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Schleien

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Schleien

Beitragvon xxgonzoxx » 11.06.2011, 16:00

Hi!

Hat wer erfahrung mit Schleien, wie überlistet man sie? Hab beim letzten Karpfenansitz in einer kleinen Bucht mysteriöse^^ Blasen gesehen das für mich ziehmlich nach schleie ausgesehen. Ich habs im Thema Karpfenangeln geschrieben weil das ja eigentlich doch Karpfenartige Fische sind. Wenn wer Erfahrung mit diesen schönen Fischen hat, nur zu :)

LG Gonzo
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Beitragvon Limnologe » 11.06.2011, 16:26

Wichtig ist ein feines Fischen. Schwimmer mit ca 2-3g sollten erste Wahl sein, sofern damit die ausgewählte Stelle zu erreich ist.
Meine bevorzugte Methode ist feines Matchangeln.

Natürlich grundnahe fischen,
Schilfkannten, Seerosenfelder, etc sind oft hotspots
Köder je nach Gewässer Wurm, Mais.
Größtes Problem sind Nebenfische wie Brassen, Rotaugen, etc, wobei es dabei aufs Gewässer ankommt (das du nicht beschrieben hast). Nebenfische sollten auch bei der Köderwahl berücksichtigt werden. Die beiden genannten Köder sind aber meine erste Wahlt.
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Re: Schleien

Beitragvon xxgonzoxx » 11.06.2011, 16:46

Teich ca. 10ha schlammig tiefste stelle 3m keine seerosen dafür genug schülf und überhängende bäume...
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Re: Schleien

Beitragvon xxgonzoxx » 11.06.2011, 18:05

Okay jetz hats wohl iwer in Friedfischangeln getan :)
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Re: Schleien

Beitragvon Lupus » 12.06.2011, 07:17

Hallo!
Einiges wesentliches hat @limnologe ja schon gesagt.
Schleien verhalten sich jedenfalls in Gewässern , die möglichst ihrem natürlichen Umfeld entsprechen, oft auf sehr begrenztem Raum auf, wenn man diese "verdächtigen" Blasen gefunden hat, ist man schon ein Stück weiter. Es sind wirklich oft nur auf ein paar m² begrenzte Stellen.
Aber das wichtigste ist (zumindest für mich jetzt): Bei uns hat die Schleie von 1.6. - 15.7. Schonzeit.
Auf Schleien tobe ich mich am liebste Ende April und bis ca. Mitte Mai aus, dann habe ich wegen der Maifliegenzeit meistens keine Zeit mehr dafür und ausserdem möchte ich nicht zu knapp vor der Laichzeit stehende Fische fangen.
Am meisten schreckt sich die Schleie vor einem zu hellen Futter, zumindest in wirklich natürlichen Gewässern. In hindernisfreien Baggerseen hingegen streift sie viel mehr herum und kann nicht so wählerisch sein, weil ihr natürliches Nahrungsumfeld eingeschränkt ist.
Dort, wo sie wie gesagt natürlich vorkommt, ist sie äußerst wählerisch und gezielt meistens nur zeitig in der Früh oder am Abend zu befischen. Bei totaler Dunkelheit habe ich interessanterweise kaum jemals Schleien gefangen.
Mit feiner Matchrute würde ich allerdings nur im zeitigen Frühjahr fischen, wenn noch keine Seerosen etc. herausgewachsen sind. Wenn einmal das Schilf schon richtig sprießt, die Seerosen und auch sonstige Wasserpflanzen reichlich sind, wäre es meiner Meinung nach unverantwortlich, zu fein zu fischen. Die Schleie versucht sich sofort am nächsten Hindernis festzusetzen und muß energisch in´s Freie Wasser geführt werden.
Ich fische jedenfalls im Mai schon mit leichter Karpfen-Floater und 30er Schnur. Damit aber der Köder möglichst natürlich spielt, wenn die Schleie sich damit zu beschäftigen beginnt, nehme ich ein ganz dünnes geflochtenes Vorfach, das ist schön weich und hält bombig.
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Re: Schleien

Beitragvon koppenkitzler » 12.06.2011, 18:40

Lieber Lupus!

Das mit der Kampsftärke der Schleien kann ich nur bestätigen.
In größeren Gewässern wie den Kärtner Seen sind das wahre Bomber in Bezug auf íhr Gewicht und in hindernisreichen Gewässern braucht man echt im Verhältnis "a starkes Schnürl"(Schilf,Seerosen).

Ich weiß,das diese sanft-edlen Gestalten mit ihren traumhaft schönen orangen Augen insgeheim auch fast die Lieblingsfische von Lupus sind(mit Ausnahme der Äschen,aber die sind ähnlich elegante Geschöpfe)

Mußte jetzt schmunzeln,da gestern mein sechsjähriger Sohn seine erste spannende Bekanntschaft mit der Fischerei an einem Privatteich hatte und ob der goldenen Schleien dabei aufgeregt im Ufergras herumgehüpfte.

