


Am 3. Tag, so gegen 10:30 passierte es dann. Wie aus dem nichts war ein Marlin hinter unseren geschleppten Ködern aufgetaucht, und verfolgte diese nun. Seine Rückenflosse durchschnitt kurz die Wasseroberfläche, und schon hatte er abgedreht.
Die Enttäuschung war schon dabei uns niederzuschlagen, als wir vom Kreischen einer der kleineren Rollen (25lbs class) wieder aufgerissen wurden. Bis ich bei der Rute war hatte der Fisch schon gut 100m Schnur genommen, und auch nachdem die Bremse umgestellt war machte der Marlin keine Anstalten seine Flucht zu verlangsamen. Als nach einer Minute weitere 200m Schnur im Wasser waren, hatte ich schon eine Vorahnung. Dieser Kampf würde wohl nicht so schnell entschieden sein. Leider sollte ich recht behalten....
Während des zweistündigen Kampfes (davon die erste Stunde Stand-up) hatten wir den Fisch mehrmals ganz knapp am Boot. Für den Gaff hätte es gereicht, aber um das Horn zu greifen, dazu war er immer den Meter zu weit weg. Mit dem leichten Gerät, gedacht für Dorados, konnten wir ihn leider nicht näher zum Boot zwingen.
Mir setzte der Kampf wirklich schon mächtig zu. Bei praller Mittagssonne war ich kurz davor die Rute abzugeben, ich hatte mir meine Kraft nicht gut eingeteilt. Plötzlich meinte der Capitain er könne den Fisch an der Oberfläche erkennen, er sei müde, und in 10min hätten wir ihn!
Ich pumpte und pumpte, der Fisch machte noch mit letzt Kraft einen Sprung, um dann Seite zu zeigen.
Der Drill hatte nicht nur mich, sondern auch den großen Striped Marlin arg mitgenommen, und nach 2 Stunden 25min, gab sein Körper auf. Die letzten Meter pumpte ich noch das Totgewicht des Marlins an die Seite des Boots, bevor ich ihn mir zum ersten mal richtig ansehen konnte.
Es war unbeschreibliches Gefühl so einen großen Fisch bezwungen zu haben, jedoch war ich sehr traurig das der Fisch den Drill nicht überlebt hatte. Ihn wegschwimmen zu sehen hätte den Augenblick wohl perfekt gemacht.



Striped Marlin 2,75m lang - 240 lbs schwer
SUR-fishing






