Spinn-und Fliegenfischen im Moldau Fluss
Die Schonzeit für Raubfische am Lipno dauert leider bis 16. Juni, also war ich schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Ausweichgewässer zur Überbrückung der langen Wartezeit.
Von meinem Bekannten Andi Steidl habe ich gehört, dass im Zufluss zum Lipno die Hechte nicht geschont sind, weil man diese aus dem Forellengewässer entfernen möchte und man daher sofort nach der Forellenschonzeit ab 16. April auch auf Hecht fischen darf.
Also bat ich Andi, dass er mich einmal in dieses Gewässer mitnimmt.
Einziger Wermutstropfen in diesem Gebiet ist, dass man nur an wenigen Stellen mit dem Auto zufahren kann. Man hat einen langen und anstrengenden Fußmarsch vor sich, als Ausgleich dafür ist man dann aber in absolut unberührter Natur auf weiten Strecken vollständig alleine unterwegs.
Es gibt auch keine Wege entlang des Flusses, dafür wird man mit einem einzigartigen Anblick belohnt. Man schlagt sich sozusagen durch das Gebüsch und fühlt sich dabei als wäre man im tiefsten Skandinavien in einem Adventure Camp. Der Fluss fließt durch den Naturpark Böhmerwald, im Dreiländereck, also von der österreichischen und der deutschen Grenze gerade mal 20km entfernt. Übrig geblieben Bunker zeugen noch von anderen Zeiten, wie das kommunistische Regiem noch das Sagen hatte.
Andi wollte es mit der Fliegenrute probieren, ich habe eine kurze Spinnrute und kleine Wobbler verwendet.
Es ist nicht der Reiz eines besonders großen Fisches der einen anspornt, sondern der Jagdinstinkt bei der Suche nach einer Erfolg versprechenden Stelle, nach einem kleinen Kehrwasser, einem Gumpen oder einem im Wasser liegenden Baum, wo man die Standplätze der Fische vermutet. Und es ist der Triumph wenn man dann doch den einen oder anderen Fisch überlistet.
Zielfische waren Forellen, Äschen, Hechte und Barsche. Leider war der Wasserstand sehr niedrig was das Angeln doch erheblich erschwert hat. Normalerweise fließen hier doch 10 m3/sec Wasser, heute war es gerade einmal die Hälfte.
Wir konnten aber trotzdem einen Barsch und einen Hecht fangen, einen weiteren Hecht und eine schöne Bachforelle haben wir im Drill verloren.
Es war ein schöner, wenn auch anstrengender Tag, den ich auf jeden Fall wiederholen werde.
Wenn wer Interesse hat Andi Steidl bietet auch professionelles Guiding in diesem Gebiet an,
mehr auf seiner Homepage: http://www.andis-fishingadventure.com





