von Wolfgang » 19.05.2005, 09:03
@Polsi,
noch was zum Errichten eigener Unterstände.
So ganz unglaubwürdig muß der Mann, zumindest in dieser Beziehung nicht sein!
Vor etlichen Jahren lief im Fernsehen mal eine 2-teilige Fernsehsendung, die zwar nichts mit dem Angeln zu tun hatte, es ging darin um das Tauchen, der erste Teil beschäftigte sich mit dem Tauchen in südamerikanischen Urwaldflüssen und der zweite Teil mit dem Tauchen in euröpäischen Flüssen.
In diesem 2. Teil wurde ein Gewässer gezeigt, daß einen starken Welsbestand hatte, dabei war eindeutig zu sehen, daß sich die Welse die unterspülten Ufer zu richtigen Höhlen erweitert hatten, teilweise richtige Röhren mit Ein-und Ausgang, also schon eine Art von "Wohnungsbau" betrieben. Zumindest bei Teilen der Aufnahmen soll es sich um den Fluß Regen gehandelt haben.
In meiner Gegend hier gibt es nur einen Fluß mit natürlichem Welsaufkommen, wenn ich mal von der Elbe mit ihrem inzwischen aufkommenden Bestand absehe, es handelt sich hierbei um den Unterlauf der Warnow, der Bestand in der Warnow ist sicher nicht sehr dicht, aber der Fluß machte in der Vergangenheit immer mal wieder von sich Reden, da richtig große Fische gefangen wurden, die über der 70kg-Marke lagen.
Wenn ich mir diese alten Fangmeldungen ansehe, so rangiert auch hier der lebende Köderfisch, welcher damals noch erlaubt war(bis 1989) deutlich an erster Stelle, um nicht zu sagen fast zu 100%, ein Fang mit der Spinnrute ist dazwischen, der Fisch soll zufällig beim Hechtangeln gebissen haben, seit vielen Jahren gibt es keine Fangmeldungen aus diesem Gewässer mehr, was nicht daran liegt, daß es keine Welse mehr gibt, sondern eher daran, daß die wenigen Spezialisten in der Region schweigen wie die Gräber.
Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Wels beziehen sich auf ein einziges gefangenes Exemplar, daß ich sinnigerweise mit der Fliegenrute fing, der Fisch wog genau 15kg und hatte nicht etwa gebissen, sondern wurde an der Brustflossenbasis gehakt und konnte nach längerem Uferspaziergang(weit über ner Stunde), mit reichlich zusammengelaufenem Publikum am 20er Vorfach gelandet werden.
Ein Kumpel von mir hatte im März ein ähnliches Erlebnis und durfte sich mit einem ebenfalls an der Fliegenrute gehakten 33kg-Wels über 3 1/2 Stunden abmühen, er war danach mindestens genau so fertig wie der Wels.
Ansonsten gibt es hier nur Gewässer mit Besatzwelsen, ähnlich wie Forellenteiche, da werden Welse selbst mit den abstrusesten Ködern gefangen und sind sicher nicht repräsentativ für Ködertips.