von Rudolft » 06.03.2010, 13:36
Spectraflash Emerger
Von Rudolf Thurner
Bindeanleitung:
Haken: Nymphenhaken, TMC 206BL Größe 14
Bindefaden: Dyneema od. Powersilk
Sichthilfe: Styrop.Kügelchen mit Nylonstrumpfh..-Stück umwickelt
Körper: Spectraflash Hair
Thorax. CDC-Fibern, verdrallt in Dyneemafaden
Flügel: Spectraflash
Hechel: CDC-Fibern ,verdrallt in Parachuteform gebunden
Köpfchen: Bindeseide, Endknoten
Grundwicklung anfertigen, am Ende des Hakenbogens wird ein Streifen Spectraflash eingebunden. Der Bindefaden wird wieder zurück zum Öhr geführt, wo wir das Styro.-Kügelchen mit Hilfe eines kleinen Nylonstrumpfstückes als Sichthilfe und gleichzeitig als Basis für unsere Parachut Hechel einbinden. Nun schneien wir den Rest des Nylonstrumpfes kurz ab und überwickeln den auf dem Haken verbliebenen Rest zu einem konischen Körper. Der nächste Schritt ist den Bindefaden wieder zum Ende des Hakenbogens zu führen. Der Spectraflash Streifen wird nun gleichmäßig bis zur Sichthilfe nach vor gewickelt und mit dem Bindefaden mit 5-6 Windungen in Richtung Hakenöhr gesichert. Jetzt wird der Dyneema Faden mit Hilfe einer Dubbingnadel aufgespleißt und einige vom Kiel getrennte CDC Fibern in die nun entstandene Fadenschlaufe eingeschoben. Durch drehen des Bobbins verdrallen wir die Fiebern zu einem Strang. Mit dem gerade entstandenen CDC-Strang bilden wir den ersten Teil vom Thorax. Wichtig ist es bei jeder Wicklung die CDC-Fibern mit der freien Hand gleichmäßig nach hinten zu streichen, um sie nicht zu überwickeln. Sollten die Fibern etwas zu lange ausfallen werden sie durch gefühlvolles Abzupfen eingekürzt. Nun binden wir einige kurze Streifen Spectraflash zwischen Thorax und Sichthilfe ein. Als nächstes trennen wir die Fibern einer mittelgroßen CDC Feder mit Hilfe einer Materialklammer vom Kiel und geben sie in den vorher aufgespleißten Faden, durch zügiges Drehen mittels des Bobbins bekommem wir wieder einen schönen CDC-Strang. Diesen winden wir um unser Styrokügelchen (Sichthilfe), auch hier ist es wichtig die CDC-Fibern nach oben zu Streichen um sie nicht zu überwickeln. Am Ende bilden wir mit etwas CDC-Dubbing noch den restlichen Thorax.
Sollte der Hechelkranz einwenig zu lange ausgefallen sein, so zupfen wir ihn mittels Hand in eine gleichmäßige Form. Ein fest sitzender Kopfknoten bildet den Abschluß unserer Fliege.
Kommentar: Dieses von Karl-Heinz Kauling erstmals vorgestellte
Emergermuster in Parachuteform gebunden, bei
der der Hinterleib leicht ins Wasser eintaucht, imitiert eine gerade
schlüpfende Köcherfliege deren Puppe noch im Oberflächenfilm hängt.
Das leichte Styrop.-Kügelchen dient sowohl als Sicht- als auch als
Schwimmhilfe. Ich persönlich verwende dieses Fliegenmuster sehr gerne im zeitigen
Frühjahr wenn die ersten Larven zur Oberfläche steigen. Der Schlüssel zum
erfolgreichen Muster ist sicherlich bei dieser Fliege der hochmobile Thorax aus CDC-Fibern und das in der Sonne glitzernde Spectraflash. Die CDC-Fibern und das Styrokügelchen
machen diese Fliege fast unsinkbar, sie ist dadurch auch für schneller fließende Bäche bestens geeignet. Ein Muster, welches von mir im Kalten Gang, einem kleinen Bächlein in der nähe Wiens, mit Erfolg getestet wurde. Viel Spaß beim Nachbinden und Fischen.
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