Willkommen im größten österreichischen Forum rund ums Angeln und Fischen

schnurfrage

Infos über Fliege, Streamer etc.

schnurfrage

Beitragvon red tag » 08.04.2008, 07:21

hallo leute!
es steht nun bald einmal eine neue schnur an.da ich ja in recht verwachsenen revieren fische kommt für mich dort eigentlich nur rollwürfe in frage. ich habe einmal gehört,dass es beim rollieren besser ist, eine schnurklasse höher als angegeben zu verwenden. da sich dabei die rute schneller aufladet. ich verwende eher weichere ruten für die bachfischerei. habt ihr ev tipps ? ist das eine gute idee oder hat das auch nachteile.
fg red tag
red tag
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 993
Registriert: 29.03.2007, 08:01

Werbung

Re: schnurfrage

Beitragvon posti » 08.04.2008, 09:02

Servus Red Tag,
red tag hat geschrieben:hallo leute!
es steht nun bald einmal eine neue schnur an.da ich ja in recht verwachsenen revieren fische kommt für mich dort eigentlich nur rollwürfe in frage. ich habe einmal gehört,dass es beim rollieren besser ist, eine schnurklasse höher als angegeben zu verwenden. da sich dabei die rute schneller aufladet. ich verwende eher weichere ruten für die bachfischerei. habt ihr ev tipps ? ist das eine gute idee oder hat das auch nachteile.
fg red tag

ich würde die Schnurklasse der Rute anpassen, und nicht wegen des Rollwurfes höher gehen. Gute Erfahrungen bei Rollwürfen hab ich mit der Signature von Joan Wulff gemacht. Diese Schnur hab ich auf der 5er, und sie kommt auch auf meine neue 2/3er.
Auch die Far & Fast (Long Belly) von RM hat eine Keule, die Würfe - auch Rollwürfe - im Nahbereich unterstützt. Ich hab diese Schnur auf meiner 4er Rute.

Eine höhere Schnurklasse hat natürlich auch Nachteile:
- sie ist schwerer, und macht deshalb beim Auftreffen aufs Wasser ein wenig mehr Wirbel
- durch das höhere Gewicht wird auf jeden Fall die Rute(nspitze) mehr belastet

Ausserdem bringt's ja ohnehin keine wirklichen Vorteile, wenn sich die Rute schneller auflädt. Sie muss sich RICHTIG aufladen. Da bringt ein zusätzlicher Impuls mit der Schnurhand (wie beim Doppelzug) wesentlich mehr.
posti
 

Re: schnurfrage

Beitragvon Floater » 08.04.2008, 09:42

Servus!

Da ich an der Kainach vor einem ähnlichen Problem stehe hab ich mir die "opti Creek" von Loop gegönnt - auf meiner 3er ist sie echt geil und rollt auch (trotz meiner bescheidenen Kenntnisse) sehr gut!
Fishing isn´t a matter of life and death, it´s much more than that! Each experience is unique!
Floater
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 878
Registriert: 16.03.2005, 17:33
Wohnort: Köflach / Steiermark

Re: schnurfrage

Beitragvon red tag » 08.04.2008, 11:30

hallo
danke floater und posti.
@ posti. ich habe es mir gedacht,dass es schwieiger wird mit einer höheren klasse die fliege schön unaufällig zu servieren. wann genau würdest du den impuls mit der schnurhand machen. (beim rollwurf). die schnur die ich bis jezt verwendete war eine superfine von orvis. sie ist für die weichen, full flex ruten gemacht. ich bin sehr zufrieden mit rute und schnur daher wird es wieder die gleiche schnur werden. ich werde mir wieder die 4er schnur nehmen. werde die rute ev einmal mit einer 5er schnur probieren.
fg red tag
red tag
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 993
Registriert: 29.03.2007, 08:01

Re: schnurfrage

Beitragvon posti » 08.04.2008, 14:52

Servus Red Tag,
red tag hat geschrieben:hallo
danke floater und posti.
@ posti. ich habe es mir gedacht,dass es schwieiger wird mit einer höheren klasse die fliege schön unaufällig zu servieren. wann genau würdest du den impuls mit der schnurhand machen. (beim rollwurf)......

