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Releasegesetz in Kärnten

Gesetze, Vorschriften und Gebote die das Angeln betreffen

Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Redmire Pool » 25.11.2009, 06:40

fuschlsee0 hat geschrieben: Aber da gehen die Meinungen ja leider auseinander.
!

@fuschlsee

Also bei dir soll sich einer auskennen - einerseits tolerierst eine andere Meinung...dann bedauerst es wieder.... :roll:
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon fuschlsee0 » 25.11.2009, 08:56

@ redmire: Das ist genau DIE Eigenschaft, die notwendig ist, um nicht jede Diskussion im Keim zu ersticken:
1.) Man sollte tolerieren, dass andere Menschen anderer Meinung sein können wie man selbst.
2.) Gleichzeitig muss ich diese andere Meinung aber nicht teilen (d.h. ich kann deren Haltung bedauern, mich darüber ärgern, Gegenargumente bringen, etc.). So kann eine Diskussion entstehen, bei der beide Seiten möglicherweise profitieren.
3.) Wenn man dann noch sachorientiert diskutiert, dann ist einem Meinungsaustausch (und vielleicht sogar gegenseitigem Verständnis über die jeweilige Haltung) nichts mehr im Wege!

@all: Wenn man aber - sobald jemand eine andere Meinung oder Haltung oder auch nur eine abwegig erscheinende Frage hat - sofort untergriffig wird, oder wenn man von der sachlichen Diskussion auf eine persönliche Ebene überschwenkt (ZB. mit der Frage nach dem Geburtsjahr, wie Redmire; der damit nichts anderes als Sachinkompetenz unterstellen möchte; oder so wie Polsi und einige andere hier Diskussionen gerne angehen), dann wird es immer bei so kümmerlichem Hin- und Hergeplänkel wie hier und jetzt bleiben.
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Redmire Pool » 25.11.2009, 09:55

Mit dem Geburtsjahr vermutete ich eher ein älteres Semester - genau mit älteren Semestern hatten wir schon in den frühen 90igern Probleme wegen der Boilies (weil ja alles was neu ist, schlecht ist) - was da alles behauptet wurde: in den Boilies ist Zement drinnen, darum sind sie ja so hart. :lol: In den Boilies ist nur Chemie drinnen und macht die Karpfen süchtig. :lol: (kommt dir das bekannt vor?)

Bis ich dann vor so jemanden ein Boilie verspeist hab.... :D :wink:

Ist aber nicht das Thema.
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Hellvis » 25.11.2009, 09:59

Polsi hat geschrieben:
fuschlsee0 hat geschrieben:Schade, dass nicht ernsthaft darüber diskutiert wird: Ist es wirklich unvorstellbar, dass Krapfen, die kübelweise künstliches Glumpert verputzen, nicht mehr schmecken? Die Vermutung liegt meiner Meinung nach zumindest nahe.
Wenn ich einem Hendl laufend Fischfutter (Pellets) füttere, dann dauert es gar nicht so lange, bis das Hendl nicht mehr genießbar ist. Auch die Eier schmecken in Kürze grauenhaft.

Aber, was nicht sein darf das kann nicht sein. 8) Und deswegen reden wir besser nicht drüber.


Komisch, dass Zuchtfische, die mit kiloweise Tagger gefüttert werden, doch recht genießbar sind.


Man kann durchaus geteilter Meinung sein, was die Tagger-gefütterten Forellen betrifft.

Am Traunsee war das Saisonhighligh für viele immer am Beginn des Jahres beim (bzw. Stunden nach dem) Forellenbesatz direkt von der Zucht. Ich beneide die Kollegen nicht, die diese Fänge sinnvoll verwerten. Auch viele Vereinskollegen, die sonst sicher keinen maßigen Fisch releasen, halten sich bei diesem Ereignis nobel zurück.

Man (in diesem Fall ich) kann sich viel einreden, aber auch bei den Hühnern kennt man einen klaren Geschmacksunterschied - das könnte auch der Grund sein, warum viele ihre (Geiz ist Geil-)Hendln sehr intensiv würzen (müssen). Den richtigen Geschmack eines Hendls oder einer Forelle dürften viele gar nicht kennen.
Zuletzt geändert von Hellvis am 25.11.2009, 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Polsi » 25.11.2009, 11:09

Redmire Pool hat geschrieben:Mit dem Geburtsjahr vermutete ich eher ein älteres Semester - genau mit älteren Semestern hatten wir schon in den frühen 90igern Probleme wegen der Boilies (weil ja alles was neu ist, schlecht ist) - was da alles behauptet wurde: in den Boilies ist Zement drinnen, darum sind sie ja so hart. :lol: In den Boilies ist nur Chemie drinnen und macht die Karpfen süchtig. :lol: (kommt dir das bekannt vor?)

Bis ich dann vor so jemanden ein Boilie verspeist hab.... :D :wink:

Ist aber nicht das Thema.


Jep, das kenn ich auch. Mir wollte einmal jemand weiß machen, dass Festbleimontagen verboten gehören, weil der Karpfen dann "keine Chance" hat. Im gleichen Satz wollte er dann Frolic verbieten, weil die zwei Kinder ein paar Meter weiter mehr gefangen haben als er selbst. War auch ein eher älteres Semester.
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon MadMaxl » 25.11.2009, 12:02

Redmire Pool hat geschrieben: Bis ich dann vor so jemanden ein Boilie verspeist hab.... :D :wink:


Des wür i a gern amoi sehn - mit ana gedippten Dragonblood-Kugl. :lol:
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon fuschlsee0 » 25.11.2009, 12:50

Mir ist das egal, ob Du mich als sehr jung oder sehr alt einschätzt udn auch warum Deine Einschätzung so ausfällt wie sie das eben tut. Aber ich wäre erfreut, wenn man sich selber vor Augen hält, was man mit seinen Diskussionsbeiträgen eigentlich erreichen will/vielleicht erreicht und ob das konstruktiv ist, oder eben eher nur polemisch.
Ein gutes forum hat Leute, denen daran gelegen ist, inhaltliche Dinge möglichst breit auszudiskutieren. In einem guten forum bemüht man sich um einen Diskussionsstil, der möglichst viele Meinungen zuläßt und wo man nicht gleich polemisiert, wenn einem eine Meinung nicht enspricht. Gute Forumsmitglieder fühlen sich nicht auf den Schlips getreten, wenn jemand Dinge behauptet oder nachfrägt, die aus Ihrer Sicht ganz anders aussehen. Sie versuchen aufzuklären oder nachzufragen. Und zählen sollten schlußendlich die Argumente!

Obwohl wir eigentlich eine ganz andere Überschrift haben - vielleicht könnten die Mods so nett sein und auch hier die Themen noch einmal trennen (?) - würde ich schon gerne über Boilies, Pellets, etc. und evtl. Auswirkungen auf den Fischgeschmack diskutieren. Erste Anhaltspunkte über meine Vermutungen (!!! nicht Wissen/Gewißheit, sondern nur Vermutungen!!!) hatte ich bereits gegeben.
Dabei möchte ich Hellvis beipflichten: Viele wissen wirklich nicht, wie eine richtige Forelle schmeckt! Oder ein Hendl das Biofutter statt üblicher Kost zu sich genommen hat (8 Wochen Lebenszeit, 16 Impfungen oder so...). Man sollte mal ungewürzt verkosten. Es gibt Forellen, die stinken richtiggehend nach Fischfutter.

Eine weitere Vermutung (!): Wenn an einem überschaubaren Platz (abgrenzter Schilfbereich) 30-40 Karpfen leben und dort laufend mit größeren Mengen gefüttert wird, dann könnte das eben doch Einfluß auf die Fleischqualität haben.
Jetzt wäre wirklich interessant, was denn eigentlich alles in Boilies so drinnen ist (Aromastoffe, Geschmacksverstärker, Tiermehl, Fischmehl, Konservierungsstoffe, ??????).
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Hellvis » 25.11.2009, 13:33

Wobei man das auch durchaus positiv sehen sollte: wenn man bald genug daran denkt, kann man seinen Weihnachtskarpfen mit leichtem Vanillegeschmack schon im Sommer bestellen :mrgreen:

Edit: jetzt sind mir auch noch die Lachsforellen eingefallen. Warum dieser "Mode"fisch so beliebt ist, kann ich nicht verstehen; auch geschmacklich bei guten Köchen immer wieder eine Enttäuschung. Es wird aber bewusst, wie die Ernährung das Fischfleisch beeinflusst.
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Polsi » 25.11.2009, 17:40

@fuschlsee: Dass deine These nicht stimmen kann, zeigt allein die Tatsache, dass auch Fische, die nicht gefüttert werden, nicht nach ihrer Nahrung schmecken. Oder hast du schon mal einen Fisch gegessen, der nach Muscheln, Krebsen, Zuckmückenlarven, Insekten etc. schmeckt?

Und bezüglich Tagger: Ich habe schon oft Forellen aus Zuchten gegessen, keine einzige davon schmeckte irgendwie nach Fischfutter, genausowenig wie Karpfen, die mit Frolic gefüttert werden, nach Hundefutter schmecken. Meist dient diese These nur dazu, neue Verbote zu rechtfertigen.

Wenn du ein bisschen Ahnung davon hättest, woraus zum Beispiel Boilies bestehen, würdest du wissen, dass da bis auf Konservierer bei Fertigkugeln nichts "Künstliches" drin ist. Im Gegenteil: Viele Karpfenangler bemühen sich, mit ihren Boilies einen möglichst nahrhaften, hochwertigen Köder zu kreieren.

@hellvis: ich habe auch noch keine "Lachsforelle" gegessen, die nach Fischfutter schmeckt.
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon hecht1401 » 25.11.2009, 18:06

Also über die Nahrungszufuhr kann man sicherlich den Fleischgeschmack steuern.

ZB wird die Milch unterschiedlich schmecken ob Sommernahrung oder Wintersilagefütterung. Beim Hendl schon erläutert. Auch gibt es schlaue, die die Fasanen mit Fischfutter (Tagger) füttern, weil Fasanen ganz "wild" darauf sind, nur selber essen, ist dann ziemlich öde ...

Karpfen füttern mit geschwollenem Mais (in Fischzuchten), super Gewichtszunahme, super Farbe (davon wahrscheinlich die Bezeichnung "da Göbe"), nur leider sehr Fett, schwammiges, gelbes Fleisch ...

Fische durchgehend gefüttert mit Heilbuttpellets, Fleisch angeblich zum Kotzen (erzählt, nicht beweißbar, vom Ebro, Fische mit rund 1 m)!

Also so absurd ist die Geschichte nicht!

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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Hellvis » 25.11.2009, 18:15

Ah sorry, die Lachsforelle ist mir jetzt eingefallen, weil bei ihr offensichtlich ist, dass durch entsprechendes Futter das Fleisch (Fett, Farbe!) gesteuert werden kann. Dass auch ein Karpfen durch entsprechende Nahrung verschieden schmecken kann, halte ich nicht für sehr abwegig. Ob durch Anfüttern bereits ein "schmeckbarer" Unterschied entstehen kann, hängt sicher von der Art der Boilies und der Menge ab. Das muss aber nicht unbedingt heißen, dass er ungenießbar wird. Es könnte auch sein, dass solche Karpfen besonders gut schmecken - an den Vanille-Karpfen glaube ich vielleicht doch nicht.
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon phL » 25.11.2009, 23:50

Hi erstmal,

Ich würde die Idee begrpßen das man karpfen ab einer Gewissen größe wieder zurücksetzt, aufgrund der Argumente die polsi bereits gebracht hat.
Ich fische nun auch schon seit über 10 Jahren durchgängig an der Drau und kann das nur bestätigen, das da einige einen dicken Karpfen den sie gefangen haben mitnehmen und zb in einem privaten Teich einsetzten (will hier jetzt keine Namen nennen, aber hab das bei nem durchaus bekannten Teich/Badesee bereits miterleben können.
Ich persönlich hätte aber vllt nicht 50 cm sonder 60 oder 70 für eher passend gesehen.

Das Problem was ich an der Sache sehe, zumindest in dem Abschnitt wo ich fische, wird das neue Gesetzt (sofern es den gültig) ist die Leute am Ar**** kratzen.
Das Gebiet ist ziemlich groß und man kann von Glück sagen wenn man da im Jahr öfter als 1mal von nem Aufsichtsfischer der Hollenburg kontrolliert wird.
Bei uns ist auch erlaubt man darf pro Tag je 3 Fische von jeder Art entnehmen.
Also zb: 3 Karpfen,3Forellen,3 Barsche usw
Muss man natürlich alles erstmal fangen, aber dadurch das wie gesagt fast garnicht kontrolliert wird, ist für viele die Fischsession nicht beendet wenn sie 3 Stück ihres Zielfisches entnommen haben, sondern wenn sie keine Lust mehr haben oder es Abend wird und dann gehn da auch manche schonmal mit 6 Forellen heim.
Wie gesagt ist nicht die Tagesordnung dort, aber durch die wenigen Kontrollen gibt es halt doch immer mehr schwarze Schafe...

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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Hellvis » 26.11.2009, 09:00

Worin liegt jetzt Dein Problem: ist es deswegen, weil große Kaprfen "umgesiedelt" werden oder geht Dir so etwas grundsätzlich - also auch bei kleinen Karpfen - gegen den Strich (oder bei Rotfedern, die jemand als Köderfische für den WInter mitnimmt)?
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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon markus82 » 26.11.2009, 20:33

Hellvis hat geschrieben: Warum dieser "Mode"fisch so beliebt ist, kann ich nicht verstehen; auch geschmacklich bei guten Köchen immer wieder eine Enttäuschung.


Ich weiss es passt nicht zum eigentlichen Thema,aber wieso schmeckt dir denn die Lachsforelle nicht? Ich ess gelegentlich eine von meinem Lieferanten, Gut Dornau aus Leobersdorf, und bin jedesmal sehr zufrieden. Vielleicht speist du bei "guten" Köchen, die nicht die beste Ware verarbeiten? Ich durfte mich auch schon an Lachsforellen erfreuen,die auf 4 Hauben-Niveau zubereitet wurden und die waren alles andere als eine Enttäuschung. Also für mich hat die Lachsforelle ihren Platz auf unseren Speisekarten zu recht, auch wenn sie im Vergleich zu Felchen,Huchen,Seesaibling nur meine persönliche zweite Wahl ist.

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Re: Releasegesetz in Kärnten

Beitragvon Polsi » 26.11.2009, 20:42

Muss Markus bezüglich der Lachsforelle zustimmen.
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