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Scheue Aitel in der Gail

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Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon carp_hunter91 » 15.05.2011, 16:55

Hey Leute

Ich war vorgestern an einem Nebenarm der Gail(Schütt) grillen und konnte dort in einigen Tümpeln und flachen Stellen etliche kapitale Aiteln feststellen. Sie tretetn dort in großen Rudeln und vereinzelt auch als Einzelgänger auf. Komisch war, dass zwsichen den Gruppen auch vereinzelt(ich weiß auch nicht, es sah wirklich so aus) kleinere Huchen von 40-50cm mitschwammen.

Also gestern bin ich wieder rausgefahren, aber diesmal mit Angel und Karte im Gepäck :wink:
Ich habe mit 0,20 mono und kleiner Wasserkugel gefischt, als Köder hatte ich Heimchen(aus dem Zooladen), Frühstücksfleisch, Wurm, Made, Käse und Semmel mit.

Wenn ich mich dem Wasser näherte scheuchte ich damit die Aiteln sofort auf und sie Schwammen stromabwärts. Also lies ich das Heimchen 10m abtreiben und die Angel einer Felsspalte verankert liegen. Weiter oberhalb davon grillte ich wieder ein bisschen und wartete so 2 Stunden. Nachdem immer noch nichts gebissen hatte ging ich auf weitere Aitel-Schau. Als ich zurückkam war die Waserkugel weg und eine schöne 40cm Aitel am Haken. Vom Ufer aus konnte ich mit der Poolbrille erkennen, dass der Köder direkt über einem Gebiet schwamm, an dem sich die ganze Zeit ca 20 mittlere Aiteln aufhilten. Komisch, dass sie den Köder erst nach 2 std gesehen haben, oder hatten die meisten einfach Lunte gerochen?

Als ich noch ein bisschen rumgegangen bin habe ich einen Platz entdeckt, an dem das Flache Flussbett in einen Tümpeö überging(so ca. 20m) und dann wieder in zeimlich flaches Wasser übergeht(10cm). Genau ober dem Tümpel war ein riesiger Fels(5m) von dem ich von oben herab fischte. Ich worf so aus, dass mich die Fische nicht sehen konnten. Ich schmiss immer 10m oberhalb der Stelle und liese den Köder(nach 10 Würfen wechselte ich den Köder durch) mit der Strömung genau über die Fische herabtreiben. Doch vergeblich, vereinzelt schnappten die großen Döbel nach Insekten an der Wasseroberfläche, aber meine Köder blieben verschmäht. Lediglich ein großer Döbel schnappte sich kurz nach Einwurf mein Frühstücksfleisch um es gleich wieder auszuspucken. Von den restlichen Ködern, kam es mir so vor, hatten sie eher Angst als Fresslust. Die Fische zeigten überhaupt keine Interesse. Ich glaube, dass die Fische an der Stelle sowieso noch nie Angler oder Köder gesehen haben und dermaßen Scheu sind, dass sie nicht mal nach Heimchen schnappen.

Ich hab mir jetz im Forum alles über Aiteln durchgelesen aber td keinen Rat gefunden.
Könnt ihr mir weiterhelfen :?:

danke schon im voraus
Mfg
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Lupus » 15.05.2011, 17:15

