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Nassfliege in Bergsee

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Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Lupus » 05.05.2010, 08:38

Hallo Freunde!
Zumindest einmal im Jahr befische ich ein herrliches Salmonidenrevier in Zentralösterreich, wobei ich neben den Fließwasserstrecken, denen mein Hauptinteresse gilt, auch einen kleineren Bergsee befischen darf. Allerdings habe ich nur die Möglichkeit, vom Ufer zu fischen und die Bestimmungen sind die gleichen wie im Fließwasser, nämlich keine sinkenden Schnüre, Maximalhakengröße 8 (Schonhaken – für mich sowieso Grundprinzip).
Eigentlich schenke ich dem See nicht so viel Beachtung, weil ich sowieso für mein Leben lieber im Fluss fische, aber mit langem Vorfach und Trockenfliege brachte ich bei einem kurzen Zwischenstopp gegen Abend dort doch einige schöne Forellen zum Steigen. Es war natürlich viel schwieriger als im Fluss, weil im See die Trockenfliege viel genauer geprüft wird, aber es ging ja recht gut.
Aber der Lizenzvergeber meinte , ich solle es ruhig einmal an den tieferen felsigeren Stellen versuchen mit einem kleinen Streamer, Werfen vom Ufer sei natürlich nicht leicht, aber ein Versuch könnte sich lohnen, es gibt neben Bachforellen nämlich auch ein paar Seeforellen dort.
Nun ist mir aber in den Sinn gekommen, es mit größeren Nassfliegen so nach den englischen Mustern (Alexandra, Professor, Bloody Butcher etc.) zu versuchen. Die müssten sich für mich doch auch einfacher werfen lassen als der Streamer.
Jetzt würde mich diesbezüglich Eure Meinung interessieren. Diese klassischen Nassfliegen sind ja für die typischen Lake-Trouts gedacht. Führt man sie eher so zupfend? Es ist nämlich so: Meistens ist am Fluss dort zeitig in der Früh noch nicht so viel los und ich koste ihn lieber aus, wenn die Insektenschlupfphasen kommen, und da dachte ich mir, ich fange zeitig in der Früh sozusagen als „Aperitiv“ am See mit der beschriebenen Nassfliegentechnik an.
Vielleicht hat jemand aus der geschätzten Runde eine Idee oder gibt mir „Rückendeckung“?
Liebe Grüße. Lupus
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon fuschlsee0 » 05.05.2010, 10:06

Hallo Lupus!

Deine Beschreibungen passen gut zu einem mir bekannten See. Natürlich kann ich Dir keine gewässerbezogenen Tips geben.
Aber ich kenne mich ein wenig mit Seeforellen aus. Gibt es in "Deinem" See starken Maifliegenschlupf? Wenn ja, dann würde ich diese Nympfenmuster an Stellen mit starkem Schlupf probieren! Das geht an den meisten großen Seeforellenseen sehr gut. Woher Du solche Muster bekommst weiß ich leider auch nicht.....

Weiters wird an den Seeforellenseen immer wieder sehr gut auf Hegenenympfen gefangen. D.h. z.B,. Zuckmückenlarven oder ähnliche Muster. Zusammenfassend: Es muss auch für stattliche Seeforeleln nicht immer Fisch sein und man kann daher auch auf Große mit Nympfen erfolgreich sein udn muß keinen Steamer zupfen.
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Lupus » 05.05.2010, 17:42

Hallo fuschlsee!
Danke für den Tipp. Natürlich sollte ich auch an Nymphen denken. Bei Maifliegenschlupf glaube ich allerdings, dass es dort oben nicht gerade eine Maifliegengegend ist. Meine Maifliegenabenteuer spielen sich eh am meisten in der näheren Umgebung meiner Stadt an.
Weiß noch jemand vielleicht etwas über Nassfliegentechnik (ich meine bewußt Nassfliege so in der Art wie Alexandra), wie es wohl im britischen Bereich gerne auf BrownTrouts in Seen verwendet wird?
Gruss. Lupus
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon red tag » 05.05.2010, 19:20

hallo lupus!
kann dir da auch nicht allzuviel sagen. in england, irland wird viel mit nassfliegen vom boot gefischt. ich glaube mit 2 bis 3 stück am vorfach. das boot treibt mit den wind und die nassfliegen fischen recht hoch in den wellen. im fluss verwende ich gerne nassfliegen. dort macht aber die strömung viel der arbeit. ist aber sicher auch im see sehr fängig. so von meinen gefühl her würde ich ein langes vorfach verwenden und beim einholen die geschwindigkeit je nach aktivität verändern. ich schwöre ja auf die sogenannten softhakle nassfliegen wid patridge and orange. auch ein gutes muster vor allen für die im see oft häufigen zuckmücken ist die black penell. werde dir morgen einfach einige nassfliegen binden. :D
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Lupus » 06.05.2010, 05:46

Hallo red tag!
Lass Dich umarmen!!!
Ich bin schon ganz gespannt auf Deine Nassfliegen heute abend.
Ja, und langes Vorfach ist bei mir „Ehrensache-Bärensache“. Gerade am See konnte ich voriges Jahr, wo ich allerdings mit der Trockenfliege am Abend fischte, nur dank langem Vorfach die extrem misstrauischen Fische zum Anbiss bringen. Die „stieren“ nämlich die Fliege an, bis einem die Füss´einschlafen, und irgendwann geht’s unvermutet ganz blitzschnell.
Die Tendenz zu zu kurzen Vorfächern war ein typischer Anfängerfehler bei mir, egal ob jetzt trocken oder nass. Viele Fische, die ich früher nicht fing, weil sie abdrehten, sind jetzt gnädiger.
Also, bis bald! Kann ja nur mehr Stunden dauern. Und es kommt ja noch wer…..
Lg. Lupus
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Hellvis » 06.05.2010, 08:05

Ich würde bei dieser Gelegenheit gleich einmal um genauere Angaben für die Vorfachlänge in solchen Situationen ersuchen. Was haltet ihr für optimal.

Ich verwende als Anfänger vorgefertigte Vorfächer (Moser, andere gibt es natürlich auch). WIe lange sollte da die VOrfachspitze Eurer Meinung sein (wo seht Ihr die Untergrenze, was gar nicht mehr geht)?
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon frauennerfling » 06.05.2010, 08:33

hallo leute!

@ lupus: ich fische auch oft in einem see und habe die erfahrung gemacht, dass die nymphe besser klein sein sollte - perönlich habe ich mit wirklich kleinen ritz-d die besten erfahrungen gemacht. diese fische ich ohne große bewegung - eher lass ich sie nur treiben; das erfordert geduld und gleichmut, aber es wirkt. wenn ich sie dann einhole mach ich 3-5 kurze, langsame stips und lass sie dann wieder für eine halbe minute liegen.......freilich kommt es stark auf die nahrung an, die es im see gibt, sollte es pflanzen und schnecken geben, dann empfehle ich olivgrüne muster....üblicherweise sind die forellen in solchen see ständig unterwegs und sammeln und wenn sie so klauben, dann sind sie bei kleinen sachen nicht sooo skeptisch, wie bei größeren....vorfach: seit ich flour-carbon verwende sind die erfolge dort besser geworden.
@ helvis: vorfachlänge in rutenlänge (bei mir 9fuß) würde ich als maximale sinnvolle länge sehen.....

l.g.,
der frauennerfling
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Lupus » 06.05.2010, 08:46

Hallo Frauennerfling!
Sehr gut! Ritz-D habe ich eh in Hülle und Fülle. Und danke auch für die Führungstaktik. Ich glaube, ich hätte da zu zappelig geführt.
Hallo Hellvis!
Ja, Frauennerfling hat es schon gesagt. Ich sage auch Faustregel ist Rutenlänge. Mit 9 fuß komme ich in (fast) allen Situationen aus.
Gruss. Lupus
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Hellvis » 06.05.2010, 08:56

Vielen Dank!
Hellvis
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Royal Coachman » 06.05.2010, 11:24

Hallo Gerhard !

Gold ribbed hear's ear und aquatic Spider in grün oder orange haben mir die besten Erfolge beschert.

freundlichst
Gebhard
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Lupus » 06.05.2010, 12:02

Hallo Gebhard!

Dazu würde ich gerne noch wissen, ob Du die Nymphen dann im See auch eher treiben lässt mit wenig aktiver Führung, oder doch eher mit "zupfen".
Von gold ribbed hare´s ear weiß ich jedenfalls, dass dies eine Deine Lieblingsnymphen ist.

Liebe Grüße aus Wien. Gerhard
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Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Royal Coachman » 06.05.2010, 19:57

Hallo Gerhard !

Beide Nymphen muß man ruckweise bewegen, der aquatic spider hat sehr lange weiche Hecheln (Grizzly), die bei vorsichtigem Bewegen sehr aufreizend spielen. Meine gold ribbed hear's ear hat ja einen besonders leuchtenden Schwanz und wenn die geht, stürzen sich die Forellen aus mehreren Metern darauf. Als drittes könntest Du eine große Muddlernymphe aus Rehhaar fischen, die funktioniert fast immer, zumindest bis in den Herbst. Beide nicht zu klein 8 - 12.

Die großen Forellen kommen in der Dämmerung unter Land um diese großen Nymphen zu jagen, deswegen abends längs werfen!


freundlichst
Gebhard

PS: bis incl. Juni müßte auch eine große Arthofer gehen.
Royal Coachman
 

Re: Nassfliege in Bergsee

Beitragvon Lupus » 07.05.2010, 05:04

Danke vielmals, Gebhard!
Da sind ja gleich einige Muster dabei, die ich habe. Stell Dir vor, die Muddlernymphen aus Rehhaar habe ich schon seit Jahren. Als ich damals 2005 eben wieder in die Materie einstieg, gab mir der Händler einige davon mit. Gefischt habe ich noch nie damit. Genauso ging es mir mit der großen Arthofer. Kleine Arthofer, kleine Ritz-D hatte ich immer wieder probiert, aber bei den großen wusste ich nicht so recht, was ich damit an den Flüsschen machen sollte.
Nun, ich bin jedenfalls gespannt.
Gestern war Willi so nett und hat mir auch noch einige Nassfliegen gezaubert.
Lieben Grüße aus Wien. Gerhard
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