So wie in den letzten Jahren sollte es auch dieses Mal einige Tage zum Fischen, Baden, Wandern und Ausspannen an den wunderschönen Weissensee gehen.
Bevor wir aber den Weissensee erreichten, machten meine Frau und ich immer zwei Tage Zwischenstopp in der Pension Wutte, um an der Vellach die Fliegenrute zu schwingen.
Mein Freund Milan überraschte mich mit zwei neuen Gewässerabschnitten, welche ich bis jetzt noch nicht befischen durfte. In der Nähe von Modriach liegt der eine Teil unterhalb eines Kraftwerkes, eine wilde schnell fließende, romantisch Strecke in einer kleinen Schlucht mit sehr viel Geröll und Steinen. Bei der ich als etwas älterer Herr doch einwenig vorsichtiger Pirschen musste. Da ich sie noch dazu allein zeitig am Morgen besuchte und daher bei einem Unfall auf keine Hilfe hoffen durfte.
Nichts desto trotz war es ein wunderbares Fischen mit der Nymphe mit der ich doch vier schöne Bachforellen überlisten konnte. Doch den schönsten Fisch, eine 43cm Regenbogenforelle fing ich mit einer Trockenfliege (Balon- Caddis). Ein wunderschöner Drill in der reißenden Strömung.
Am späteren Vormittag, als die Hitze zu groß wurde, ging es zurück zur Pension Wutte, wo ich mir mit einiger Verspätung das Frühstück schmecken ließ.
Am nächsten Tag schaute ich mir den zweiten Teil der Vellach an, in dem ich bis jetzt auch noch nicht gefischt hatte. Es handelt sich dabei um die letzten km bevor die Vellach in die Drau mündet. Etwa 100m vor der Mündung befindet sich ein Wasserfall, der das Ende der Strecke anzeigt. Um den Wasserfall herum ist eine Aufstiegshilfe für die Fische angelegt (auch für Huchen), die fallweise in die Vellach aufsteigen. Natürlich ist das Gebiet um die Aufstiegshilfe als Schongebiet mit Tafeln gekennzeichnet.
Sollten sie das Glück haben oberhalb des Wasserfalles einen Blick nach unten werfen zu können, so werden sie sehr, sehr große Äschen und noch größere Döbel bewundern können. Das Fischen vom Wasserfall, Bach aufwärts, mit seinen vielen schönen Rinnen und Gumpen brachte mir wunderbare Drills und schöne Fische. Alles in allem habe ich wieder zwei herrliche Fischertage an der Vellach verbracht und nicht bereut, meinen bereits liebgewonnenen Bach mit seinen vielen Gesichtern besucht zu haben.
Über das Fischen am Weissensee kann ich Euch dieses Mal nicht allzu viel berichten.
Da ich bei dieser Hitze ein wenig faul war und nicht all zuviel rudern, sprich schleppen wollte.
Daher fischte ich vom Land aus auf Karpfen und Hechte. Einen 60cm Junghechte konnte ich verhaften, ihn verwarnen und wieder auf freien Fuß setzen. Bei den Karpfen ging`s schon ein bisserl robuster zu. Leider verlor ich einen starken Fisch zwischen im Wasser versunkenen Tannenbäumen. Doch einen 63cm langen Karpfen von ca.4 - 4,1/2kg konnte ich doch aus den Geäst der im Wasser liegenden Bäume herauskitzeln und so für einen schönen, fischereilichen Urlaubsabschluss am Weissensee sorgen.
Petri Heil wünscht Euch Rudolf