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so fein wie möglich, so stark wie nötig???

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so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon kunifax » 28.12.2011, 00:26

Hallo !

So fein wie möglich, so stark wie nötig?

Gilt das heutzutage noch?

Bei der Tragkraft unserer Vorfachspitzen bezweifle ich, daß dieser Spruch noch zeitgemäß ist.

P.H.
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon doublefish » 28.12.2011, 08:22

Guten Morgen!

Also ich lege mich eher auf die sichere seite was die vorfachstärke betrifft. Wenn die fische recht spooky sind, verlängere ich eher (ggf. mit einem FC tippet material) als ein feineres vorfach zu nehmen.

Matt
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon Schloma » 28.12.2011, 08:26

.... ich verwende eigentlich nicht was unter 0,14 ist. Gehe eher den Weg mit dem entsprechenden Material und längerem Vorfach wenn die Flossinger sehr scheu sind ... fange damit auch meine Fische und wenns nicht sein soll ist es auch "wurscht".

Vorfachbruch wegen Unterdimensionierung versuche ich zu vermeiden und gehe eher um eine Stärke höher ins Rennen.
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon kunifax » 28.12.2011, 09:47

Hallo !

Vielleich habe ich die Problematik nicht herausgearbeitet.

Besonders bei vorfachscheuen Fischen ist es doch notwendig, wenn man nicht die kleinen "Dummen" fangen will, mit der Tippetstärke herunterzugehen.

Meine Vorfachspitzen in 10 und 12 haben eine Tragkraft von 1,1 bzw 1,3 kg, davon konnten wir vor 30 Jahren (damals hatte das 14er 750 g!) nur träumen. Wenn man bei der 12er 30% für den Knoten abzieht, so bleibt ungefähr 1 Kpd Zugkraft übrig.

Versucht doch mal ein 1 kg Gewicht mit einer Schnurklasse 5 vom Boden ab zu heben, das gelingt nur mit großer Mühe!

Meistens passiert doch der Vorfachbruch durch einen viel zu starken "Anhieb", den es eben beim Fliegenfischen nicht braucht.

P.H.
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon Hellvis » 28.12.2011, 10:02

Hallo Kunifax,

wollte auch gerade etwas in diese Richtung schreiben. Bei solchen Vorfachfragen habe ich gelegentlich das Gefühl, dass man in den Siebziger-Jahren des letzten Jahrhunderts stehen geblieben ist (das betrifft etwa auch das Selberknüpfen von Vorfächern - da wird man fast immer an die dreißig Jahre alten Anleitungen verwiesen). Ich muss einmal schauen, was Stoll/Gebetsroither dazu schreiben.
Das Material ist aber wesentlich besser geworden.
Auch die Auswahl ist inzwischen sehr vielfältig. Man muss ja nicht das Stroft vom örtlichen Händler nehmen - wiewohl es sich dreißig Jahre bewährt hat ;-)
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon doublefish » 28.12.2011, 10:04

kunifax hat geschrieben: viel zu starken "Anhieb", den es eben beim Fliegenfischen nicht braucht.


Das hängt vom "zielfisch" ab ob man ordentlich anschlagen MUSS oder nicht. Aber grundsätzlich hast du sicher recht: für forellen, äschen und co. schlägt man (da schließe ich mich selber auch ein) oft zu stark an und deswegen bricht eben das vorfach oder der knoten in selbigem.

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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon Schloma » 28.12.2011, 10:23

Kunifax,

ich hab es mit 10 FC probiert und es war mir zu unsicher .... die Knotenfestigkeit ist mir nicht ausreichend genug, hatte ich doch immer wieder Schnurbrüche am Knoten beim Übergang zum anderen Vorfach oder der Fliege.
Da war der Fehler aber nicht beim Anhieb sondern oft an der Art des Fisches, wenn er entsprechende Luftsprünge und Schläge im Drill macht.

Alles was für die 0,14 zu scheu ist soll es lassen .... ist eben meine Meinung dazu.
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon kunifax » 28.12.2011, 10:31

Hallo !

Du sprichst von Knotenbruch, da scheint Dein Knoten vielleicht nicht ganz der richtige zu sein, wäre das mögtich?

Ein Clinchknoten in Verbindung mit einem Fluorcarbonvorfach und harter Rute ist ein geplanter Tippetbruch, meiner Erfahrung nach.

