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Schwacher Juli

Zander,Hecht,Wels,Barsch&Co

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Schwacher Juli

Beitragvon thomasfischt » 26.07.2011, 17:32

Hallo Liebe Angelkollegen!

Mir ist es aufgefallen, daß trotz intensivem Fischen auf Raubfische, der Juli eher bescheiden ausgefallen ist. Gingen im Juni Zander besonders gut und letztes Jahr im Juli in meinem Gebiet die Hechte wie verrückt, hab ich diesen Juli erst einen Hecht und gestern einen Zander fangen können.
Selbst die Karpfen, auf die ich mich immer verlassen konnte sind ein bischen faul.
Hat das mit dem heissen Wetter vorrige Wochen zu tun?
Wie sind eure Erfahrungen im Vergleich zum letzten Jahr(e).

Würde mich interessieren....


Lg
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Beitragvon Anonymer Thomas » 26.07.2011, 19:25

also bei mir wars ähnlich, schuld daran denk ich sind die ständig wechselnden luftdrücke und die starken temperaturschwankungen
Er hat sich gestreubt und gewehrt, aber schliesslich hatte ich ihn doch am Haken. Das war vielleicht ein Teufelswurm! Ich hätte schwören können dass ich damit was fange --- Hal aus Malcolm mittendrin ---
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Polsi » 26.07.2011, 20:29

Richtig, auch die Karpfen wollen nicht mehr so wie noch vor der Laichzeit. Ich gebe den Wetterkapriolen und dem gestiegenen Befischungsdruck die Schuld. Wird sich hoffentlich wieder ändern, zumindest das Wetter...
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon ssnake14 » 26.07.2011, 21:31

Ich gebe auch den Extremen Temperaturschwankungen schuld an der Beissflaute habe es auch sehr gut im Frühjahr erlebt wenn da das Wetter gleichmäsig mitspielt fange ich 40-50 Russnasen im Monat neben Barben und andere Weisfische aber wenn sich das wetter dauernd ständig von einen Tag zum anderen Ändert sind es nur mehr Glückstreffer.
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Lupus » 27.07.2011, 06:16

Eigentlich geht es bei dem Thema ja um Raubfische.

Ja es stimmt. Wenn man den Juni nicht nützten konnte, wird es ein bisschen „eng“ bis September. Zumindest für den Normalsterblichen, der nicht „Hochglanzangelzeitschrift-Berichterstatter“ ist, denn glaubt man Jahr für Jahr diesen dicken fotostrotzenden Heften, so sind ja selbst die ganz heißen Monate „boah ey super affengeil auf Zander und Co“. Ganze Legionen von Kunstködern, die jenseits meines Verstandes und meines Geldbeutels sind, werden extra dafür angeboten. Aber solange ich noch nicht den Unterschied zwischen „Crank“ und „Gesund“ –Baits weiß, kann ich da nicht mithalten.

Spass beiseite: Voriges Jahr z.B. waren es unangenehme Umstände, die mich im Juni nicht ans Wasser ließen. Ich hätte mich dafür im nach hinein in den „A….“ beissen können, denn Juli August brachte zwar ein paar schöne Stückeln, aber ohne ausgiebige „Schneidereien“ (auf die ich eher empfindlich bin) ging es nicht.
Da mußte dann erst der September Abhilfe schaffen.

Im Idealfall bin ich (als Universalangler und deklarierter Nicht-Spezialist in irgendeiner Disziplin) einer, der sich die Rosinen aus dem Kuchen rausklaubt. Rauber, die befisch ich gern im Juni und dann wieder ab September und mit steigender Tendenz wenn´s immer kälter wird.
Juli und August ist mir ein kühler Bergbach mit Forellen etc. lieber, oder als Ausgleich ein Ansitz auf Karpfen, aber da bin ich dann ab 8 Uhr früh „a Wolkn“.
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon D.D. » 27.07.2011, 06:59

kann dem ganzen nicht zustimmen
halte vom Luftdruckundwettergefasel nicht viel
Hab mich noch nie darum gekümmert da all diese Einflüsse keine Rücksicht auf die Zeit nehmen die ich in der Lage bin am Wasser zu sein
Hechte muss man suchen, habe auch dieses Jahr einige Zeit damit verbracht ihnen nachzustellen und vorher musste ich mal Plätze finden an denen sie immer wieder stehen.
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Lepidorfer » 27.07.2011, 10:51

Die Rauber gehen bei uns dieses Jahr generell schlecht!!!

Wurden bis jetzt nur ganz selten welche gefangen!!!

