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Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon Polsi » 26.11.2009, 09:18

@Lupus: Jetzt mal im Ernst: Ändert es für dich irgend etwas, wenn sagen wir ein Karpfenangler aus deinem Verein mit seinem Fangergebnis am Ende des Jahres nicht zufrieden ist? Kann ich kaum vorstellen, und darauf wollt ich hinaus.

posti hat geschrieben:Servus Polsi,
Polsi hat geschrieben:
Hellvis hat geschrieben:Was die Verwertung der Fische angeht, darfst du das ruhig denen überlassen, die die Fische dann auch essen. Der eine liebt Forellen mit üblichem Pfannenmaß, der andere kann auch einen 10kg Karpfen noch schmackhaft zubereiten. Da muss er nicht unbedingt die Verwertung als notwendig erachten.


Genau deshalb sag ich ja, ich würd da gerne mal zuschauen, bin sehr gespannt, was derjenige mit so einem Exemplar machen würde.

Und @posti: Und bezüglich Glaubwürdigkeit: Mir ist es vollkommen egal, ob irgendein Forumuser, die ich nicht kenne, den ich wahrscheinlich nie persönlich treffen werde und von dem ich nicht einmal weiß, ob er nicht ein ganz anderer ist, für den er sich ausgibt, glaubt oder nicht... :roll: Da sind mir die Leute, denen ich näher stehe, schon wichtiger.
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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon fuschlsee0 » 26.11.2009, 09:29

Die Frage aller Fragen bzgl. Zwischenbrittelmaß ist doch diejenige, WAS man damit erreichen möchte. Und das hängt u.a. auch von der Fischart ab.
Ich kann nur von Renken am Fuschlsee berichten. Früher war das Maß 41 cm und man mußte für eine massige Renke geschätzte 50-100 untermassige fangen. Dass das Drillen gerade bei tiefstehenden Renken eine hohe Mortalitätsrate mit sich bringt, ist bekannt. Ich habe aus diesem Grudn damals irgendwann einfach nicht mehr auf Renken gefischt. Zudem ist bekannt, dass sehr große Fische nur mehr wenig "Reproduktionswert" haben.

Die Lösung war ein Zwischenmass: Fangen zwischen 38 und 41 erlaubt, darüber geschont und ab 45 wieder fangbar. Das Resultat ist - ob Zufall oder durch dieses Zwischenmass weiß ich nicht - dass die Durchschnittsgröße der Renken markant gestiegen ist, dass man wesentlich leichter massige fängt (2 Stück pro Tag erlaubt), dass man auch einmal eine kapitale mitnehmen und Zb. roh marinieren oder ausstopfen kann.

Für viele ist das Auslassen von Fischen die im Schonfenster sind schwierig. Aber ich weiß von einigen Fischern, dass sie sich peinlich genau daran halten. Zudem hat man wirklich gute Chancen, auch legal zu seinen 2 Stück zu kommen, wenn man denn unbedingt will.


Bei all dem oben Geschriebenem muß ich dazu sagen, dass das meine subjektive Einschätzung ist udn dass ich nicht so versesen aufs Renkenfischen bin. Meiner meinung nach hat es aber etwas gebracht.
Bei anderen Fischen sehe ich das teilweise gravierend anders!
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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon Hellvis » 26.11.2009, 09:41

Und wieweit hältst Du es für gesichert, dass diese andere Größenpyramide tatsächlich gibt und auch durch diese Maßnahme beeinflusst wurde?
Schwankungen hinsichtlich Stückzahl und Größe sind im Laufe der Jahre auch ohne Regeländerungen zu beobachten.

Ich neige bei solchen Fragen immer zu einer gewissen Skepsis, ob der Zusammenhang wirklich richtig erkannt wurde.
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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon MadMaxl » 26.11.2009, 13:20

Lupus hat geschrieben:
Polsi hat geschrieben: Für mich und meine Fischerei spielt es doch überhaupt gar keine Rolle, ob ein anderer mit seinem Angeljahr unzufrieden war oder nicht. Hauptsache, ICH bin mit meinen Fängen zufrieden

"Schade", dass ich nicht solche Leute in "meinem" Verein habe. Wäre echt eine Super-Stimmung :evil:
´Tschuldige Polsi: Ich habe zwar von meinen ersten Forums-Zeiten her immer gerne Deine für einen so jungen Menschen oft fachlich erstaunlich fundierten Beiträge gerne gelesen und auch Deine Waidgerechtigkeit (mit einer kleinen Ausnahme einmal: 4 Kilo-Karpf geschluckt, Vorfach abgeschnitten und schwimmen lassen.....aber wurscht, vergessen aus...) geschätzt (was gibt es schöneres, als wenn man erinnert wird, dass es auch heute noch junge wirklich ambitionierte, belesene und fischkundige Angler gibt so wie ich damals zu sein versuchte), aber mit solchen Aussagen könntest Du auch mich, der ich eh ein geduldiges Schaf bin, vergraulen.
(Tschuldige für das Abweichen vom Thema).
Lupus


Hhhmmmmm??????