Hallo!
Liest sich interessant!
Nun, ich habe auf die Gaachn nicht gewußt, was "Heimchen" sind. Sind das Grillen?
Zum Frühstücksfleisch: Ich sehe das als den Top Winterköder für Aitel an, wahrscheinlich geht es jetzt aber nicht. Denn wenn die Aitel Insekten fressen, ist eigentlich alles klar.
Mit der Wasserkugel ist es eben auch oft schwierig , scheue Fische zu fangen. Wenn die nämlich sogar beim Fliegenfischen sofort die Flucht ergreifen, wenn sie ein schwimmendes Vorfach sehen.
Ich kann vom Verhalten von Aiteln in der warmen Jahreszeit eigentlich nur aus der Sicht als Fliegenfischer berichten, aber einiges läßt sich sicher auch übertragen:
Ignorieren von Köder: Kenn ich kenn ich. Manchmal probiere ich viele Muster (Kunstfliegen) durch, bis eines passt. Es hilft natürlich auch, wenn man sich umsieht, was am Wasser kreucht und fleucht. Aiteln sind Sturköpfe, deshalb heißen sie ja auch Dickköpfe (grins) und wenn sie sich in den Kopf gesetzt haben, das fressen wir und das nicht, dann kann der Angler das nicht ändern.
Deshalb habe ich Tage erlebt, wo sie vor dunklen Insekten panisch flüchteten, und hellgraue völlig arglos einschlürften. Dann wieder umgekehrt war einmal die "Schwarze Ameise" der Bringer, eh klar, weil Hochzeitflug der Ameisen war.
Dann ein anderes Mal sind es Heuhüpfer, oder jetzt natürlich Maikäfer und später Junikäfer.
Vielleicht kann auch schuld sein, dass das Vorfach zu kurz ist. Gerade bei der Wasserkugel (auch wenn ich selber mit sowas ned fisch) ist es immens wichtig, ein laaaaanges Vorfach zu haben. Wenn ich beim Fliegenfischen unter 2,50m nichts ausrichten kann, weil sie sich vor der Fliegenschnur und dem unnatürlichen Dreggen des Kunstinsekts fürchten, wie viel mehr muss das bei der Wasserkugel gelten! Also ich tät sagen, ganz ganz kleine Wasserkugel, schaun, dass sie zu 3/4 vollgefüllt ist, damit man sie besser werfen kann. Dann mindestens 2 m Vorfach, wobei die ersten 50 cm keinesfalls schwimmen dürfen (gut wäre Fluorcarbon), und dann ganz unauffällig treiben lassen.
Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.
Gruß. Lupus
P.S.: Ich bin aber kein Aitel-Spezialist, sondern mißbrauche die Aitel eher als "Stimmungsbarometer". Eines meiner Gewässer beherbergt nämlich mehr Aitel als Forellen, und um zu wissen, was grad geht, teste ich meine Trockenfliegen an den Aiteln, oder einfach als Geschicklichkeitsspiel, denn wenn ich ein schlaues Aitel im klaren Wasser überliste, bin ich auch fit für die Äsche....
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon carp_hunter91 » 15.05.2011, 21:55

Ja Heimchen sind eigene "grashüpfer" zum füttern für Spinnen Geckos und co.
Könnte vl sein, dass sie nur Grillen nehmen, die wirklich auch in der Umgebung vorkommen. Diese Fische sind glaube ich wirklich großteils unberührt was Angler betrifft.

Fliegen hab ich eh einige daheim, werd ich gleich beim nächsten mal ausprobiern ob sie dann zuschlagen wenn der köder die richtige farbe hat.
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Techtrancer » 16.05.2011, 04:42

probier es ev mal mit ner dünneren schnur
so richtung 0,16er haupt und 0,14er vorfach.....mono und nicht geflochtene!
notfalls bei sehr klarem wasser hald noch feiner. sprich 0,14er haupt und 0,10 bis 0,12er vorfach
bzw ev auch mal mit ganz kleinen haken und nur 1-2 maden kann auch wunder wirken

anstelle der wasserkugel würd ich zu ner bolo mit schwimmer oder spiro raten

um sie in fresslaune zu bringen könntest du auch versuchen laufend maden zu streuen!

nen ganz kleinen 0er spinner könntest du auch probieren. sowas lieben aitel

PS: in der kirschenzeit sind kirschen ein top aitel köder. is aber noch ein zeital bis dahein

PPS: wie Lupus schreibt.....wenn gar nix mehr geht ist die fliege oftmals die rettung
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Lupus » 16.05.2011, 05:54