Ich vermute das die Räuber ihre Fressphasen in die Nacht verlegt haben...
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Romario » 27.07.2011, 12:06

Same here!
Ich war im Juli gezählte 14 mal (=12-16stunden) fischen (auf raubfische) und das ergebnis war (im gegensatz zum letzten juli) ernüchternd:
Hecht: ein 46er baby und ein schöner verlorener beim keschern
Zander: zwei Stück - alle untermassig
Rapfen: einen einzigen mit knapp 60
Aitel: ein paar Kleine, einer mit 56cm ganz ok
Wels: nix
warum frag ich mich schon die ganze zeit. meine erklärung:
-niedrigwasser dann hochwasser
-zu niedrige temperatur
-zu große Luftdruckschwankungen
- zu trübes Gewässer grad beim Hochwasser

und @DD - glaub mir ich geh jedesmal so meine 6-8km beim Spinnfischen - also die Bemühungen sind da - manchmal beissens einfach net - auch wennst dir den arsch dabei aufreisst :shock:

greets
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon D.D. » 27.07.2011, 12:22

Ich glaube gerne alles, vieles...manches
aber ich interessiere mich einfach nicht für irgendwelche Theorien die man dann in der Praxis nicht verwenden kann da sie einfach unabänderbar sind
und ich werde auch keine Gegenüberstellung der gefangenen Fische und der Zeit die ich am Wasser verbrachte anstellen.
interessiert mich einfach nicht...wenn es läuft dann läuft´s und wenn nicht, war ich trotzdem fischen
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Anonymer Thomas » 27.07.2011, 14:14

D.D. hat geschrieben:kann dem ganzen nicht zustimmen
halte vom Luftdruckundwettergefasel nicht viel
Hab mich noch nie darum gekümmert da all diese Einflüsse keine Rücksicht auf die Zeit nehmen die ich in der Lage bin am Wasser zu sein
Hechte muss man suchen, habe auch dieses Jahr einige Zeit damit verbracht ihnen nachzustellen und vorher musste ich mal Plätze finden an denen sie immer wieder stehen.


kommt wahrscheinlich stark aufs gewässer an.
in meinem donau altarm den ich hauptsächlich befische können sich die fische bei extremen temperaturen nicht wirklich zurückziehen, da der ganze arm nicht sonderlich tief ist.
als ich aber neulich am neufeldersee schleppen war und ähnlichen temperaturen ausgesetzt war konnte ich gut beobachten (anhand der bisse) dass in den frühen morgenstunden die Hechte noch recht flach standen und auf Köder mit etwa 2,5 meter lauftiefe bissen.

Im laufe des Tages wo es mal wieder unglaublich heiss wurde montierte ich dann richtig schwere Schleppköder die meiner Einschätzung nach irgendwo zwischen 6 und 9 Meter tief gelaufen sind, also ca. dort wo ich als Taucher die Sprungschicht kenne, und da haben sie dann plötzlich wieder gebissen.
Vielleicht kannst ja mal dokumentieren wo und in welcher Tiefe deine Hechte beissen. Letztes Jahr hab ich einen mit 1.18m gefangen, überraschender Weise ganz im flachen Wasser allerdings wars da schon lange Dunkel und abgekühlt.
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Andreas » 27.07.2011, 14:28

Lepidorfer hat geschrieben:Ich vermute das die Räuber ihre Fressphasen in die Nacht verlegt haben...


Ich vermute genau das Gegenteil. Ich habe vor allem meine Zander in der Donau heuer oft am hellichten Tag bei strahlendem Sonnenschein gefangen. Nicht zuletzt weil der Fluß schon seit Monaten trübes Wasser führt - perfekte Bedingungen für den sonst nachtaktiven Zander.
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon D.D. » 28.07.2011, 06:20

Ich für meinen Teil halte es sehr einfach
Ich gehe dann fischen wenn ich Lust und Laune und vorallem Zeit habe
Die ersten beiden Punkte wären ständig gegeben :wink:
Habe meine Fische zu allen möglichen Zeiten gefangen
sehr zeitig und auch spät in die Dunkelheit hinein
und auch bei irrer Hitze zu Mittag
einzig die Nachtstunden hab ich ausgelassen

gefangen hab ich im Seichten und auch im Tiefen
die Plätze die ich mir ausgesucht habe schwanken zwischen manchmal nur 80 cm bis zu 3-4 Meter
Für mich macht es den Aschein dass es einfach wirklich wichtig ist einen Platz wirklich gut abzuackern und nicht nach einer halben Stunde den Platz wechselt und x-mal Köder ummontiert.
Habe so gut wie alles aus den Taschen genommen und verwende 2 verschiedene Köder
Die hab ich auch in allen Farben schon durchs Wasser gekurbelt und konnte von der Fängigkeit keinen Unterschied feststellen.
Ich halte mich da ganz einfach an manche Blackbassheroes die mit 2 Köder ans Wasser gehen und den Leuten den Hintern aushauen
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Lupus » 28.07.2011, 06:52

Ist schon ein interessantes Thema!

Hallo Freunde!

