von Lupus » 08.05.2006, 11:33
Ich bleibe dabei: Gefettete Schur und Segelpose sind für mich zwei untrennbare Begriffe. Eine sinkende Schnur kann das freie Herumsegeln der Pose verhindern. Es kann auch noch andere Gründe geben: Vielleicht war zu tief gesenkt und der Köfi ist am Grund festgesessen oder in ein paar Pflanzenhalmen. Ich betreibe das Segelposenfischen eher aktiv und mache ab und zu einen Ruck, um mich zu vergewissern, dass wirklich alles schwebt.
Ausserdem: Ich verwende mit Vorliebe eigenschwere Segelposen. Das heisst, die Pose steht schon, wenn sie unbeschwert ist. Dann brauche ich kaum mehr Bleibeschwerung oder das Gewicht des Köderfisches reicht schon aus. Wichtig ist nur, dass die Schwimmblase des Köderfisches zerstochen oder entfernt ist, denn sonst sinkt er nicht. Ich schneide mit einem Messer einen Querschnitt in den Bauch des toten Köderfisches, drücke dann die Schwimmblase raus und lasse auch ein wenig von den Eingeweiden heraushängen als zusätzliche Duftfahne.
Ich habe viele Jahre so gefischt und sehr viele Hechte damit gefangen, vorwiegend allerdings im Herbst.
Wenn die Methode allerdings so angewendet wird, wie ich es beschrieben habe, sucht sie schon recht gut ein gewisses Ausmaß an Wasserfläche ab und der Erfolg wird sich sicher einstellen.
Trotzdem ziehe ich seit letztem Jahr das Spinnangeln vor und verwende diese Methode eher dann, wenn ich das Gefühl habe, die Hechte sind träge, oder wenn ich einfach mal Lust habe, länger an einem Platze zu verweilen, oder sonstige Umstände das Spinnangeln unmöglich erscheinen lassen (in einem Teilrevier meines Gesamtrevieres ist Spinnfischen erst ab 1.9. gestattet-Nationalparkverordnung!).