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Taktik am Wasser

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Taktik am Wasser

Beitragvon Nixon » 23.05.2011, 07:41

Hallo!

Hoffe ich nerve nicht schon, es gibt aber einige fragen, die dann immer beim Fischen auftauchen.

Da ich mein neues Revier (obwohl dort heimisch) kennen lernen wollte, bin ich relativ schnell gewatet und hab immer nur ein paar Würfe an potentielle Plätze gemacht!

Wie sollte man eigentlich vorgehen?
Sagen wir, ich gehe 5 Stunden am Vormittag/Morgen fischen. Wieviele Meter/KM sollte man da maximal zurücklegen?
Wie oft sollte man verdächte Stellen anwerfen und wie oft die Fiege wechseln?
Mir ist klar, dass man, das natürliche Beuteschema absuchen sollte, aber da bin ich noch relativ schwach....
Es gibt eine Stelle, tiefer Pool, da stehen einige, auch größere Fische drin. Da hab ich die kleine RF gefangen, aber letztens ging auch nach dem 15 Wurf nichts. auch komisch war, dass ich alle Fische/Biss immer beid er Nymphe bekam, wenn sie beschleunigte am Schluss durch Schnurbogen, beim reinen abdriften lassen kam nichts...
Zur Zeit fische ich ohne knetbaren Bissanzeiger, weiß nicht, ob ich den wieder nehmen sollte...

Danke für euer Zeit!

Grüße
Nixon
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Schloma » 23.05.2011, 09:45

Hi Nixon,

das Gewässer zu lesen lernen ist die wichtigste Sache.
Wenn du dann die Stellen gezielt anfischst, solltest du die Stellen am Ufer wo du hineinwatest gleich einmal mit ein paar Würfen absuchen.
Wenn sich dann nicht bereits der erste Fisch ergeben hat langsam und ohne große Unruhe zu verbreiten an die Stelle gehen von der aus du den Pool befischen möchtest. Je größer der Abstand um so besser ist es. Dann etwas Ruhe einkehren lassen, in dem du die Wasseroberfläche mit deinen Blicken nach Insekten absuchst. Wenn dann ein paar Minuten um sind kannst du die ausgewählte Drift oder das Kehrwasser mit deinen Fliegen anwerfen.

Je länger du an einer Stelle verweilst umso ruhiger wird es wieder um dich, das kann der kleine feine Unterschied sein der entscheidend ist ob du fängst oder nicht.
Weiters fallen dir dann auch die Insekten auf die um dich herum fliegen, dann ist oft ein Köderwechsel angebracht .... zB.: siehst du immer wieder eine kleine gelbe Maifliege --> wechsle zB.: auf eine Light Cahill in der passenden Hakengröße.
Kannst du Steinfliegen sehen die kurz zu den Bäumen abfliegen --> Stimulator ran .... usw.

Je ruhiger das Wasser umso mehr Zeit hat der Fisch dein Muster zu studieren, also in so einem Fall nicht dreggen lassen.
Lass die Fliege die Stelle gänzlich durchtreiben und versuche die Fliege so sanft wie möglich von der Wasseroberfläche abzuheben.

Hast du ein schnelleres Wasser oder einen Zug, kannst du oft mit einer Stimulator oder einer Sedge bessere Bisse verzeichnen.
Forellen lassen sich gerne durch das Dreggen reizen wenn sich die Beute für sie auch lohnt, sprich wenn das Muster eine gewisse Größe hat.

Beim Nympfenfischen versuche ich immer durch leichtes zupfen Leben in den Köder zu bringen, hat sich bis jetzt immer wieder bewährt.



Hoffe dir ein bisschen weiter geholfen zu haben.

