von Lupus » 21.05.2011, 07:21
Also der abgebildete Fisch ist eindeutig eine Nase (chondrostoma nasus).
Aber wie Polsi bereits sagt. Bei allem, was man über die Lebensgewohnheiten der Nase weíß, würde es mir völlig unwahrscheinlich erscheinen, dass dieser Fisch in einem stehenden Wasser - in großer Tiefe! - existieren würde, wenn auch nur periodisch.
Ich sah einmal, wie im Zuge eines Kraftwerksbaues eine ehemalige schöne Donauschlinge zu einem Altarm umgebaut wurde, und als das alles noch ziemlich neu und kahl war und die Schotterstruktur des Flusses hatte, sah ich ein paar Nasen, die alles andere als "glücklich" aussahen und ziellos im flachen Uferwasser hin und her irrten. Dieser Fisch ist eben doch ein typischer Strömungsfisch.
Ich tippe einfach bei den "nasenartigen Fischen in großer Tiefe" auf Perlfisch. Dieser Fisch würde in der Farbe und mit unterständigem Maul auf den ersten Blick leicht als Nase eingeschätzt werden können. Würde ich "gaach" so einen Fisch sehen, könnte es auch sein, dass ich auf den ersten Blick denke eine Nase, aber beim Perlfisch (leuciscus meidingeri) passt total die Beschreibung "tiefes Wasser im See". Denn dieser Fisch lebt normal am tieferen Seegrund von Salzkammergutseen wie auch der Mondsee.
Und die Blaunase (Rußnase sagen wir in Wien, Zährte sagen sie in Deutschland) mit ihrer angeblich anerkannten Unterart "Seerüssling" habe ich schon erwähnt, die dürfte aber eher nicht in der Tiefe zu finden sein.
Schade, dass unser wirklich sattelfester Ichthyologe @frauennerfling nicht mehr hier aktiv zu sein scheint. Der wußte und weiß viel über diese Fische und hatte ich seitenlange Diskussionen darüber. Ein bissl kenn ich mich ja auch aus, aber gegen den bin ich nur ein "Lercherl-Sch.....".