Oldman hat geschrieben:ja bin ein bekennender Anti-C+R ler -denn ein Lebewesen ist für mich kein Sportgerät -nur eben mal für ein Foto ein Tier aus seinem Element zu zerren oder nur um sein Ego zu befriedigen geht mir gegen den Strich.
Du wolltest es so.
Dennoch würde es mir nicht in den Sinn kommen jemanden der C+R betreibt anzuzeigen.
Und siehe Zitat ist wohl das Letzte was du da von dir gibst. Ich habe mit keinem Wort irgendwie oder
irgendwo geschrieben das ich mich freuen würde wenn es so käme.
Gruß Oldman
Hallo Oldman!
Ich kann ja Deinen Standpunkt auch nachvollziehen.
Wenn ich ganz vorsichtig Deine Angelgewohnheiten so in vermutender Weise betrachte, bist Du eher das, was unter die Kategorie „Hobbyangler“ im klassischen Sinn fällt. Wo es eben eine nette Nebenbeschäftigung ist, ohne dass immens viel getüftelt und studiert wird. Ist ein schöner Tag und Du hast eben mal nichts anderes an Haus/Garten zu tun, fährst Du eben mal ein paar Stunden zum Baggersee, setzt Dich hin und fängst ein paar Rotaugen (zumindest orte ich es so, weil Du bei einem Rotaugenbericht geschrieben hast, bis zur Raubfischsaison keine andere Fischmöglichkeiten für Dich zu sehen). Oder Du fährst mal rüber nach Dänemark an einen Forellen“see“, und angelst Dir für Dich und Deine Familie ein paar leckere Rebos.
Durchaus nachvollziehbar und sicher eine wunderbare Freizeitbeschäftigung.
Aber es gibt nun auch einmal die Sorte Angler, die sich dieser Tätigkeit fast als eine Lebensaufgabe widmen, was viele Stunden des Studierens von Montagen, Geräten, Wurftechniken, etc. etc. bis genauestes Studium des Verhaltens der Fische in verschiedensten Gegebenheiten bedeutet.
Dies sind meistens die Leute, die wir hier auch um Rat fragen können, wenn wir einmal nicht weiter wissen. Dies sind die Leute, die auch in der Fachpresse zu Wort kommen und die wir je nach Mentalität oder eigener Fähigkeit oder Investitionspotential entweder imitieren oder uns von ihnen inspirieren lassen.
Würden diese Leute aber jeden Fisch, den sie fangen, mitnehmen, würde es bald traurig um unsere Gewässer aussehen. Oder sollte etwa ein Huchen – oder Meerforellenspezialist (ich nenne jetzt bewusst seltene oder bedrohte Arten) , der es vielleicht tatsächlich schafft, mehrere solche Exemplare pro Jahr zu überlisten, diese nicht zurücksetzen dürfen?
Ich sehe auch den goldenen Mittelweg als das Richtige, esse gerne mal einen Fisch, von dem ich weiß, dass er nicht potentiell bedroht ist und bestandsmäßig gut vertreten ist, aber selbst ich als bescheidener „Universalangler“, der sowohl dem Karpfen/Schleie nachstellt, als auch die Spinnrute nach Räubern betätigt, die Fliegenrute nach Salmoniden schwingt, würde bei meiner wirklich nicht in´s Spezialistentum fallenden Angelgewohnheit bei konstanter Entnahme meiner Fische einen Schaden für die Fischpopulation darstellen, wenn ich nicht einen großen Teil meiner Fänge schonend zurücksetzte.
Die Leute aber, die mich dazu gebracht haben, eben doch recht konstant Zielfische zu fangen, hätten ihr Wissen aber auch nicht erreicht, wenn sie jeden Fisch mitgenommen hätten. Es gibt hier im Forum Leute, die jünger sind als mein eigener Nachwuchs, von denen ich aber immens viel gelernt habe und noch lernen werde. Sie sind meine Hauptmotivation, hier überhaupt zu schreiben. Mich mit ihnen auszutauschen, von ihnen etwas zu lernen und vielleicht sogar etwas von meinem eigenen Erfahrungsschatz mitzugeben.
Gruß. Lupus