemlich alles. Übrigens: Für Donauverhältnisse ein ausgezeichneter Karpfenbestand. Karpfenspezis können da sicher einiges rausholen (Boilie ist aber verboten). Bei mir sind Karpfen eigentlich nur Beifang beim Friedfischangeln in der Strömung, trotzdem konnte ich schon einige >8 kg landen.
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Beitragvon Lupus » 29.08.2006, 16:49

So ein größerer Karpfen an normalem Friedfischgeschirr beim Strömungsangeln muss ja einen ganz tollen Drill liefern.
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Beitragvon Pedro » 30.08.2006, 12:03

@lupus:

Ja, ist schon ein toller Drill. Weil keine Hindernisse im Wasser liegen, kriegt ich sie auch mit 22er Vorfach ohne weiteres heraus. Nur nicht ungeduldig werden, sondern langsam müdemachen. Weiter runter als 22er würde ich aber nicht gehen. Sonst reißts nämlich beim Anschlag. Allerdings sind große Karpfen nicht alltäglich. Der Durchschnitt liegt so zwischen 3 und 4 kg. Beste Zeit für Karpfen im Strom ist übrigens die 2. Aprilhälfte (wenns der Wasserstand zulässt) und dann nach der Schonzeit die ersten 2 Juniwochen. Danach findet man die Karpfen eher im Ausstand und im Leitwerk.
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Beitragvon Lupus » 30.08.2006, 12:15

@Pedro: Hört sich hochinteressant an. Ich denke auch, dass bei einer Vorfachstärke unter 0,22mm bei einem größeren Stromkarpfen "Holland in Not" ist :lol: . Aber es gibt auch Beispiele, die ich selber fast unglaublich fand, wenn ich sie nicht zwangsläufig sehr genau gelesen hätte:
Im 98er Jahr bat man mich, für "Fischer in Österreich" einen Artikel aus der ungarischen Angelzeitschrift zu übersetzen, wo ein Spezialist beschreibt, wie er in der Donau mit extrem langer Bologneserute und (sage und schreibe!) 0,16mm Schnur Karpfen zwischen 6-8 kg fängt. Wobei er übrigens 300m Schnur drauf hat....mir erscheint es dennoch fast unvorstellbar, denn es ist ja nicht n u r die Schnurlänge, die ausschlaggebend ist beim Drill eines Fisches.
Was mir interessanter an diesem Artikel, den ich übersetzt hatte schien, war die ganz raffinierte Anfütterungsmethode für das Stromfischen. Falls Du davon mehr wissen willst, beschreibe ich sie auch noch in groben Zügen (Oder Du bist Fischerzeitungs-Sammler und hast das 7-8/98 Heftl, dort steht´s auf Seite 12 u.13 :wink: )
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Beitragvon Pedro » 30.08.2006, 12:22

Nein, ich hab das Heft nicht. Aber die Fütterungsmethode würde mich schon interessieren.
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Beitragvon Lupus » 30.08.2006, 12:34

Also dann mein 2500-ster Beitrag als kleine Reproduktion (sozusagen ein "Eigenplagiat" meiner Übersetzung für die Fischerzeitung :lol: ) für Dich, Pedro und für andere die sich für das Stromfischen auf Friedfisch interessieren könnten:
Das Wesentliche ist, dass nahe dem Grund die Strömung immer langsamer ist, und ein zu leichtes Futter, insbesondere Maden kaum punktgenau anzufüttern sind. Der Autor ist der Überzeugung, dass Karpfen reichlich mit Lebendfutter (Maden) vermengtes Anfütterungsmaterial lieben. Je mehr das Futter von Maden wimmelt, desto früher oder später finden sich große Friedfische, darunter eben auch Karpfen am Futterplatz ein.
Um nun diese Maden in der Strömung der Donau so zu vermengen, dass sie sich nicht gleich verflüchtigen,werden sie in Lehmröhrchen gefüllt, die aus sandigem, gepreßten Lehm angefertigt werden. Man kann die Lehmmasse auf dem Nudelholz ausrollen und über Blechformen, wie sie zur Herstellung von Schaumrollen verwendet werden, zu Röhrchen formen. Danach werden die Röhrchen, die ca. 10 cm lang sind, getrocknet, aber nicht gebrannt. Vor Gebrauch wird ein Ende des Röhrchens mit einem Klumpen Futtermaterial zugestopft, dann werden die Maden oder anderes Lebendfutter hineingefüllt, und das obere Ende wird ebenfalls mit einem Futterklumpen abgeschlossen. Der so verschlossene Zylinder löst sich im Wasser in 60-90 Sekunden auf und öffnet sich "wie eine Rose" und die Maden kommen heraus. Sehr gut ist diese Methode vor allem im Herbst ,wenn das Wasser schon abgekühlt ist, wenn die Fische nur mehr zögernd das Futter fressen, aber die Maden gierig aufnehmen. Auch im Frühling, wenn das Wasser noch nicht erwärmt ist.
Ich hoffe, der Tipp kann (auch wenn die Zubereitung etwas mühselig scheint) Erfolg bringen.
Gruss. Lupus
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Beitragvon Pedro » 30.08.2006, 18:12

Hört sich echt mühsam und zeitintensiv an. Und die Pension ist noch weit. Ist aber vermutlich wirklich die einzige verlässliche Methode, das Futter zielgenau auf den Grund zu bringen. Und wenn´s mal unten ist, bleibt es eh ziemlich lang liegen. Das gute an der Donau ist nämlich, dass der Grund schottrig ist. Da ist viel Platz zwischen den Steinen, jedenfalls Platz genug, dass einige Maden dazwischenrutschen und nicht mehr weggetrieben werden. Wie Du richtigerweise erwähnt hast: Wenige cm über dem Grund ist die Strömung sehr schwach. Diese dünne strömungsarme Schicht ist übrigens umso dicker, je grobkörniger der Grund ist. D.h. auf Sand wird kein Futter liegenbleiben.

Morgen geht´s übrigens zum Spinnfischen. Bin schon gespannt. Steigendes Wasser ist immer gut. Werde dann berichten.
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