von Lupus » 23.08.2005, 06:25
Es scheint überhaupt so zu sein, dass seit einiger Zeit alle möglichen Viecher das Angeln zur Plage machen. Bei uns am Schillerwasser sind es die Schildkröten. Kaum fängt man an einem Platz zu angeln an und füttert die erlaubten zwei Händevoll Futter an, kommen schon Luftblasen. Zu Beginn freute ich mich und dachte, Karpfen/Schlei sind schon da, aber dann kommt der erste Zupfer, die Pose geht ganz langsam unter und bleibt knapp unter der Wasseroberfläche stehen. Und dran hängt eine Schildkröte. Genauso lästig ist es beim Angeln mit totem Köfi am Grund, aber auch mit Schwimmer. Manchmal werden die Köfis einfach zerbissen, ein anderes Mal hast Du, so glaubt man, einen Megabiss, die Schnurr rennt wie wahnsinnig von der Spule, und dann.....entweder nichts, oder eben eine Schildkröte.
Was an anderen Gewässern die Signalkrebse als Ärgernis darstellen, sind es in Norddeutschland soviel ich weiß auch die Wollhandkrabben.
Es ist schon ein sehr lästiges Gefühl, wenn man bei einer Bewegung des Schwimmers oder sonstigen Bissanzeiger sich gleich denkt, das ist eh kein Fisch.
Sehr lästig sind an unserem Revier auch die Biber. Da werden schöne Uferbäume einfach umgefällt von den Viechern und hast Du einen schönen Platz, wo Du gerne angeln möchtest, kannst Du gar nicht sicher sein, ob das nächste Mal dieser Platz nicht schon tabu ist, weil ein Mordstrumm-Baumstamm dort quer im Wasser liegt.