Ich sehe, @Lepidorfer vermutet, dass die Zander ihre Aktivität in die Nacht verlegen, und @Andreas Zachbauer verweist auf die Zanderfänge zu Mittag in der Donau.
Dazu möchte ich sagen: Ich habe in einer Angelzeitschrift jetzt auch einen Artikel über Sommerzander zur größten Mittagshitze gelesen, und zwar im Rhein.
Wahrscheinlich ist es in Flüssen eben ganz anders als in Altarmen oder Schottergruben. Ich muß sagen, dass die einzigen Zander, die ich „mitten am Tag“ gefangen habe, im Spätherbst waren. Ansonsten glaube ich, von Juni bis September oder auch Oktober keinen Zander gefangen zu haben, wenn es nicht zumindest schon sehr dämmrig war. Dagegen wunderte ich mich vor Jahren oft, wenn ich Ende November kurz vor Dunkelheit statt einem Zander noch einen Hecht fing, während die Zander mittags, oft sogar bei hellem Sonnenschein bissen.
Im Strom , also Donau oder Rhein ist das wohl anders, aber da ich nicht im Strom fische, habe ich ehrlichgesagt, den Artikel im Blinker überblattelt und nur mitbekommen, dass der ´halt zu Mittag seine Zander dort im Rhein fängt.

Etwas anderes:

Kann es sein, dass Erfolg/Mißerfolg auch damit zusammenhängt, wie stark ein Gewässer befischt wird? Vor allem deshalb, weil an den meisten Gewässern die Hechtn und Zander ab 1.6. frei sind und alles was eine Lizenz hat, wie wahnsinnig die Spinnruten durch die Gegend „prügelt“ und mehr oder weniger erfolgreiche Kunstköder durchs Wasser fetzt. Auch wenn das nicht alles reine Fleischfischer sind, werden die Rauber sicher vorsichtiger nach so einer Spinnfisch-Orgie.
Der wirklich gewiefte Angler wird auch an schwierigen und überfischten Gewässern seine Fische fangen, aber die breite Masse sagt dann „im Sommer geht nix“.
Mich erinnert das an eher stark befischte stadtnahe Forellenbäche, wo alles was eine Fliegenrute schwingen kann, mit Goldkopfnymphen fischt. Vor allem gleich nach der Schonzeit ab 16.3. geht das dann ein paar Wochen ganz gut, und jeder „stopft“ in sich rein.
Wenn ich dann losziehe und es erst richtig interessant wird, flüchtet Dir jede Rotgetupfte vor einer Goldkopfnymphe davon wie der Teufel vor´m Weihwasser. Fische ich aber mit klassischen Mustern oder beobachte das Steigeverhalten, komme ich zu sehr sehr guten Erfolgen. Ich will Euch da nicht mit Fliegenfischersachen langweilen, aber der Draht ist doch ziemlich direkt. Wer gut im Bachforellenüberlisten ist, ist auch ein guter Hechtnfischer, wage ich zu sagen.
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon Lepidorfer » 28.07.2011, 07:23

@ Lupus

Ich habe den Artikel in der F&F gelesen, da geht es darum das die Zander schattige Plätze bevorzugen... Sprich steile Kanten die unter Wasser einen Schatten werfen...
Und genau dort müssen die Köder hin!

Also das mit den Zanderfängen in der Abenddämmererung kann ich nicht bestätigen, ich habe meine besten Strecke wärend des Vormittags bei 25-30 Grad und Sonnenschein gemacht!!! (siehe raubfisch-saison-2010-t11419.html )

Befische eine alte Lehmgrube 0,5-22 m tief 8 ha...

Am Freitag werd ich die Nacht am Wasser verbringen, habe mir vorgenommen einen schönen Räuber zu fangen!!! (Aber eine Rute werd ich auf Karpfen auslegen!!!)
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Re: Schwacher Juli

Beitragvon thomasfischt » 28.07.2011, 14:29

Klingt interessant.

Ich konnte Zander beobachten die im Juni an einem grell-hellen Tag Schutz vor der Sonnenstrahlung unter den Zillen im Donaualtarm suchten. Ich dachte zunächst an den Schutz des Laiches, aber im Juni waren die Zander denke ich schon fertig mit dem Laichen, da es heuer sehr früh warm geworden ist.
Ich zog einem mal zum testen allerlei Köder vor der Nase vorbei, aber er schien sich nicht dafür zu interessieren. Gegen Abend dann waren sie plötzlich aus ihrem Verstecken verschwunden und dort nicht mehr zu sehen. Ein wenig später schnappte sich einer meinen Köderfisch vom Grund.
Sieht für mich so aus, daß die Zander dort die Tageshitze im Schatten abwarten und dann abends ihren Raubzug starten.

Andererseits biss auch mal einer auf meinen Kopyto um 15:00 bei heiterem Wetter.

Ich denke der Zander ist ein sehr sensibles Wesen, der es versteht sich gut an sein Gewässer anzupassen, andererseits aber auch sehr abhängig von seinem Gewässer ist. Deswegen denke ich kann man Zander aus verschiedenen Gewässern wie zb Strom, tiefer See oder flacher Altarm sehr schwer miteinander vergleichen. Deswegen denke ich entstehen die unterschiedlichen Geschichten über Verhalten und Beisslaue.
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