Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Erhaltung unserer Natur und Tierwelt
Antworten
Benutzeravatar
OHKW
Huchen
Beiträge: 1379
Registriert: 13.01.2013, 17:22
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal

Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von OHKW » 03.11.2019, 16:26

Etwas, über das wir hier im Forum schon das eine oder andere Mal diskutiert haben, scheint sich zu bestätigen.

https://orf.at/stories/3142979/

Benutzeravatar
Patrickpr
Hecht
Beiträge: 586
Registriert: 22.12.2017, 11:47
Revier/Gewässer: Donau/Teiche
Wohnort: OÖ Bez. Freistadt
Hat sich bedankt: 102 Mal
Danksagung erhalten: 73 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von Patrickpr » 03.11.2019, 18:17

Interessanter Bericht. Schade so etwas zu lesen :(
Danke fürs teilen. 👍

Benutzeravatar
Mairo
Rotfeder
Beiträge: 106
Registriert: 13.11.2015, 11:21
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von Mairo » 04.11.2019, 06:30

Ich glaube kaum dass man japanische Spritzmittel Richtlinien mit europäischen bzw. österreichischen vergleichen kann.

Es gibt für jedes Spritzmittel in der Landwirtschaft sehr strenge Auflagen, wie wann und wo man es einsetzen darf und vor allem ist auch der Abstand zu fließenden und stehenden Gewässern sehr streng geregelt.

Benutzeravatar
OHKW
Huchen
Beiträge: 1379
Registriert: 13.01.2013, 17:22
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von OHKW » 04.11.2019, 07:50

Mairo hat geschrieben:
04.11.2019, 06:30
Ich glaube kaum dass man japanische Spritzmittel Richtlinien mit europäischen bzw. österreichischen vergleichen kann.

Es gibt für jedes Spritzmittel in der Landwirtschaft sehr strenge Auflagen, wie wann und wo man es einsetzen darf und vor allem ist auch der Abstand zu fließenden und stehenden Gewässern sehr streng geregelt.
Die dort eingesetzten Insektizide, Neonikotinoide, sind weltweit stark verbreitet.
Japan ist halt doch erste Welt. Im ORF liest man doch regelmäßig von dem Kampf in der EU wegen der ganzen Pestizide, wo die europäischen Schwarzen praktisch konsequent verhindern, dass irgendwas passiert. Jetzt war gerade im orf, dass Thiacloprid nicht mehr verlängert werden soll (ab April 2020 nicht mehr zugelassen). Das Zeug ist mittlererweile aber schon überall im Grundwasser.

https://orf.at/stories/3141764/

Was glaubst warum uns die ganzen Insektenbestände inklusive Singvögel uvm. wegbrechen?
https://science.orf.at/stories/2990506/

Die ganzen Mittelchen sind auch schon allgegenwärtig irgendwo in der Umwelt nachweisbar. Sie Spatzenfedern im vorherigen Link. Das erinnert irgendwie stark an DDT, das ja dann im Endeffekt sogar in den Pinguineiern in der Antarktis in schädlichen Konzentrationen zu finden war.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor OHKW für den Beitrag:
julius.b

julius.b
Köderfisch
Beiträge: 10
Registriert: 29.10.2019, 15:36
Hat sich bedankt: 17 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von julius.b » 04.11.2019, 10:07

In der Schweiz wurden auch Studien in die Richtung gemacht und
schädliche Insektizidkonzentrationen wurden bis in Gletscherbäche nachgewiesen.
Wenn ich auf die Schnelle wiederfinden kann, verlinke ich noch zu den Studien.

Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass da ein causaler Zusammenhang besteht.
Und die Insekten bzw. deren Larven sind nun mal ein wichtiger Teil der Nahrungskette,
insbesondere unserer so sehr geschätzten Fische.
Gerade wir Fischer sollten da nix verharmlosen, denn nur weil die Landwirtschaft eine starke Lobby genießt,
heißt das nicht, dass das Problem in Europa nicht präsent wäre.

Schönen Gruß

Benutzeravatar
Patrickpr
Hecht
Beiträge: 586
Registriert: 22.12.2017, 11:47
Revier/Gewässer: Donau/Teiche
Wohnort: OÖ Bez. Freistadt
Hat sich bedankt: 102 Mal
Danksagung erhalten: 73 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von Patrickpr » 04.11.2019, 12:58

Mairo hat geschrieben:
04.11.2019, 06:30
Ich glaube kaum dass man japanische Spritzmittel Richtlinien mit europäischen bzw. österreichischen vergleichen kann.

Es gibt für jedes Spritzmittel in der Landwirtschaft sehr strenge Auflagen, wie wann und wo man es einsetzen darf und vor allem ist auch der Abstand zu fließenden und stehenden Gewässern sehr streng geregelt.