Auch was Techtrancer geschrieben hat ist wichtig und hatte ich vergessen, weil die von ihm genannten Schnurstärken für mich als Fliegenfischer für das Vorfach sowieso Selbstverständlichkeit sind.
Also 0,14 – 0,15 als Vorfachspitze. Und wie ich schon an anderer Stelle erwähnte, würde ich bei hochstehendem Insektenfischen unbedingt zu Fluorcarbon greifen. Das ist zwar etwas steifer als normales Peryl, aber wie gesagt verscheucht auch das dünnste Peryl in klaren Gewässern die Fische, wenn es wie ein Strich an der Oberfläche schwimmt. Ich hatte oft schon mit allem möglichen (nasses Moos, Spucke etc. ) versucht, schwimmende Vorfächer zum Sinken zu bringen. Die schwimmen so gut, dass man vielleicht die Titanic aus diesem Material hätte bauen sollen, dann wäre sie nicht untergegangen (grins). Aber bei Flourcarbon Stärke 15 oder 12,85 war das ganz wurscht. Die Fische sehen es nicht und beissen.
Wichtig ist nur, die Knoten sehr sauber zu binden, damit es nicht rutscht. Und für die Verbindung normales Monofil-Fluorcarbon am besten ein kleines Pitzenbauer-Ringerl verwenden.
Was noch wichtig ist beim Oberflächenfischen auf Aitel: Wenn ganz klares Wetter ist und die Sonne voll scheint, ist es schwer. Bedeckte Tage, oder kurz vor Gewitter und die Aitel nehmen schmatzend und gierig die Köder.
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Techtrancer » 16.05.2011, 06:07

gibt es fürs fliegenfischen nicht auch so schnüre mit bleikern?
bzw die schnur spule in wasser mit ein par tropfen spülmittel einlegen funkt auch prima um ne schnur sinkfähiger zu machen
mach im öfters wenn ich mal mit der match und waggler angle (am besten beim befüllen der spule die 100m rolle mit der angelschnur ins wasser legen und die spule befüllen)
ob es für die schnur gut is, is hald ne andre geschichte^^
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Lupus » 16.05.2011, 06:22

Hallo Techtrancer!
Es gibt sowohl sinkende Fliegenschnüre als auch solche mit sinkender Spitze.
Und es gibt ummantelte Vorfächer mit Bleikern, die sinken. Das ist aber eher für starke Strömung und ganz am Anfang der Saison, wenn man zum Beispiel eine Nymphe oder einen Streamer ganz grundnah anbieten will. Ist aber nicht überall erlaubt, solche verbleiten Vorfächer.
Das erspart aber auch nicht das Tippet, denn an dieses „sinkende Vorfach selber“ kannst Du keine Fliege anbinden.
Aber bei dem was ich mit sinkend meine bei Trockenfliege (oder wenn er Naturköder nimmt: schwimmendes oder im Oberflächenfilm dahintrudelndes Insekt), soll ja nicht voll runtersinken, sondern nur nicht einfach gestreckt schwimmen oder womöglich „dreggen“.
Wie gesagt: Seit der Erfindung von Fluorcarbon gibt es für mich dieses Problem nicht mehr.
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Elmike » 16.05.2011, 10:19

Hältst du es für möglich das die Aitel dort schon mit der Fortpflanzung beschäftigt sind? Hab an der Mur eine Strecke, eigentlich eine 100%ige Bank für Aitel obwohl man sie nur selten sieht. Hatte dort aber einen Tag wo ich sie in stattlichen Größen und Stückzahlen an flachen Stellen beobachten konnte und obwohl ich noch nie mehr gesehen hab blieb ich damals Schneider, zum 1. Mal denke ich. Bei näherer Betrachtung war klar das die Jungs nur Sex im Dickkopf hatten. War allerdings Mitte Juni also schon deutlich später...
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Karambesi » 16.05.2011, 10:57

@carp-hunter91
zunächst einmal Petri-Heil zu deinem Fang.
Kannst du mir sagen , wie du zu der Karte für diesen Altarm gekommen bist ?
Wieviel hat sie gekostet, und wo hast sie gekauft ?
Wäre für mich von großem Interesse .
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Romario » 16.05.2011, 12:35

