Hallo Leute,
hatte grad vorhin am Abend beim Karpfenangeln eine recht unangenehme Begegnung mit unserem - an sich sowieso nicht sehr feinfühligen und zudem betrunkenen - Kontrollorgan. Er hat mich (in seiner "fettn") beobachtet als ich mehrere Karpfen fing, aber alle zurücksetzte. Soweit so gut, zurücksetzen ist erlaubt solange der Fisch nicht das Maß hat. Meine Vorgehensweise war wie folgt: vom Fischersteg aus geangelt, Karpfen ausgedrillt, gummierten Kescher der im Wasser hing - also nicht trocken war - benutzt um den Fisch an mich heranzuholen, um ihn dann ohne Berührung nur mit dem Zangerl abzuhaken, denn sie hingen alle ausnahmslos ganz vorne am Lipperl mit einem sehr feinen Haken.
Auf jeden fall kommt er angerannt und man muß schon sagen "blazt" mich an, von wegen "der Fisch is valetzt soboidst n keschast!!". Alle Erklärungen halfen nichts, er verschand (gottseidank sehr bald) wutentbrannt mit den Worten "a geh vagiss mi".
Er meinte also man dürfe dan Karpfen überhaupt nicht keschern auch nicht wenn der Kescher gummiert & nass ist und samt dem Fisch im Wasser verbleibt. Ich solle den Karpfen doch einfach so im Wasser abhaken.
Im Nachhinein habe ich natürlich schon überlegt ob nicht doch etwas Wahrheit in seiner Bierfahne steckte - aber mir entsagt sich der Sinn dieser i-Tüpfelchen-Reiterei...
Ob ich den Karpfen mit der nassen Hand angreife oder er minimalen Kescherkontakt hat ist wirklich schon wurscht... Außerdem sind das nicht Fische die andauernd gefangen und wieder releast werden, das passiert ihnen einmal alle paar Jahre.
Rein theoretisch könnte ich auch ohne Kescher auskommen, aber mir ist im Laufe meiner Erfahrungen aufgefallen, dass sich der Fisch weniger windet oder hin und her bewegt wenn er von etwas berührt wird, wie zB. vom Netz.
Also was sagt ihr dazu, Keschern ja oder nein?
(Vielleicht auch nicht nur in meinem speziellen Fall sondern generell.)




Nein das war ironisch gemeint -
