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Richtiges Loten?

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Richtiges Loten?

Beitragvon Puchi » 09.02.2011, 18:54

Was ist Ausloten und wie geht es? :155:

Nein Spaß ohne, ich hab zwei spezifische Fragen zum Loten bzw. feststellen des Bodenprofils u. Beschaffenheit:

Ich lote systematisch mit Pose und Laufblei sprich:
Auswerfen -> Ablegen -> Spannen -> Schnur abziehen -> Tiefe aufschreiben -> Spannen -> alles 1m heranziehen -> usw.
Bei Seen, Teichen etc. ging das ganz gut aber mein neues Revier is ein Fluss bzw. Staubereich, deshalb:

1.) Je nach Strömung, wäre das Ergebnis mehr oder weniger stark verfälscht bei meiner Methode. Gibts für solche Fälle geeignetere Methoden oder Tricks?

2.) Thema Bodenbeschaffenheit: Woran erkennt man, welchen Untergrund man hat? Mir is klar, dass ein schweres Blei im Schlamm einsinkt und entsprechend "feststeckt" beim anheben, aber genau so gut könnte es sich zwischen Steinen verkantet haben. Vlt. kann mir da jemand mit Erfahrung sagen, welche Eigenschaften jeweils charakteristisch sind für Sand, Schlamm, Bewuchs, Steine etc.

Eine andere Variante wäre mir ein Kinderschlauchboot zu kaufen und mit Echolot bewaffnet mit der Strömung runterzufahren, aber das is grade zur Zeit dezent lebensgefährlich^^
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Re: Richtiges Loten?

Beitragvon Polsi » 09.02.2011, 19:48

Puchi hat geschrieben:Was ist Ausloten und wie geht es? :155:

Nein Spaß ohne, ich hab zwei spezifische Fragen zum Loten bzw. feststellen des Bodenprofils u. Beschaffenheit:

Ich lote systematisch mit Pose und Laufblei sprich:
Auswerfen -> Ablegen -> Spannen -> Schnur abziehen -> Tiefe aufschreiben -> Spannen -> alles 1m heranziehen -> usw.
Bei Seen, Teichen etc. ging das ganz gut aber mein neues Revier is ein Fluss bzw. Staubereich, deshalb:

1.) Je nach Strömung, wäre das Ergebnis mehr oder weniger stark verfälscht bei meiner Methode. Gibts für solche Fälle geeignetere Methoden oder Tricks?

2.) Thema Bodenbeschaffenheit: Woran erkennt man, welchen Untergrund man hat? Mir is klar, dass ein schweres Blei im Schlamm einsinkt und entsprechend "feststeckt" beim anheben, aber genau so gut könnte es sich zwischen Steinen verkantet haben. Vlt. kann mir da jemand mit Erfahrung sagen, welche Eigenschaften jeweils charakteristisch sind für Sand, Schlamm, Bewuchs, Steine etc.

Eine andere Variante wäre mir ein Kinderschlauchboot zu kaufen und mit Echolot bewaffnet mit der Strömung runterzufahren, aber das is grade zur Zeit dezent lebensgefährlich^^


Für den Fluss kenne ich keine zuverlässige Lotmethode außer den Einsatz eines Echolotes.
Zum Abtasten nimm auf jeden Fall dünne, geflochtene Schnur und eine möchlichst harte Rute. Schlamm erkennst du daran, dass sich das Blei unter stetigem Druck wieder löst, was nicht der Fall ist, wenn es zwischen Steinen verkantet ist. Dann ist meist ein Abriss vorprogrammiert. Wenn du nicht unbedingt ein rundes Blei verwendest, sondern eines mit Noppen kommt oft Schlamm vom Grund mit am Land, der zwischen den Noppen klebt.
Schotter erkennst du an daran, dass die Rutenspitze ruckelt, die Vibrationen sind durch die Geflochtene und die harte Rute gut erkennbar (je nachdem wie grob der Schotter ist). Es können auch Muscheln sein, darum nach dem Einholen die Schnur hinter dem Blei kontrollieren. Funktioniert nicht immer, aber manchmal. Bei Sand steckt das Blei nicht fest und lässt sich problemlos ohne große Vibrationen ziehen. Mit Kraut habe ich leider keine Erfahrungen, deshalb kann ich da wenig sagen. Kann mir aber vorstellen, dass es sich ähnlich verhält wie Schlamm und dass man auch immer wieder Kraut mit ans Ufer zieht.
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Re: Richtiges Loten?

Beitragvon Puchi » 09.02.2011, 20:18

Ok das hat mir sehr geholfen! Danke

Wird also wohl kein Weg am Schlauchboot vorbeiführen :?

@ Polsi: Ich denk mal du als Karpfenspezi hast sicher eines, was zahlt man denn für ein "seetaugliches" Modell ?
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Re: Richtiges Loten?

Beitragvon Polsi » 10.02.2011, 08:19

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Re: Richtiges Loten?

Beitragvon BertvomBerg » 10.02.2011, 10:49

Hallo!
Um die Grundbeschaffenheit mittels Handlot fstzustellen, gibt es die altbewährte Lotspeise; ein Talgklümpchen wird an der Unterseite des Lotbleis befestigt woran dann etwas Bodenmaterial haften bleibt. Ob es entsprechend kleine und leichte Modelle fürs Angeln gibt weiss ich aber nicht. Bei vielen Yachtausrüstern gibt es jedenfalls schwere Modelle mit Leine und Talg zu kaufen. Als Beispiel: http://www.segelkontor.com/sicherheit/s ... 0-m/a-606/. An der Unterseite des Bleis ist bloß eine kleine Aussparung zur Talgaufnahme. So etwas lässt sich bestimmt leicht selber anfertigen.
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Re: Richtiges Loten?

Beitragvon Puchi » 10.02.2011, 18:16

Boa 600€ sind aber schon ne Hausnummer! Dafür muss es schon hochseetauglich sein! :lol:
Is halt die Frage obs in meinem Fall sinnvoll is, so viel auszugeben, wo ichs doch nur einmal brauche, da ich ja nur Spinnfischer bin und nur an dem einen Wasser fischen werd.
Ausborgen is mir jetzt grade in Sinn gekommen, vlt find ich da wen.

Das Lot mit dem Talg is interessant, das sollte man doch auch selber basteln können, in Miniausführung zum Werfen.

Danke für die Infos jedenfalls!
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Re: Richtiges Loten?

Beitragvon Polsi » 10.02.2011, 20:03

Puchi, für ein anständiges Schlauchboot (in dieser Größe) ist das sogar recht günstig, würd ich behaupten. Das Boot gibt es glaub ich auch mit 200 cm, allerdings kriegst dort kein Tackle etc. rein. Zum Loten, Füttern und Drillen würd es aber auch reichen und kostet 400-500 Euro. Durch den Heckspiegel kann man auch einen E-Motor befestigen. Auf keinen Fall würd ich irgendwelche Badeboote benutzen, die man auf Ebay um 50-80 Euro etc. kriegt.
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