hmmmmm..... wann mach ich das..... hmmmmm. Mit den automatisierten Abläufen ist das so eine Sache: verwenden ist das Eine, und erklären wieder was ganz anderes ;-) Aber ich denke ich setze den zusätzlichen Impuls mit der Schnurhand, wenn die Aufladung am höchsten ist, kurz bevor das letzte Rest'l des Vorfachs aus dem Wasser gehoben wird. Da kommt dann nochmal so richtig Pfeffer rein. Es ist irgendwie wie ein SwitchCast aus dem Stand ;-)
Ob das jetzt jemand verstanden hat, kann ich leider nicht sagen - ich muss das nächste Mal am Wasser diesen Impuls einmal ganz bewusst setzen, damit ich's besser erklären kann :oops:
posti
 

Re: schnurfrage

Beitragvon Siluris » 08.04.2008, 19:53

Hallo red tag,

Prinzipiell solltest Du die Schnurhand vorerst außer Acht lassen.
Auch die Wahl der zu verwendeten Schur ist nicht sooooooo wichtig wie allgemein angenommen.
Viel wichtiger ist ein sauberer Bewegungsablauf.
Eigentlich unterscheidet sich der Rollwurf nicht sonderlich vom Überkopfwurf, was die Rutenführung ( im Vorschwung ) betrifft.
Ich würde Dir empfehlen mit einer Leinenlänge von 7-8Metern zu beginnen.
Lege die Schur gestreckt aufs Wasser.
Dann lasse die Schnur auf dich zugleiten, und führe die Rute seitlich an Dir vorbei.
Stoppe ungefähr Deine Rutenhand in Augenhöhe und !!! 1Uhr !!!.
Es sollte sich nun ein schönes D in Schnurform hinter Dir gebildet haben.
Warte bis die Schnur das Zugleiten auf Dich beendet hat.
Nun wird der Vorschwung sehr ähnlich dem Überkopfwurf nach vorne geführt. ( niemals vorne unten ).
Gleichmäßige Beschleunigung und einen aktiven Stopp bei 11 Uhr.
Da Du weniger Masse an Schnur hinter Dir hast, muss die Vorwärtsbewegung relativ akkurat sein.
Die Schur wird sich vom Wasser abheben, und einen schönen Loop über dem Wasser bilden.
Je tiefer Du den Stopp ausführst, desto eher wird sich die Schnur am Wasser abrollen.
Mit einiger Übung sind Entfernungen bis 15 16 Meter ( ohne Schnurhand ) kein Problem.

Am schönsten gelingt mir der Rollwurf mit DT oder Long Belly´s.

LG, Bernd
Benutzeravatar
Siluris
Brasse
 
Beiträge: 134
Registriert: 15.05.2005, 10:57
Wohnort: Hollenegg, Stmk.

Re: schnurfrage

Beitragvon red tag » 08.04.2008, 20:20

hallo leute!
danke euch noch mal!
@ posti habe ich verstanden. werde es demnächst ausprobieren.
fg red tag
red tag
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 993
Registriert: 29.03.2007, 08:01

Re: schnurfrage

Beitragvon Royal Coachman » 08.04.2008, 21:10

Hallo Red Tag !

Also ich bin ein erklärter Gegner der "eine Schnurklasse höher". Du wirfst gut, also warum sollst Du das machen.

Es wird derzeit von einigen Firmen propagiert, ich finde aber, daß es rein auf den Anfänger hinzielt, damit der schon bei kürzerer Leine etwas "spürt".
Außerdem hat man am Gewässer immer auch einige Stellen, wo eine gewisse Weite gebraucht wird und dann sieht man mit einer zu hohen Schnurklasse alt aus.
Für verwachsene Gewässer verwende ich prinzipiell eine DT, weil man mit der Keule viel mehr Geschwindigkeit braucht, es ist aber wie von den Vorporstern schon gesagt, Geschmacksache.

freundlichst
Gebhard
Royal Coachman
 


Zurück zu Fliegenfischen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste