Hallo Leute,
hier mal ein Lebenszeichen von der Friedfischecke
Durch den laut Wetterbericht begünstigten Süden haben wir uns gestern sponntan entschlossen einen uns bekannten, jedoch von uns noch nicht befischten, Baggersee(Oswaldsee) des FZZ Jöss aufzusuchen um die dort wenigen aber rießengroßen vorkommenden Brassen mit der Matchrute zu beangeln. Nebenbei bemerkt bietet das Freizeitzentrum Jöss(FZZ Jöss) als Karpfenmekka mit seinen fünf Baggerseen nicht gerade die ideale Grundlage für die feine Matchanglerei. Durch denn geringen Karpfenbestand(ca.80 Stück uf 8ha) in diesem Gewässer, wussten wir, das es eher unwahrscheinlichkeit ist mit Karpfen jenseits der 15kg Marke in Berührung zukommen. Vollgebackt mit Motivation, nahmen wir die Reise auf uns um diesem See seine brasssischen Geheimnise zu entlocken! Bei der Anlage angekommen erfuhren wir das die wenigen Plätze auf dem Oswaldsee besetzt sind und es keine Möglichkeit gibt diesen See zu befischen. Nach einem kurzen aber sehr informationsreichen Gespräch mit Anglern und dem zuständigen Aufsichtsorgan, wiechen wir mit dem begleitenten Worten "Sehr schweres Wasser" auf den Aldriansee aus. Genau diese begleitenden Worte liess unser Motivation in die höhe schnellen.
Vorab ein paar Daten über das Gewässer:
Name: Aldrian - Koßdorf
Größe: 45 ha
Fischdichte: sehr gering, ca. 40-45 Karpfen, ausgeglichener Hechtbestand, sehr guter und gesunder Weißfischbestand.
Schwierigkeitsgrad: sehr hoch, da sich sehr viel Kraut im See befindet
Befischnung: Karpfen und Hecht
Um einen optimalen Platz zu finden nahmen wir von einer Anhöhe aus die Uferbeschaffenheit unter die Lupe. Durch das glasklare Wasser konnte man den Krautbewuchs des Sees teilweise sehr gut erkennen. Wie prophzeit fanden wir einen dichten Krautbewuchs vor an unserem Platz vor. Gleich wurde uns klar, das durch das viele Kraut, das Angeln mit der Matchrute auf Distanz eher einer Mission Impossible und einer nie endenden Materialschlacht gleicht als einem Brassenreichen Nachmittag. Nichts desto trotz nahmen wir die Bedingungen zur Kenntnis und versuchten unser bestes. Bemerkung: Kraut ist für den Fisch sehr wichtig denn es bietet Schutz und Nahrung zu gleich. Während dem Aufbau unseres Angelpaltzes besprachen wir unsere Taktik. Durch die sichtbare große Wassertiefe auf 13-14 Meter beschlossen wir Anfangs mit der Polerrute zu angeln. Immer wieder fütterten wir während des Aufbauens auf Rutenlänge(13m) um zu versuchen die Fische an unseren Platz zu locken. Christian legte seinen Köder als erster von uns beiden ins Wasser welcher sofort mit einem Biss bestätigt wurde. Dies war der Startschuss für ein Erlebniss der besonderen Art. Der Elastic (1,2mm) schoss aus der Rute und ein Kampf zwischen Fisch, Kraut und Angler begann. Nach einem heftigem Kampf ragte eine Rotfeder mit ca 800-1000g aus dem Wasser. Vorlauter staunen brachte ich meine Rute selbst nicht in das Wasser. Schnell ein Foto, damit ich auch selbst meine Montage mit Köder den Fischen präsentieren kann. Prompt ein Biss und wieder das gleiche Szenariao wie bei Christian vorhin. Ich landete ebenfalls eine Rotfeder mit ca. 500 - 700g. Nach drei weiteren Rotfedern jenseits der 800g Marke wussten wir, das dies nicht einem normalen sondern einem Monstergewässer gleicht. Wir stellt den Elastic straffer um den kampfstarken Fischen die Flucht in das Kraut nicht so leicht zu ermöglich, was ohnehin ein schwieriges Unterfangen war. Nach nach zirka 1 1/2 Stunden und zehn im Kraut verlorenen Monsterrotaugen riss die Beisslust der Fische ab. Dies gab uns Zeit die Matchruten auszupacken und den großen Brassen am Grund auf ca 30-50m Distanz nachzustellen. Während des Lotvorganges zeigte unser der Krautbewuchs die Grenzen auf. Das Blei blieb permanent auf dem Weg zu Grund in den Krautfäden hengen. So versuchten wir in der Hoffnung auf Distanz noch eine paar Monsterrotaugen zu fangen, den Köder über dem Krautfäden zu präsentieren. Der Versuch war von Misserfolg geprägt. Der kurz darauf aufkommende Wind welcher in Richtung Ufer wähte lies uns wieder auf Bisse hoffen. Die Hoffnung bestätigte sich und es folgten wieder zahrte und vorsichtige Bisse. Nach einer Umstellung der Montage wurden diese Bisse in Fische umgesetzt und folgten am fließenden Band. Wieder handelte es sich um Rotaugen aber nicht in Monsterformat sondern eher im kleinen normalen Format(50-80g)
Montage:
Rotaugen befinden sich hauptsächlich im Mittelwasser und fressen dort kleine schwebende Teilchen oder picken sich von Algen/Kraut kleine Tierchen herunter. Durch das Fressen im Mittelwasser muss der Köder langsam Absinken damit Ihnen genügt Zeit bleibt den Köder zu fressen. Erreicht wurde dies durch eine Posenmontage mit Bleikette. Die großen Rotaugen wurden anfangs mit einer einfachen Bleikette beangelt, da das Beissverhalten sehr agressive war und die Bisse deutlich erkennbar waren. Bei den kleinen Rotaugen zum Schluss wurden die Bisse feiner und erfolgten gleichzeitig ziehmlich früh(40-50cm unter der Wasseroberfläche). So musste die Montage sensibler gestallten werden um frühe Bisse schnell zu erkennen. Die Montage wurde um einen kleinen Bleibulk 20cm unter dem Schwimmer erweitert um den Schwimmer schneller aufzurichten. Durch den schneller aufgerichteten Schwimmer wurden sofort die kleinsten Bisse gut erkennbar.
Futter:
Da wir Anfangs nicht wussten ob sich Rotauge oder Brassen einstellen würden haben wir einen Mix aus süßen und herben Zutaten gewählt. In der Regel sind die Brassen eher auf der süßen und die Rotaugen auf der herben/scharfen Seite. Bei der Grundfütterung auf der Polerute, wurde mit festen großen Futterballen begonnen. Das sich Rotfedern eingestellt haben,wurde sehr feucht nachgefüttert(Wolkenbildung). Von Zeit zu Zeit wurden kleine Portionen Maden nachgeschossen. Bei der Fütterrung mit der Futterschleuder auf Distanz muss das Futter eine gute Bindung aufweisen damit dies im Flug nicht zerbricht. Als Köder verwendeten wir Maden. Es wurden getrennte Futtermischungen verwendet:
Mein Futtermix:
1kg STARFISH Select Brassen Red
1kg STARFISH XXL Roach
1/2kg Bisquitmehl
1/2kg Kuchenmehl franz.
5-10% Hanf frisch grob gemahlen
1 1/2EL Vanille-Kokos Extrakt
1 EL STARFISH Attractor Bream
Christians Futtermix:
1kg STARFISH Select Brassen Yellow
1/2kg Spezial Roach
1/2kg Zwiebackmehl
1/4kg Hanf frisch grob gemahlen