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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon korsikaphil » 28.12.2011, 10:52

Ich find den Gedanken seltsam, man würde nur mit feinsten Vorfächern gute Fische fangen. Schließlich haben die wenigsten Fische einen Messschieber dabei :roll:
Gelten mag das noch beim Naturköderangeln, wo der Fisch den Köder samt Haken und Vorfach wirklich ins Maul nimmt, drauf herumkaut, und bei Verdacht wieder ausspuckt.
Beim Angeln mit Kunstködern kommts dagegen ja nur auf die Sichtigkeit des Materials an, und da schenken sich eine 14er und eine 10er Schnur garnix.

Zudem hat das etwas stärkere Material den Vorteil, steifer zu sein, was das Handling vereinfacht. Es streckt sich auch besser aufs Wasser, und legt sich nicht in Kringeln ab, und die sind das einzige, was micht aus Fischsicht doch ein wenig stutzig machen würde.

Und: 14er Schnüre lösen so manchen Hänger :D
A float tip is pleasant in its appearance, and even more pleasant in its disappearance!
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon Schloma » 28.12.2011, 11:46

@ Kunifax,

habe viel Knoten probiert und an der Rute kann es nicht liegen.

So fein habe ich es nur mit einer 2/3# RST M3 fly LL probiert und diese Rute ist wie ein Lämmerschwanz. Die geht sehr schnell in eine gleichmässige voll-parabolische Aktion und federt jedes noch so kleine, aber auch größere " Stößchen " ab ....


Könnte mir vorstellen das es am FC liegt, bin aber seit dem nicht mehr darauf zurück gekommen.
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon Hellvis » 28.12.2011, 11:53

Die Knotenfestigkeit von FC ist schlechter als von "normaler Mono". Wenn man mit dünnen Schnüren ans Limit will, wäre vielleicht eine Mono besser.

Alles aus google:
Stroft GTM hält in 0,10 1,4kg
Strfot FC2 in 0,11 hält 1,3 kg
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon red tag » 28.12.2011, 12:39

Hallo Leute!
Mache mir da eigentlich wenig Gedanken darüber. Verwende bei größeren Trockenfliegen und Nymphen 16 bis 18er. Bei ganz großen Trockenfliegen/Nymphen/streamer ab 20er aufwärts. Zum feinen Äschenfischen 14 oder 15er. Ganz selten 12er. Für schwierige Fälle. Wenn die Äschen verweigern liegt es meistens an meinen unvermögen und die Fliege dreggt :D Entfetten der Vorfachspitze hilft da auch oft. Durch meine weicheren Ruten schlag ich wenig Fliegen ab auch wenn ich einmal zu heftig Anschlage.
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon DryFly » 28.12.2011, 16:51

Ein schönes Thema, geeignet für einen neuen Glaubenskrieg - hat denn die Schonzeit schon eingesetzt? ;-)

Bei der feinen Herbstfischerei wird man an manchen Gewässern nicht an 0.10 bzw. 0.12 herum kommen, da man stärkere Vorfachspitzen nicht, oder nur schwer durch das Öhr einer 20er Fliege bekommt. An einigen von mir befischten Gewässern wird man aber im November mit einer #12 Fliege nix fangen. Da kann man es in der Badewanne auch probieren ;-)
Natürlich muss da aber auch die Rute dazu passen. Ein steifer Prügel in einer hohen Schnurklasse ist da "mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" fehl am Platz.
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
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Re: so fein wie möglich, so stark wie nötig???

Beitragvon FrankHund » 28.12.2011, 20:13

Hallo.
Ich bin immer schon ein Freund feiner Fischerei gewesen. Standard würde ich 0.14-0.16 bezeichnen. Kann mich an keinen abgerissenen Fisch erinnern. Gerne auch mal ne 0,12 Verwende nur bei der Nypmhenfischerei evtl. 0,18 bis max 0,20 einfach um nicht jede Fiege zu verlieren die mal wo hängen bleibt, damit meine ich den Grund bzw. Geäst und kein Fischmaul. :D Standard ist trotzem 0,16 auch wenn ich den Abschnitt kenne und keine großen Hindernisse im Weg habe. Bei den Stroft Vorfächern biegen eher meine Fliegen auf bevor da was abreist. :up2:
Hab auch schon Karpfen mit 0,12er Vorfächern ausgedrillt wenns seinerzeit mal wieder beim Friedfischangeln rappelte.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Vertrauen in Knoten+ Material noch nicht ganz dort ist wo man es haben könnte. Habt ihr schon mal eure Montage an nem Eimer zB montiert und dann mal Druck aufgebaut. Da bangt ihr um eure Gerten bevor da was reissen wird. :up2:

Lieber netter gruß
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