SY
Petri Heil und fette Beute!!!
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Nixon » 23.05.2011, 12:54

He, super! Ja, ich werd das Wochenende ruhiger angehen! Außerdem einen 30mm loop mit ringerl fürs vorfach nehmen!
Der Tipp mit den Waten und vorher anwerfen ist echt gut! Was mir auch aufgefallen ist, das wasser ist akteull brual klar, die Fische können mich und den köder gut studieren! Rollwürfe erschrecken oft auch, das vermeide ich jetzt auch mehr!
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Lupus » 23.05.2011, 13:45

Das wesentlichste hat Schloma schon gesagt.
Rollwürfe vermeide ich beim Trockenfischen so es nur irgendwie geht.
Auch reines Stromauffischen ist nicht immer gut, wegen der Präsentation, die Fische werden immer zuerst das Vorfach sehen.
Auf der anderen Seite sieht ein der stromaufstehende Fisch weniger.
Der goldene Mittelweg ist oft, wenn man seitlich steht und schräg stromabwirft mit einem Bogenwurf, damit die Fliege ein gutes Stück natürlich abtreiben kann.
Komme ich an ein fremdes Wasser und sehe die „berühmten Gumpen“, wo man zwar schöne Fische sieht, aber die schon entsprechend stark befischt werden von jedem, versuche ich gerade diese Stellen zu vermeiden und „meine eigenen hotspots“ zu finden.
Kommt mir eine Stelle gut vor, und ich sehe die Fische steigen noch nicht sondern würden sicher am Abend oder bei einem Schlupf steigen, dann versuche ich, der Verlockung zu widerstehen, diese Strecke mit der Nymphe „durchzuprügeln“ und zu durchwaten, sondern merke sie mir für später.
So hatte ich schon öfters dann zum Abendsprung an Stellen, wo man unter Tags nur ein paar kleine Krawegerln sah, durch meine Enthaltsamkeit dann erst am Abend dort zugeschlagen und auf einmal kamen die dicken Brummer Biss auf Biss.
Also immer ein bissl ein Konzept entwickeln, nicht alles wie eine Autobahn durchwaten, nicht alles gleich anwerfen, sondern erst einmal bissl „schauen“ und dann vorsichtig zu suchen, was an Fliegen das richtige Stimmungsbarometer ist.
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Nixon » 23.05.2011, 19:21

auch ein guter Tipp! Werd mich am Freitag und Samstag intensiver damit beschäftigen. Da nehm ich mir 2 Abschnitte vor und die werd ich dann intensiver beobachten und durchdachter befischen!
War heute auch beim Kjelch, der hat ja selbst die Erlauf und hab mir paar neue Flieglein geholt, dann hoffe ich noch, das die Wathose bald kommt und dann hüpf ich eh in wien wieder bis Freitag um 5 Uhr rum, bis ich im Wasser stehe!
Am Sonntag besuch ich dann noch einen Tageskurs vom Kjelch...

Nächste Woche gehts dann wieder Richtung Spinnfischen!

Grüße
Nixon
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon red tag » 23.05.2011, 20:58

Hallo Nixon!
Also um so länger du in deinen Revier fischt um so leichter wird es werden. Momentan ist es durch das ungewöhnlich niedere Wasser oft schwieriger sich den "fischigen" Stellen zu nähern. Würde bei so niederen Wasserstand unbedingt lange Vorfächer verwenden. Achte darauf,dass du keine Fische mit der Flugschnur überwirfst.Wenn die Fische den Schmäh durchschauen die Fischerei einstellen oder später wiedekommen. Weitere Werferei ist eher sinnfrei. Du hast bei solchen Bedingungen nicht sehr viele Würfe, die Fische sind einfach viel heikler als bei normalen Wasserständen. Die Fliegenwahl wird auch schön langsam wichtiger. Eher gedeckte Muster wählen und schauen was so am Wasser herumschwirrt.Sehr lehrreich,spannend und waidgercht ist das fischen auf Sicht.Eine gute gesichtete Forelle mit der Trockenen zu überlisten gehört zum schönsten bei der Fliegenfischerei. Man merkt dann auch gleich wie die Fische reagieren. Wenn sie alle abhauen sollte man was ändern. Wie Schloma schon geschrieben hat sind gezogene Sedge/Stimulators immer gut. Auch Landinsekten zb div. Käfer können oft Wunder bewirken. Versuche es auch in den Rieselstrecken dort sind die Fische durch das seichte, wellige, sauerstoffreiche Wasser viel aktiver,bzw sehen sie dich viel schlechter. Vor allen ganz zeitig oder sehr spät sind die guten Fische unterwegs. Auf das wird oft zu wenig geachtet. Ich sehe kaum Fliegenfischer die spät am Abend noch Fischen. Steigendes, leicht angetrübtes Wasser ist oft der Bringer. Wenn du in deinen Revier die Standplätze guter Fische kennst dann probiere es bei solchen Wasserständen. Das wichtigste ist halt so oft wie möglich, bei unterschiedlichen Bedingungen am Wasser zu sein. Auch einmal etwas anders machen als man gewöhnt ist . zb andere Stellen, Fliegen, längere Vorfächer (halt ich bei schwierigen Bedingungen,scheuen Fischen für enorm wichtig)unsw.
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon koppenkitzler » 23.05.2011, 21:23

