In vielen Gewässern gibt es diese für mich völlig unverständliche Vorschrift: "Spinnfischen ist erst ab 1.9. gestattet". Jetzt frage ich einmal ehrlich, was das soll, denn die Raubfische sind ja schon in der Regel ab 1.6. frei. Sicher bleibt es jedem unbenommen, mit totem Köderfisch zu angeln, nur: Erstens ist der tote Köfi oft erst im Spätherbst richtig erfolgreich (habe ich zumindest viele viele Jahre lang beobachtet), und zweitens haben nicht alle Angler Lust, nur stillzusitzen und zu warten. Ich möchte jetzt keine Klassifizierungen durchführen, aber ist nicht im Ernstfall schonender und auch "sportlicher", wenn der Fisch am Spinnköder ganz vorne hängt und problemlos als Untermaßiger zurückgesetzt werden kann, als dass er einen Naturköder schluckt, entweder weil man zu lange gewartet hat oder einfach den Biss nicht bemerken konnte.
Mir kommt das zeitliche Spinnfischverbot fast so vor, wie wenn an einem Salmonidengewässer , was jetzt absurd klingt- Fliegenfischen verboten wäre, aber der Wurm (iiiih!) erlaubt ist.
Zum Glück wurde in unserem Verein dieses Verbot aufgehoben, als der lebende Köfi verboten wurde, da gewissermassen ein Ausgleich geschaffen werden sollte. Schließlich hat sich die Spinnfischerei gerade seit dem Verbot des Lebendköders sehr entwickelt. In anderen Ländern ist es sowieso verpönt, Hechte etc. überhaupt anderes zu beangeln als mit Spinnrute, siehe Skandinavien, und natürlich auch Nordamerika....