Da kann ich nur dagegensprechen.
Ich bin Imker.
Und ich weiss aus eigener Erfahrung dass Spritzmittel (glyphosat) extremes Gift für unsere Bienen darstellt!! Hab von Kollegen gehört dass es sogar Totalausfälle gab. Da reden wir von über 10 Bienenvölker die plötzlich verendet sind....

Strenge Regelung sieht in Österreich leider anders aus! Wie man am Glyphosat Beispiel sieht. (was übrigens völlig legal in der Landwirtschaft eingesetzt wird!)


Und auch wenn man 5m Abstand hält zu den Gewässern kommt immer etwas davon ins Wasser. Man bedenke zB. den Wind...

Benutzeravatar
thomasfischt
Karpfen
Beiträge: 470
Registriert: 21.09.2010, 15:04
Revier/Gewässer: Donau und Kroatien
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 32 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von thomasfischt » 04.11.2019, 15:05

Da braucht es nicht einmal Wind.
Das sickert ein und verteilt sich im Umfeld.

Ich selbst habe gesehen wie im Marchfeld die Felder an den Nationalpark Donauauen heranreichen, da sind keine 10m Luftlinie zwischen Wasser und Feld und dort wird natürlich wie überall sonst auch munter gespritzt.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor thomasfischt für den Beitrag:
Patrickpr

Benutzeravatar
Patrickpr
Hecht
Beiträge: 586
Registriert: 22.12.2017, 11:47
Revier/Gewässer: Donau/Teiche
Wohnort: OÖ Bez. Freistadt
Hat sich bedankt: 102 Mal
Danksagung erhalten: 73 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von Patrickpr » 04.11.2019, 15:49

Ja, leider :/

Schade dass hier nicht eingegriffen wird. Würde sich sicher vieles verhindern lassen.

Benutzeravatar
OHKW
Huchen
Beiträge: 1379
Registriert: 13.01.2013, 17:22
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von OHKW » 07.11.2019, 11:18

Tja, da kann man sich bei den europäischen schwarzen (bzw. türkisen...) Parteien bedanken, die konsequent Einschränkungen sowohl bei Pestizidanwendung als auch bei Antibiotikafütterung in der Massentierhaltung verhindern...

Benutzeravatar
thomasfischt
Karpfen
Beiträge: 470
Registriert: 21.09.2010, 15:04
Revier/Gewässer: Donau und Kroatien
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 32 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von thomasfischt » 07.11.2019, 13:13

Und deswegen wird das mit der türkis-grünen Koalition schwer werden wenn nicht einer von beiden den Schwanz ein gehöriges Stück einzieht.
Und ich fürchte ich weiß auch jetzt schon wer das sein wird.
Bauernbund enttäuschen ist als Wahlsieger nicht drin

Benutzeravatar
GvonderRinne
Rotfeder
Beiträge: 99
Registriert: 07.06.2018, 17:37
Revier/Gewässer: Donaustadt 2
Wohnort: 1020 Wien
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von GvonderRinne » 10.11.2019, 08:30

Hi
Ja,ja wir werden immer mehr auf der Welt und wollen immer mehr essen.
Die beschriebenen Effekte, sind eh schon nicht mehr umkehrbar.
Momentan eh noch harmlos, wenn wir 9 Milliarden weltweit sind, wird es mit der Umweltvergiftung ganz andere Stückerln spielen, was dann natürlich aus der Not heraus, rigoroseste Zwangsgesetze und schwerste Bestrafungen nach sich ziehen wird.

Die Umwelt sollte vor den vielen Menschen geschützt werden, somit ist das Hauptproblem offensichtlich.

Benutzeravatar
GvonderRinne
Rotfeder
Beiträge: 99
Registriert: 07.06.2018, 17:37
Revier/Gewässer: Donaustadt 2
Wohnort: 1020 Wien
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal

Re: Pestizide lassen Fischbestände einbrechen

Beitrag von GvonderRinne » 10.11.2019, 08:38

julius.b hat geschrieben:
04.11.2019, 10:07
In der Schweiz wurden auch Studien in die Richtung gemacht und
schädliche Insektizidkonzentrationen wurden bis in Gletscherbäche nachgewiesen.
Wenn ich auf die Schnelle wiederfinden kann, verlinke ich noch zu den Studien.

Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass da ein causaler Zusammenhang besteht.
Und die Insekten bzw. deren Larven sind nun mal ein wichtiger Teil der Nahrungskette,
insbesondere unserer so sehr geschätzten Fische.
Gerade wir Fischer sollten da nix verharmlosen, denn nur weil die Landwirtschaft eine starke Lobby genießt,
heißt das nicht, dass das Problem in Europa nicht präsent wäre.

Schönen Gruß


Ganz sicher besteht da ein causaler Zusammenhang.
Der Wasserkreislauf auf unserer Erde ist sowieso bekannt.
Was verdunstend aufsteigt, wird durch Wind und Regen irgendwo anders wieder heruntergelassen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor GvonderRinne für den Beitrag:
julius.b

Antworten

Zurück zu „Tier- , Gewässer- und Umweltschutz“