Servus Nixon!

Trotz der sehr kompetenten Ratschläge der Kollegen möchte ich Dir anfänglich unbedingt raten zwei,dreimal zusammen mit einem erfahrenen Fliegenfischer angeln zu gehen!
So sehr die Tipps schriftlich hilfreich und gescheit sind,nichts geht über "das über die Schulter schauen" bei einem erfahrenen Kollegen.
Der Kurs ist natürlich auch sehr hilfreich.
Aber wenn ein alter Fuchs Dir BEIM Fischen die Kniffe zeigt,welches Vorfach in welchem Gumpen oder Riesel,welche Fliege unter welchem Baum......wird Dir alles leichter fallen und Du wirst heuer schon saftige Erfolge haben.


Deswegen mein Ratschlag:Häng Dich wo an! :up2:

Herzliche Grüße Bernhard
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Nixon » 24.05.2011, 06:20

Danke wiedermal!

Ja, red tag und ich wollen eh mal ausrücken und jeden ersten Samstag ist Fischerstammtisch bei uns, da werd ich mich im Juni gleich blicken lassen!
Bei Kurs gehts nur um Wurftechnik mit Trockner Schnur und Streamerfischen, der dauert auch nur 4-5 Stunden.
Wie lange, heißt langes Vorfach? Hatte jetzt immer so 2m beim den Nymphen und so 3m bei der Trocknen...

Ich hab letztes Wochenende nur eine Person gesehen im ganzen Revier, paar Tipps hat mir der Aufseher gegeben und da können wir auch mal Fliegenkaufen fahren bei uns in der Nähe....
Mal schauen ob sich sonst noch wer findet!

Stimmt Rieselstrecken hab ich bis jetzt ausgelassen! Ich weiß nur, dass die Sports bei den Natürlichen aber auch bei den künstlichen Wehren gut sein sollen!

Grüße
Nixon
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon red tag » 25.05.2011, 06:52

Hi Nixon!
Bei der Trockenen ist das Vorfach ca 9 bis 12 fuss lang. Bei der Nymphe verwende ich so ca 3 bis 4 Meter lange Vorfächer. Je nach größe und tiefe des Wassers. 2meter sind für so ein großes Wasser wie die Erlauf schon recht kurz.
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Nixon » 25.05.2011, 07:12

Alles klar
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Nixon » 04.06.2011, 10:42

Wie bring ich die Großen zum Beißen!

Ich kenne bei uns stellen, wo wirklich große oder sagen wir größere Fische 35+ stehen.
Es ist aber relativ schwer die alten "Hasen" zu überlisten, die kleinen fängt man relativ häufig.
Wie kann man diese reizen, ich versuche durch eher größere Fliegen den Fischen etwas zu servieren, was sich für sie lohnt.
Gestern wieder eine 36er RF gelanden. aber wie gesagt alles nur durch zupfen, fast streamermäßig fischen.
Die Trockene ist noch ein eigenes kapital für mich, da schaffte ich es nur, dass einmal danach geschnappt wurde.

