Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

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Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von Taurinus » 29.08.2016, 13:19

Hallo zusammen und viele Grüße aus dem weit entfernten Namibia.

Ich befinde mich derzeit im Sommerurlaub und besuche Namibia in der dortigen Winterzeit.

Neben vielen Safaris und dem Verzehr der halben hiesigen Tierwelt (von den Fleischpreisen und der Qualität kann man daheim nur träumen...) , war ich letzte Woche für ein paar Tage an der Küste um den ein oder anderen Fisch zu erwischen.

Vorab, für die Fischerei benötigt man eine Lizenz. Diese ist jedoch Spot billig und kostet für einen Monat umgerechnet nicht einmal einen Euro.

Tag 1:

Auf Haifisch von der Küste

Gegen 8 Uhr trafen wir uns zusammen mit dem einheimischen Guide am vereinbarten Platz. Die Kosten belaufen sich für den kompletten Tag auf rund 90€ (je nach Wechselkurs) pro Person (maximal 4 Personen) und beinhaltet Köder, Ausrüstung, Getränke, Mittagsverpflegung und Transfer.

Wir waren zu dritt, meine Frau, der Junior und ich.

Gegen 8:30 waren wir am ersten Spot und das Warten ging los. Nachdem hier nach ungefähr 2 Stunden nichts gebissen hatte, wurde der Spot gewechselt. Das ganze wiederholte sich 3x, bis es am Nachmittag endlich einen Biss auf den Makrelenkopf gab.

Der Tanz begann...

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...und nach einem schönen Drill zeigte sich ein Spotted Gully Shark am anderen Ende der Leine.

Der Guide sprang in die Brandung, packte den Hai am Schwanz und zog ihn auf den feuchten Sand.

Wir schossen schnell ein paar Fotos, legten das Maßband an (154cm) und schon war der Fisch wieder in seinem Element.

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Etwas über eine Stunde versuchten wir dann noch unser Glück, aber es sollte der einzige Biss an diesem Tag bleiben.

Tag 2:

Allerlei vom Boot

Wie am ersten Tag, trafen wir uns zusammen mit dem Guide und brachten das Boot ins Wasser. Die Kosten für das Fischen vom Boot beliefen sich auf rund 85€ pro Person und es war ebenso alles im Preis enthalten.

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Wir waren auch zu dritt, jedoch war dieses mal der Vater meiner Frau mit an Board, welcher zur Zeit in Namibia lebt.

Die Fischerei spielt sich ca. 1km vom Ufer entfernt ab und es wird mit Fischfetzen auf Afrikanische Adlerfische ( Kabeljau) gefischt. Nebenbei liegen immer noch Ruten auf Haifisch aus

Im Laufe des Tages fing ich ungefähr 40 Kabeljau, 5 oder 6 Blacktail, 3 Salzwasser Welse und einen kleinen Hai.

Hier ein durchschnittlicher Kabeljau mit rund 45cm.

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Und hier der Hai, für mehr Bilder war keine Zeit da wir ständig aktiv am angeln waren.

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Hier noch ein danach geschlossenes Foto eines Salzwasser Welse man beachte die Stacheln...

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Dass die Fischerei vom Boot aus billiger ist, liegt wahrscheinlich daran, dass die gefangenen Fische gut verkauft werden können. Die Crew von 3 Personen fischt nämlich auch immer mit.


Tag 3

Ein bisschen auf eigene Faust.... Damit was auf den Grill kommt.

Am Vormittag des 3 Tages machten wir eine Catermarantour und so blieb nur der späte Nachmittag um es ein bisschen vom Ufer aus zu versuchen. Gegen 16:30 am Wasser angekommen, blieb mir nur etwas über eine Stunde um ein paar Fische für den Grill zu verhaften. Der Plan ging auf und so landeten ein paar Kabeljau und Blacktail auf dem Rost.


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Hier ein Blacktail
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Ich hoffe mein Bericht von der Küste gefällt euch, kommendes Wochenende geht es noch für ein paar Tage an den Oanob Dam, einen großen Süßwassersee. Mal sehen was da so rum schwimmt.

Viele Grüße aus Namibia
Mario

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von Zanderheli » 29.08.2016, 15:42

gefällt mir !!
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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von *Chorche* » 29.08.2016, 15:51

Toller Bericht!

Aber eine Frage, wie kommst du auf Kabeljau? Kabeljau = Dorsch, das was du gefangen hast sind Adlerfische, also aus der Drum/Umber-Familie und keine Dorsche ;-)

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von rob gone fishing » 29.08.2016, 16:33

lässiger bericht!
ich war dort ja auch schon....ein tolles land.
im stausee unbedingt auf tigerfische gehen!!
@chorche: diese fische heissen in namibia kabeljou und haben mit dorsch natürlich nichts zu tun. der blacktail heisst dort fugazi.
lg rob

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von Taurinus » 29.08.2016, 16:56

Taurinus hat geschrieben:

Die Fischerei spielt sich ca. 1km vom Ufer entfernt ab und es wird mit Fischfetzen auf Afrikanische Adlerfische (Kabeljau) gefischt. Nebenbei liegen immer noch Ruten auf Haifisch aus.

@Chorche

Bezüglich Kabeljau/Kabeljao.... Da hat die Autokorrektur mal wieder zu geschlagen und beim Korrektur lesen ist es mir nicht mehr aufgefallen.


Und natürlich Petri Dank.

Gruß Mario
Zuletzt geändert von Taurinus am 29.08.2016, 17:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von *Chorche* » 29.08.2016, 16:59

Alles klar, passt scho - hab mich nur gewundert ;-)

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von Taurinus » 29.08.2016, 17:02

rob gone fishing hat geschrieben:lässiger bericht!
ich war dort ja auch schon....ein tolles land.
im stausee unbedingt auf tigerfische gehen!!
@chorche: diese fische heissen in namibia kabeljou und haben mit dorsch natürlich nichts zu tun.
lg rob

Warst du auch am Lake Oanob? Bis dato hab ich nur von einem starken Bestand an Schwarzbarschen gelesen. Im www findet man leider nur wenig.

Gruß Mario

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von rob gone fishing » 29.08.2016, 17:17

nein, ich war dort nicht. mein guide am okawango schwärmte von den grossen tiegerfischen im stausee.
ich bin die skelettküste eine woche mit guide auf und abgefahren.von walfishbay, über swakop bis cape cross.
dann war ich zwei wochen am okawango. einmal in der nähe von rundu, an der grenze zu angola im shamvura camp bei mark paxton. sehr zu empfehlen, vor allem wenn du richtung caprivistrip fährst.
weiters war ich im okawangodelta in botswana bei drotskis capin.
wie lang bist du noch dort?
lg rob

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von Taurinus » 29.08.2016, 20:24

Wir sind jetzt 2 Wochen hier und haben noch 1 1/2 vor uns. So die großen Touren machen wir jedoch nicht. Die kleine ist ja erst 2 Jahre alt, deshalb bewegen wir uns meist auf diversen Lodges rund um Windhoek.

Ist halt ein Familienurlaub bei den Schwiegereltern, da mein Schwiegervater noch für ein paar Jahre beruflich hier ist.

Was konntest du damals aus dem Wasser ziehen?

Viele Grüße
Mario

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von rob gone fishing » 30.08.2016, 08:59

servus mario!

an der küste waren es grosse kabeljou(bis1m), steenbras(stirnbrassen), blacktail(fugazzi), rochen, die blöden welse, spottet garlic shark und ein netter brownshark mit 2 m. der war aber nicht lustig zum drillen. über eine stunde schwerstarbeit. zwei grosse habe ich noch verloren.

im okawango fing ich wunderschöne breams, buntbarsche und tigerfische. eine wahnsinns geile fischerei! haben mit driftbait an freier leine und mit wobblern gefischt.

lg rob

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von Taurinus » 30.08.2016, 09:54

Ja nen Bronzi hätte ich auch gerne gefangen, aber aktuell ist halt auch nicht die beste Zeit... Ich war mehr als froh, dass ein spotted gully shark meinen Köder genommen hat. Jetzt freu ich mich auf den Oanob Dam... Irgendwas wird schon gehen :up2:


Viele Grüße
Mario

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von rob gone fishing » 30.08.2016, 10:39

servus mario!

ich war ja im jänner dort, das ist eine gute zeit für kupferhai.
wünsch dir noch einen schönen urlaub und lass uns bitte hören, wie es dir noch so ergeht. vor allem auf den stausee bin ich schon gespannt!

ich drehte 2005 in botswana und namibia einen angelfilm.
anbei der trailer, hier kannst du auch einige der gefangenen fische sehen.




lg rob

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Re: Swakopmund, an der Skelettküste Namibias

Beitrag von Taurinus » 31.08.2016, 08:58

Danke für den link zum Video, werde ich mir anschauen, wenn ich wieder besseres Internet habe.

In 2 Jahren werden wir noch einmal starten, jedoch wieder im August. Sonst sind die schulferien einfach zu kurz und für nur 2 Wochen lohnt es sich nicht so lang zu fliegen.

Gruß Mario

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