von Lupus » 15.06.2005, 08:25
Ich habe schon mehrmals Raubfische (Hechte und Zander) gefangen, die bereits schon stark angerostete Haken im Schlund oder Magen hatten. Ja...Zander! Dieser zweifelsohne empfindliche Fisch k a n n auch mit "Piercing" überleben (Betonung liegt natürlich auf k a n n ...denn ich möchte nicht wissen, wieviele Zander schon aus solchen Gründen verendet sind). Der krasseste Fall war in den 70er Jahren, ausgerechnet bei meinem ersten Zander. Ich fand beim Auswaiden im Magensack auf den ersten Blick 2 sehr stark angerostete Einzelhaken, beim näheren Hinsehen wunderte ich mich jedoch, dass diese Haken weder ein Öhr noch eine Platte hatten und kam dann drauf, dass es ein Doppelhaken mit offenem Schenkel war, der einfach im Öhrbereich durchgerostet und somit auseinandergebrochen war. Zu jener Zeit fischten viele (leider) noch mit Doppelhaken (Köderfisch gefädelt) nach der Schluckangelmethode. Auch wenn es tunlichst zu vermeiden ist, so lange zu warten, bis ein Raubfisch völlig verschluckt hat, ist es natürlich nicht immer zu vermeiden ("Platzschlucker"). Trifft so etwas zu und der Fisch ist untermassig, dann bitte nicht versuchen, nach langer Puhlerei den Haken "herauszudoktern", sondern abschneiden. Die einzige, natürlich auch zweifelhafte Überlebenschance. Als letzte krasse Variante bleibt bei einem untermassigen nicht überlebensfähigem Fisch sowieso nur das vorgeschriebene "futtergerechte Zerstückeln". Klar sollte sein, dass ein massiger v erl e t z t e r Fisch, soferne er sich nicht in der Schonzeit befindet, angeeignet werden muss.