Am Platz angekommen war für mich alles Routine. Wir berieten uns schnell darüber, wo wir unsere Rigs platzieren sollten, fütterten nur dezent nach, und schon genossen wir den lauen Sommerabend bei zwei kleinen Bier. Ich war müde vom Arbeitstag und schlief schnell ein, eingelullt von einem Intellektuellen-Interview auf Ö1, bei dem sogar nach einer halben Stunde keiner von uns gecheckt hatte, worum es dabei überhaupt ging.
Die Augen öffnete ich erst wieder, als Tomsters Bissanzeiger sich fast überschlug und er kurz darauf mit stark gekrümmter Rute am Ufer stand. Der Fisch schien einer der besseren Sorte zu sein und lieferte einen guten Drill. Kurzzeitig wurde es brenzlig, als er die Schnur einer anderen Rute mitnahm, doch dann war er beim ersten Versuch im Kescher. Das war eindeutig ein Fisch über 10 Kilo und somit für dieses Gewäser überdurchschnittlich! Zudem war es Tomsters neuer persönlicher Rekord - die Freude war groß!

Nach einer schnellen Fotosession stießen wir auf den Fang an und legten uns wieder schlafen. In den frühen Morgenstunden fing Tomster noch eine Brachse, einen Aitel und einen kleinen Karpfen.
Meine Bissanzeiger hingegen schwiegen die ganze Nacht. Beim Zusammenpacken fiel mir auf, dass sich bei einem Rig seltsamerweise der Köder verabschiedet hatte. Naja, egal, die Nacht war trotzdem ein großer Erfolg. So kann es weitergehen!