Grüße
Nixon
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Ybbs-Äsche » 04.06.2011, 11:34

Hallo Nixon!
Bei den größeren Fischen ist es oftmals so, das sich der Energieaufwand bei der Nahrungsaufnahme für den Fisch lohnen sollte, demnach sind Streamer oder größere Nymphen die bessere Wahl.
Bei der Trockenen ist das laut meiner Erfahrung anders.
Wenn die angebotene Fliege nicht in das Nahrungsspektrum passt (Augen auf am Fluss)
wird der Fisch dieses Muster auch heikler betrachten und eher seltener nehmen.
Auch die Größe der angebotenen Fliegen ist entscheidend, eher kleinere Hakengrößen verwenden,
dann kommen auch die größeren Fische auch an die Oberfläche.
Besonders die Abendstunden,wenn die Sonne nicht mehr auf die Wasseroberfläche knallt,
können mit der Trockenen wahre Sternstunden bedeuten.
Versuchs doch mal mit kleinen Eintagsfliegenmustern in CDC mit helleren Farben.
Dies bringt bei mir an der Ybbs fast immer einige der Großen zum steigen.
An der Erlauf (das ist glaube ich dein Gewässer) müsste das auch funktionieren.

Petri für deinen nächsten Versuch.
Dateianhänge
Ybbs 2010 009 (800x600).jpg
Bachforelle mit Trockenfliege (CDC) gefangen.
Hakengröße 18er
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Lupus » 05.06.2011, 07:28

Nixon hat geschrieben:Die Trockene ist noch ein eigenes kapital für mich, da schaffte ich es nur, dass einmal danach geschnappt wurde.

Grüße

Als ich Anfänger war, ging es mir ähnlich. Ausserdem dürfte das Problem gewesen sein, dass man am Anfang noch nicht so gut wirft, dass man die Trockene auch wirklich schön locker aufsetzt und vor allem zu wenig probiert (jetzt habe ich ´halt die große Rehhaar drauf, weil die nicht sinkt und ich schon mal einen Fisch damit gefangen hab, und zum neu Binden bin ich zu faul....) .
Oft werden auch die Vorfächer zu kurz verwendet, sodass die Trockene zu schnell dreggt, oder die Fische sehen das Vorfach oder man überwirft so, dass die Fische alarmiert werden.
Bei mir ist es eigentlich so, dass ich als erstes immer die Trockene probiere (ausser wenn wirklich die Wasser -und Wetterverhältnisse nicht dafür stehen) und oft bringt man auch Fische zum steigen, wenn auch nicht ein klassischer Abendsprung ist und überall Ringe sind.
Die von Ybbs Äsche beschriebenen CDC in Grau sind wirklich oft eine sehr gute Wahl. Ich hatte schon Tage, wo ich den ganzen Tag nur mit sowas fischte und fing, und erst am Abend die graue CDC durch eine braune ersetzte.
Aber für diese Fliegen brauchst Du einen Amadou (Schwammerl zum Trocknen der Fliege). Ich verwende die CDC aber nicht, wenn sehr viele kleine Fische sind oder haufenweise Trupps von Aiteln, denn dann wird die doch schwer zum Schwimmen erhaltbare CDC einfach zu schnell verschlatzt.
Wenn ich aber wo bessere Fische orte und sehe, dass sie nicht total nur auf unten fixiert sind, also schon die Augerln auch ein bisserl in die Höhe blicken lassen (lach), probiere ich sehr gerne die ganz zart aufgesetzte CDC Eintagsfliege und gar nicht selten macht es sehr entschieden "schwapp".
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Nixon » 05.06.2011, 22:27

Ich versuche mich ja eh immer an der Nase zu nehmen aber zur Zeit komme ich grad mal 2 Tage heim und da will ich dann fischen (mein anderes Revier für die Raubfische muss jetzt eh auch in Angriff genommen werden). Ich sollte mal mit dem Radl mal bisschen mehr beobachten fahren und auch mal mehr probieren, mein neigt halt dazu dass es mal um Fische fangen und noch nicht ganz ums wie geht. Ich versuche zwar Anfangs immer bisschen Kür zu machen, oft wird aber dann doch eher die "Pflicht" vorgezogen und da ist einfach so, runter werfen und ne größere Nymphe/Stream raufzupfen, wobei mir eher schnelleres Einholen jetzt mehr Bisse brachte und letztens gingen da schon 8 Landungen und insgesamt über 10 Drills wobei wenn ich sehe das der Fisch klein ist, es schon schaffe in durch den Drill (dank widerhakenlos) frei zubekommen, als keine Hand oder kein Netz daran.

