von Lupus » 28.07.2011, 06:52
Ist schon ein interessantes Thema!
Hallo Freunde!
Ich sehe, @Lepidorfer vermutet, dass die Zander ihre Aktivität in die Nacht verlegen, und @Andreas Zachbauer verweist auf die Zanderfänge zu Mittag in der Donau.
Dazu möchte ich sagen: Ich habe in einer Angelzeitschrift jetzt auch einen Artikel über Sommerzander zur größten Mittagshitze gelesen, und zwar im Rhein.
Wahrscheinlich ist es in Flüssen eben ganz anders als in Altarmen oder Schottergruben. Ich muß sagen, dass die einzigen Zander, die ich „mitten am Tag“ gefangen habe, im Spätherbst waren. Ansonsten glaube ich, von Juni bis September oder auch Oktober keinen Zander gefangen zu haben, wenn es nicht zumindest schon sehr dämmrig war. Dagegen wunderte ich mich vor Jahren oft, wenn ich Ende November kurz vor Dunkelheit statt einem Zander noch einen Hecht fing, während die Zander mittags, oft sogar bei hellem Sonnenschein bissen.
Im Strom , also Donau oder Rhein ist das wohl anders, aber da ich nicht im Strom fische, habe ich ehrlichgesagt, den Artikel im Blinker überblattelt und nur mitbekommen, dass der ´halt zu Mittag seine Zander dort im Rhein fängt.
Etwas anderes:
Kann es sein, dass Erfolg/Mißerfolg auch damit zusammenhängt, wie stark ein Gewässer befischt wird? Vor allem deshalb, weil an den meisten Gewässern die Hechtn und Zander ab 1.6. frei sind und alles was eine Lizenz hat, wie wahnsinnig die Spinnruten durch die Gegend „prügelt“ und mehr oder weniger erfolgreiche Kunstköder durchs Wasser fetzt. Auch wenn das nicht alles reine Fleischfischer sind, werden die Rauber sicher vorsichtiger nach so einer Spinnfisch-Orgie.
Der wirklich gewiefte Angler wird auch an schwierigen und überfischten Gewässern seine Fische fangen, aber die breite Masse sagt dann „im Sommer geht nix“.
Mich erinnert das an eher stark befischte stadtnahe Forellenbäche, wo alles was eine Fliegenrute schwingen kann, mit Goldkopfnymphen fischt. Vor allem gleich nach der Schonzeit ab 16.3. geht das dann ein paar Wochen ganz gut, und jeder „stopft“ in sich rein.
Wenn ich dann losziehe und es erst richtig interessant wird, flüchtet Dir jede Rotgetupfte vor einer Goldkopfnymphe davon wie der Teufel vor´m Weihwasser. Fische ich aber mit klassischen Mustern oder beobachte das Steigeverhalten, komme ich zu sehr sehr guten Erfolgen. Ich will Euch da nicht mit Fliegenfischersachen langweilen, aber der Draht ist doch ziemlich direkt. Wer gut im Bachforellenüberlisten ist, ist auch ein guter Hechtnfischer, wage ich zu sagen.