Herzliche Grüße Bernhard
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Re: Schleien

Beitragvon Lupus » 13.06.2011, 07:51

koppenkitzler hat geschrieben:Mußte jetzt schmunzeln,da gestern mein sechsjähriger Sohn seine erste spannende Bekanntschaft mit der Fischerei an einem Privatteich hatte und ob der goldenen Schleien dabei aufgeregt im Ufergras herumgehüpfte.

Herzliche Grüße Bernhard

Hallo Bernhard!

Also das ist jetzt ein Zufall. Mein erster "Edelfisch" mit 10 Jahren (sorry für die politisch unkorrekte Bezeichnung, aber so sagte man in meiner Jugend zu Fischen, die keine Weißfische waren) auch an einem Privatwasser, einem herrlichen Altarmsystem, war ebenfalls eine Schleie. Ich wunderte mich damals, dass an meinem Stoppelzeug (Vollglasrute, Daiwarolle) statt dem Brachsen oder Rotäugel etwas ganz anderes da unten zog, was viel energischer war, und ich anhand meines bis in die kleinsten Gehirnzellen abgespeicherten "Mein Kleines Fischbuch" auch sofort erkannte.
Ich wünsche Deinem Sohn auch noch viele aufregende Erlebnisse zusammen mit Dir am Fischwasser.
Herzliche Grüße. Gerhard
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Re: Schleien

Beitragvon buggi » 14.06.2011, 17:46

Ich hätt auch eine Frage bezüglich der Schleien, hoffe ich darfs hier rein posten.
Und zwar wollt ich wissen, mit welchem Köder ich in einem Gewässer mit vielen Forellen und Lauben od. Rotaugen gezielt auf Schleie gehen kann?
Dachte an Wurm aber glaub da fahren die Forellen auch drauf ab.
Und soll ich neben den Stoppl ein paar Futterballen werfen damits eine schöne Wolke gibt um paar Fische anzulocken?

lg
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Re: Schleien

Beitragvon xxgonzoxx » 14.06.2011, 17:56

mit der wolke werden aber eine menge Weißfische kommen :)
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Re: Schleien

Beitragvon buggi » 14.06.2011, 18:05

xxgonzoxx hat geschrieben:mit der wolke werden aber eine menge Weißfische kommen :)


Na gut wegen der Weißfische mach ich mir eigentlich weniger Sorgen, weils eher kleine sind, hab eher bedenken wegen der Forellen..
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Re: Schleien

Beitragvon xxgonzoxx » 14.06.2011, 18:11

naja ich wär nicht böse wenn ich auf ein tauwurm-bündel einen barsch oder eine forelle dran hätte....
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Re: Schleien

Beitragvon Lupus » 15.06.2011, 05:46

Hallo Buggi!

Die Frage „Forelle als Beifang beim Schleienangeln“ kann ich deshalb beim besten Willen nicht sehr gut beantworten, weil mir persönlich kein Gewässer bekannt ist, in dem SCHLEIE und FORELLE gleichzeitig vorkommen. Schon deshalb, weil normalerweise Salmoniden in warmen, verkrauteten und schlammigen Gewässer nicht anzutreffen sein werden, und umgekehrt Schleien in kalten glasklaren Salmonidengewässern sich kaum wohlfühlen werden.
Ausnahmen können nur eine „Vergewaltigung“ der natürlichen Verhältnisse durch den „Bewirtschafter“ sein.
Natürlich kann es sein, dass sich in die Brassenregion eines Flusses (wo eben dort unten die Schleie vorkommt) – hochwasserbedingt eine Forelle verirrt, aber der Normalfall wird es nicht sein und die arme Forelle wäre eh wahrscheinlich auf lange Sicht todgeweiht.
Auch soll es natürlich große Voralpenseen geben, wo sich zwar im klaren Wasser Forellen aufhalten, aber an manchen seichten Verlandungszonen sogar eventuell Schleien. Aber auch da werden sie sich nicht in die Wolle kriegen, denn die Schleie schwimmt sicher keinen Meter aus ihrem warmen und kuscheligen Kraut heraus in den freien klaren und kalten See.

Aber die Frage, wie man Beifänge verhindern kann, ist so alt wie das Schleienfischen selbst.
Rotaugen und Brachsen und natürlich auch Karpfen werden der Beifang sein, können unter Umständen aber auch der Hinweis sein, dass Du an der falschen Stelle bist, zumindest zu jenem Zeitpunkt. Denn die Schleien kommen meist, wenn die Brachsen oder Karpfen weg sind.
Laube oder Rotfeder kommt als Beifang seltener vor. Laube ist ein Oberflächen-Freiwasserfisch (wo die Schleie eigentlich nicht vorkommt), und Rotfeder ist auch eher ein Oberflächenfisch.

Hallo xx….

Verstehe ich natürlich aus Deiner Sicht. Jeder Wurmangler wird sich über einen leckeren Beifang freuen.
Aber wenn man alle Fische möglichst selektiv und nach den feinen Regeln der Verführung fangen will, wäre die Forelle am Tauwurmbündel so in etwa wie der mit Elefantenmunition erlegte Feldhase (zwinker).
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