Hallo Du!
Mir ist genau das gleiche am Samstag Nachmittag in der Thaya passiert :shock:
Ich komm zu meinem Platz und was sehe ich im grad mal 20cm tiefen glasklaren Wasser - Aitel - und zwar große, kleine, riesige usw - ich schätz mal ohne Übertreibung auf einer Länge von ca. 50m Fluss an die 150 Aitel.
Ich dachte mir, dass ist mein Tag - falschgedacht und zwar VOLLKOMMEN.
ich habs wie du mit Wasserkugel probiert, dann ohne Kugel auf Grund - Köder: Wurm, Dosenfleisch, Käse, Brot, Semmelboile, eine fette Libelle, eine Schnecke und zuletzt nochwas vom Proviant (Schinkenbrot und Keks) was ging? GARNIX - 6 stunden lang kein Biss!!!
ich bin mit zwei angeln DIREKT in dem Schwarm gelegen - NIX. Nichteinmal ein Zupfer. Und ich konnte nochdazu alles sehen. Da wirst echt wahnsinnig dabei.
Sobald ich hingeworfen hab, sind sie interessiert näher gekommen - und nach einem kurzen Blick wieder weggeschwommen.
Völlig frustriert hab ich zum Abschluss des Fiaskos noch in einem flussabwärtsliegenden Wehr einen kleinen Rapfen (beim Spinnfischen) gefangen, aber ausmerzen konnte es diese Niederlage nicht.
Vielleicht stimmt das mit der Paarungszeit. Ich hab nochnie gesehen, dass soviele Fische so viele Köder völlig ignorieren.
Oder es ist das Niedrigwasser ...
Hast du normalen Wasserstand oder auch Niedrigwasser?
ich hab keine Ahnung
greets
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon carp_hunter91 » 22.05.2011, 17:41

Hey

Danke für eure Vorschläge, hab mich letztendlich für einen 8er Haken an der durchgängigen 0,16er Fluorcarbon schnur mit kleiner Wasserkugel entschieden. Abstand zwischen Haken und Kugel waren so 1,20m.

Köder war diesmal eine Semmelkruste, nachdem auf Fliege und Made nichts gebissen hat.

Hab mich hinter einem Fels versteckt und schön die Kruste genau vor die Schnauze der Döbel treiben lassen.
Hat super geklappt. Und genau nach 3 Fängen musste ich die Stelle wechseln. :wink:

Hab sogar eine etwas größere Aitel gefangen. Hab einfach mehrere Krusten ins Wasser geworfen(ruhigerer Platz) und dazwischen meinen Köder positioniert. Nach ner halben Stunden war Schluss mit Scheu und mein Köder eingesaugt
Bild

So...nun hab ich noch ein Problem. Beim beobachten mit der Poolbrille ist mir eine große Barbenschule aufgefallen. 1große Barbe und 10 kleinere welche ihre in jede Richtung folgen. Das komische ist nur, die bewegen sich fast nur in einem Radius von 5-10m. Schwimmen nur im Kreis und verschmähen jeden Köder, in jeder Tiefe. Hab sogar Frühstücksfleisch, Würmer und Käse absinken lassen, doch sogar nach einer Stunden war noch alles da und die Barben schwammen lässig darüber hin und her.

Habt ihr irgendeinen Tipp wie ich diese schlauen Typen überlisten könnte?

GLG
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Ragman » 22.05.2011, 17:54

carp_hunter91 hat geschrieben:So...nun hab ich noch ein Problem. Beim beobachten mit der Poolbrille ist mir eine große Barbenschule aufgefallen. 1große Barbe und 10 kleinere welche ihre in jede Richtung folgen. Das komische ist nur, die bewegen sich fast nur in einem Radius von 5-10m. Schwimmen nur im Kreis und verschmähen jeden Köder, in jeder Tiefe. Hab sogar Frühstücksfleisch, Würmer und Käse absinken lassen, doch sogar nach einer Stunden war noch alles da und die Barben schwammen lässig darüber hin und her.

Habt ihr irgendeinen Tipp wie ich diese schlauen Typen überlisten könnte?

GLG


Warten bis die Laichzeit vorbei ist :roll: (1. Mai - 30. Juni)

Du hast übrigens noch immer keine Angaben zur Karte gemacht ... würde mich auch interessieren.
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Karambesi » 23.05.2011, 15:42

@carp-hunter
mich würde noch immer interessieren , wie du zu der Lizenz für das Revier Gail-Mitte kommst :o .
Oder etwa , hmmm ....... ?
Liegt wunderschön in der Schütt , der Altarm gehört vom KW-Schütt bis zum zusammenfluß Kanal-Gail zu diesem Revier.
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Re: Scheue Aitel in der Gail

Beitragvon Ragman » 31.05.2011, 10:29

Kaum fragt man nach der Lizenz, hört man nichts mehr vom Karpfenjäger ... Zufall? :roll: :mrgreen:
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