War eh letztens schon an einem Fischerstammtisch und muss auch mit einem Aufseher (angebot von ihm) mal zu eine privaten Fliegenbinder in unserer Nähe düsen. Mittlerweile lerne ich schon mehr leute an unserem Wasser kennen und hoffe dann auf Tipps von den Erfahrenen.
Wobei ich schon meine eigene Sache machen will und nicht blind kopieren.

Bei der Trockenen ists halt so, Werfen tue ich glaub ich schon ganz gut, sonst hätte wohl der fisch nicht danach geschnappt, hatte selbst beim Kurs schon mal einen Drill mit der Trockenen, jedoch ists, wie Lupus schon sagt, das Thema mit dem dreggen...
Bei mir ists jetzt eher Zeit an der Präsentation und Wurfstil zu feilen als am schaffe ich es die 10m wo die Fische stehen...
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Re: Taktik am Wasser

Beitragvon Lupus » 06.06.2011, 05:25

Hallo Nixon!
Es ist natürlich klar, wenn man weniger Zeit hat und dann auch noch klarerweise (keiner versteht das Universelle besser als ich) auch den Altarm oder sowas auf Zander/Hechtn befischen will, kommt das Lernen durch Beobachten etwas zu kurz. Aber das macht nichts. Mir ist es am Anfang genauso gegangen.
Die „Sache“ war ´halt am Anfang bei mir die, dass ich zwar natürlich mächtig stolz war, als ich meine erste maßige Regenbognerin im Körberl liegen hatte, aber irgendwann kommst Du drauf, dass das Nymphen- und Streamer-Raufzupfen, wie Du es ganz treffend nennst, nicht das Eigentliche am Fliegenfischen ist, sondern schon a bissl mehr in´s Spinnfischen geht, nur dass es ´halt a Fliegenzeugl ist.
Irgendwann nach der zweiten Saison (der Sättigungseffekt dauert bei einem Universalfischer länger, weil er eh auf vielen Wassern daheim ist), machte ich es mir zur Aufgabe, das „raufzupfen“ eher nur mehr selten zu machen, zum Beispiel eher am Anfang der Saison auf eher leichtgläubige Fische, die noch so blöd sind, dass sie einem gezupften Goldkopfnympherl nachfahren.
Beim Nymphenfischen ist es dann eben nicht das „raufzupfen“, sondern der Versuch, die Nymphe so zu präsentieren, wie sich Unterwassernahrung der Fische gerade bietet. Das heißt eben dann, die Nymphe richtig im richtigen Tempo und der richtigen Tiefe unauffällig driften zu lassen, oder für wirklich fast „grundelnde“ Fische langsam am Grund rollen zu lassen, dies bei höchster Konzentration auf jedes „bissverdächtige Verhalten“. Also nicht den Biss erst bemerken, wenn eine gierige Besatzforelle „hineinhackt“ .
Über das Trockenfliegenfischen könnte ich natürlich auch viel schreiben, vor allem, weil ich um Klassen lieber Trockenfliege angle als Nymphe. Man muss sich doch nicht so scharf konzentrieren bei der Trockenfliege, bilde ich mir ein.
Aber glaube mir: Man kann noch nicht von sich sagen, man wirft ordentlich, wenn man eben hin und wieder einen Fisch zum Steigen bringt. Ausserdem ist das „werfen“ eh nur eine der Komponenten….
Aber Du bist schon sehr sehr stark auf dem richtigen Weg.
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