Vielleicht interpretiere ich jetzt dein oder Polsis Posting falsch, aber eigentlich seh ich an seinem Posting in diesem Fall nix Verwerfliches. :?:
Wenn ICH ein schönes Angeljahr hatte, was natülich auch schöne Fänge voraussetzt, dann bin ICH zufrieden.
Davon abgesehen, dass ich nicht sämtliche Kollegen, die ebenfalls an meinem Wasser fischen, über ihre Fänge befrage, wär's mir ehrlich gesagt auch wurscht, ob der Jenige gut gefangen hat, oder nicht.
Soll ja nicht meine Sorge sein, bzw. kann ich ja nix dafür - meine Meinung.

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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon fuschlsee0 » 26.11.2009, 13:38

Hallo Hellvis!

Du hast vollkommen recht! Gerade bei Renken gibt es immer wieder gute Jahre und dann Zeiten wo es entweder wenige Große oder überhaupt wenige Fische gibt.

(Anm.: Ich habe in meinem Bericht versucht, keine Zusammenhänge zu formulieren, bzw. die Option "Zufall" offen gelassen. Vielleicht habe ich das auch zu wenig deutlich gemacht? Im Endeffekt bin ich sehr darauf bedacht, vorsichtig mit "Zusamenhängen" umzugehen (und Kausalität ist dann noch einmal eine schwierigere Kategorie!)!)

Aber, der Einsatz des Zwischenmasses und der bessere Bestand würden sich zeitlich gut decken. Und der Effekt des Fenstermaßes SOLLTE sein, dass die Altersstruktur der Fische ausgewogener wird. ich glaube, gerade bei Renken herrscht ein sehr gutes Wissen über Wachstum udn Generationen, darum und sind auch die Möglichkeiten der Einflußnahem relativ groß. Wichtig ist dabei sicherlich, die Entwicklung im Auge zu haben und bei Bedarf das Schonmaß anzupassen.
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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon Hellvis » 27.11.2009, 10:04

Wollte hier nur einen Link zu einem Bericht des SAB posten: am Irrsee gibt es auch ein Fangfenster; die Entwicklung wird auch jährlich untersucht.
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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon HoellerEr » 27.11.2009, 11:19

Hallo, alle zusammen!

Melde mich nach längerer Schreibabstinenz zu diesem Thema auch wieder einmal kurz zu Wort!
Finde ein "Zwischenbrittelmaß" oder "Küchenfenster" oder wie auch immer, als sehr gute Idee!
Dies wird in unserem Verein bereits seit einigen Jahren gelebt, obwohl ich denke dass sich sicher nicht
alle Lizenznehmer daran halten!
Schwarze Schafe gibt es halt leider immer wieder!

Möchte Euch hier nur kurz aus unserer Fischereiordnung zitieren:
Unter Gebote Punkt 3.5 findet man folgendes zu lesen:
Die gesetzlichen und vom Verein festgelegten Schonzeiten und Brittelmaße sind unbedingt einzuhalten,
auch für Köderfische. Hecht 60cm, Zander 50 cm. Zander in der Donau 45 cm. In den Lacken müssen
zur Erhaltung des Alt- und Laichfischbestandes Karpfen die größer als 65 cm sind, schonend zurückgesetzt
werden.


Dazu möchte ich noch bemerken, dass ich zu jenen Fischern gehöre die Ihre Fische verwerten, da ich und meine Familie
sehr gerne Fisch essen. Kann aber mit dieser Verordnung sehr gut leben, da ich sowieso Karpfen mit 2kg bis max.
4kg bevorzuge und sich diese meist im Brittelmass zwischen 50cm und 65cm bewegen.

Aus meiner Sichtweise ist also so ein "Fenster" sicherlich ein gutes und durchführbares Thema mit dem alle Seiten, vom
Lizenzgeber, Lizenznehmer, Plastiksacklfischer oder C&R leben können.
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Re: Was haltet Ihr von einem Zwischenbrittelmaß?

Beitragvon Polsi » 27.11.2009, 11:21

@Hoeller: Eure Verordnungen klingen für mich sehr vernünftig. Würde ich einen Karpfen essen wollen, würde ich auch Exemplare mit 2-4 kg entnehmen.
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