prasselnder Regen drückte mir gehörig auf den Magen. Da wie es (leider) aussieht eine Welle von
Arbeit auf mich zurollt wollte ich heute unbedingt Angeln gehen. Spinnfischen war geplant, gestern
abend hatte ich noch meine Haken geschärft und jetzt das.
Bei der zweiten Tasse bzw. der zweiten Zigarette traf ich dann die Entscheidung es wieder mit der
Feeder zu versuchen nachdem ich damit schon letzten Samstag ein kleines Waterloo erlebt hatte.
Gedacht getan, ich packte mein Zeug, organisierte mir Maden und Mais als Hakenköder und machte
mich auf dem Weg zum Gabersdorfer Wehr. Zu meiner Überraschung ließ der Regen etwas nach und
so hatte ich gleich meine Rute montiert und das Futter vorbereitet.
Weil es mir mehrmals empfohlen wurde wollte ich recht weit draussen fischen, wurde aber auch gleich
mit dem Problem konfrontiert das der angeschwollene Fluß anscheindend eine Menge Kraut und anderes
Treibgut beförderte das sich dann nach jedem Wurf in meiner Schnur sammelte. Vor allem das Kraut
machte mir zu schaffen, einmal an die Ringe herangezogen blockierte es regelmäßig die Schnur. Es gab sogar
zwei gute Bisse, aber unter diesen Bedingungen konnte ich keinen Fisch landen...
Als der Regen wieder in einen heftigen Waschler überging und der Fluß weiter stieg war klar das ich so
nix reissen würde.
Also verlagerte ich meine Angelstelle ans Ufer um das Krautproblem in den Griff zu kriegen. Das
funktionierte auch, aber mit weiteren Bissen sah es etwas trist aus.
Immerhin fing ich einen Wahnsinnsaitel
und eine gigantische Barbe.
Anscheinend hatte ich die Kinderstube der Fische entdeckt. Beim Anschlag zur Barbe gab übrigens
der morastige Boden unter meinem Anglerstuhl nach und ich landete der längs im Schlamm. Danach hatte
ich die Schnauze voll und trollte mich zu meinem Auto. Die Mur hatte mir alten 'See Seiher' wieder eine
Lektion erteilt, aber irgendwann krachts dann gewaltig...







