Das Wochenende war grenzgenial! Erst eine gemütliche Session in der Steiermark, dann ein lauschiger Samstagabend, und ich war zurück im Leben. Ich war wieder voll da! Der Pols-Master. Der Karpfenflüsterer. Dr. Polsinger. Der Mann, der die Karpfen versteht und dem die Frauen vertrauen. Der Undertaker der Karpfenfischerei, begleitet von Gott, doch mit dem Teufel im Nacken. Animalisch und triebgeleitet. Der Cowboy, der schneller wirft als sein Schatten. Rigs, so sicher wie der Tod. Haken, so scharf wie Sharon Stone in den 80ern. Der Karpfenagent mit der Lizenz zum Drillen. Der Hunter im Ferrari. Der Angler mit dem Echolotblick und mit Boilies, bei denen sich nicht er selbst, sondern die Karpfen auf Spotsuche begeben. Der Mann, den Chuck Norris zu einer gemeinsamen Session einlädt. Selbstbewusst und bescheiden wie immer.
Nun war es wieder soweit. Ich stand an vertrauten Ufern. VK-Stau war angesagt! Vor mir: Das zweitgrößte Gewässer Kärntens. An einer bestimmten Stelle versuche ich nun schon seit einiger Zeit, so etwas wie ein Futterareal zu etablieren, indem ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder ein paar Kilo harte, große Kugeln einbringe.

Ich hatte gehofft, dass der Platz am Wochenende von anderen Karpfenanglern besetzt und somit auch befüttert wird, doch ein Blick verriet mir sofort, dass die falschen "Angler" vor Ort waren. Die umgekippte Dose Mais, der halbe Kilo Frolic im Uferwasser, an die 30 Bierkapseln und mindestens dreimal so viele Tschikstummel, ein vergessener Schwimmer, ein Futterkörbchen, ein paar Bleie, herumliegende Haken und die Reste einer Feuerstelle, und ich wusste sofort, was los war.
Egal, das konnte mich nicht aus dem Konzept bringen. Ich blieb meiner Taktik treu. Zwei Rigs und 1,5 Kilo Kugeln flogen an ihre Plätze. Der majestätische Hochobir wurde in sanftes Abendlicht getaucht.
Ich genehmigte mir erstmal ein saftiges Steak.

CCC-Teamkollege Bruno besuchte mich und zeigte mir Fotos seiner beeindruckenden Fänge. Er kam gerade richtig, um den Run mitzukriegen. Es hatte funktioniert, der Fisch hing. Wenig später konnte ich einen schönes Drau-Rüsseltier auf der Matte begrüßen.

Morgens weckte mich der Bissanzeiger, aber es war eine typische Braxx-Attack, wie sie in Insiderkreisen genannt wird. Nachdem der Schleimer bereit war, legte ich mich wieder schlafen. Ein langgezogener Piepton und das Knattern der Bremse ließen mich wenig später wieder hochfahren.

Die Sonne war gerade aufgegangen, als ich ein Babycarp über den Kescher glitt. Ein schöner Abschluss für diese Session.


Nach einem heißen, dampfenden Kaffee verteilte ich weitere zwei Kilo Boilies auf einer sehr großen Wasserfläche, denn ich habe hier noch viel vor! The CCC-mission goes on!







