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Posenfischerei auf Karpfen

Alles übers Karpfenfischen

Posenfischerei auf Karpfen

Beitragvon Scorpio » 17.04.2007, 00:11

Die Posenfischerei war und ist eine gute Methode, die immer Kapitale gefangen hat. Sie wird u. U. sogar mehr Karpfen fangen können, als die Hairmethode oder die gekochte Pellkartoffel an der freien Leine. Die Hairmethode mit Boilies oder die gute alte Kartoffel sind gezielter und werden auch die weitaus größeren Karpfen fangen, man erwischt mit der Posenfischerei viele kleine und mittlere Karpfen von 5-6 Pfund. Dazu hat man den Ärger mit der Schnurdrift, und die Hairmethode ist mit Sicherheit unauffälliger.

Der große Reiz der Posenfischerei, vor allem im Frühjahr mit Würmern, liegt aber darin, daß vom Aal bis zum Zander alls drin ist, und wenn man eine Stelle im Sommer wochen- oder gar monatelang immer wieder angefüttert hat, dann im Herbst auf Raubfisch umsattelt und mit leichtem Geschirr auf Köfis angelt, der wird sich wundern, was für schöne Karpfen man noch im November fangen kann. Wenn dann einer über 8, 10, 15 oder gar 20 Pfund beißt und man ihn an leichtem Geschirr drillen und landen kann, erlebt man Sternstunden der Angelei, bei denen einem das Blut stärker in den Adern gefrieren kann, als beim Russisch Roulette. Die Erregung ist fast noch stärker, als bei der gezielten Jagd auf Großkarpfen, bei der man mit seiner Ausrüstung auf etwas Großes eingestellt ist. Beim Posenfischen aber ist das Gerät ziemlich an der unteren Grenze und oft ereignen sich Katastrophen, die man aber meistens doch irgendwie meistert: Man hat keinen kescher dabei, er ist nicht ausgeklappt, der Karpfen fegt einem fast alles von der Rolle, was man drauf hat, da man nicht zu hart drillen darf, der Karpfen haut in die Seerosen ab.


Wie auch immer, die Posenfischerei ist und bleibt eine erfolgreiche Variante, deren Reiz vor allem im Überraschungseffekt liegt, den man immer wieder erleben kann.
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Beitragvon Scorpio » 17.04.2007, 00:15

Den Beitrag wollte ich eigentlich bei "Pose auch gut für Karpfen" einstellen, aber vielleicht kann man ihn verschieben.

Gruß aus Hessen

Habe Deinen Beitrag ins Forum "Karpfenfischen" verschoben. (Franz)
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Beitragvon Lupus » 17.04.2007, 06:33

Nun, was soll ich dazu sagen? Ich denke, das Fischen mit Pose (Schwimmer/Kiel oder Floß je nach regionaler Präferenz) ist Allgemeingut und eine der rudimentären Angelmethoden für einen Fisch, der allgemein beliebt ist.
Und wer nicht den Nerv für stunden/tagelangen Ansitz mit Festblei auf Grund hat (was wohl eher die Mehrzahl der Durchschnittsangler ist), wird immer mit dieser Methode angeln, wenn es die Verhältnisse gestatten.
Aber medienmäßig sieht das Bild deshalb anders aus, weil es die Spezialisten sind, die neue Wege in der Karpfenfischerei beschreiten oder beschritten. Sie sind die Pioniere und stellen sich den Herausforderungen. Daher wird es wohl bezüglich Posenfischerei auf Karpfen wohl nicht so viel Neues oder Weltbewegendes zu berichten zu geben.
Der Angler hat die Wahl: Sich unter Zeit- und sonstigem Aufwand der Herrausforderung stellen und wirklich unter schweren Verhältnissen Kapitale zu überlisten, oder die Kurzweil der Fischerei auf Durchschnittskarpfen mit Pose oder Futterspirale oder so ähnlich zu betreiben.
Ich sehe allerdings in Pose und feinem Gerät keine zwingende Verbindung. Im sommerlichen Altwasser mit vielen Seerosen setze ich zwar genauso die fein austarierte Pose ein, fische aber mit 35er Peryl und geflochtenem Vorfach. Denn einen bulligen Karpfen von mehreren Pfunden und voller Energie in krautreichem Gewässer zu drillen mit zu dünner Schnur ist grob fahrlässig. Auch halte ich nicht aufgeklappte Kescher für eher tapsige Vorgangsweise. Das erste am Fischplatz ist Kescher aufklappen, alles andere mache ich nachher :lol:
Gruss. Lupus
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Beitragvon Scorpio » 17.04.2007, 10:49

Was deine Gedanken zu Keschern angeht, @Lupus hast du natürlich Recht. Man macht einen solchen Fauxpas allerdings nur einmal. Deine Erfahrungen, daß Du durchaus auch mit stärkeren Schnüren Erfolg beim Posenfischen hattest, kann ich übrigens bestätigen. Mit 30er Geflochtenen habe ich auch schon Schleien und Rotaugen gefangen.


Ich mag die Posenfischerei zum gezielten Karpfenangeln nicht so gerne, weil ich lieber optisch akkustische Bißanzeiger habe und die Schnurdrift sehr störend sein kann.


Vorteile der Posenfischerei mit Partikelködern und Schwimmer ist, daß man bereits nach 3- 4 Tagen einen erfolgversprechenden Ansitz riskieren kann. Nachteil ist, daß Rotaugen und Brassen den Angler zur Verzweiflung bringen können.

Aber die Posenfischerei ist und bleibt eine erfolgversprechende Methode, im Frühjahr kann ein Tauwurm oder ein Bündel Rotwürmer mitunter sehr erfolgreich auf Karpfen, und nicht nur auf die, sein. Für mich liegt der Reiz des Posenfischens vor allem im Überraschungseffekt, an einer tagelang angefütterten Stelle, an der auf Hairmethode nichts beißt, bringt nicht selten die Posenmontage mit Partikelköder doch noch einen Karpfen.

Die Freuden und Tücken der Posenfischerei habe ich natürlich in dem Beitrag oben stark pointiert dargestellt, aber ich werde nicht der Einzige sein, der beim stippen mit Matchrute und feinem Geschirr schon Blut und Wasser geschwitzt hat. Wenn man den Karpfen dann herausziehen kann, wird man die Posenfischerei wegen ihrer Dramatik lieben und selbst als Anhänger der Hairmethode immer wieder auf sie zurückgreifen, denn es macht wahnsinnig Spaß, und es ist eine Methode, die für Anfänger sehr geeignet und auch erfolgversprechend ist.
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Beitragvon zwi » 17.04.2007, 13:48

Hallo Scorpi!

Für mich hat das Posenfischen immer einen besonderen Reiz. Gerade das "Herumtanzen" der Pose wenn der Fisch den Köder inspiziert finde ich besonders schön und spannend. Auch wenn es mehr Aufmerksamkeit erfordert als das Fischen mit dem Ringerl od. Pummerl zählt das Fischen mit der Pose bei Windstille zu meinen Lieblingsarten.

lg
zwi

PS.: aber mit russischen Roulette würde ichs aber doch nicht vergleichen
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Beitragvon Carp100 » 26.07.2007, 13:41

Ich habe auf meinem Stammgewässer immer eine Angel mit Pose und eine mit Blei ausgelegt. Die Schwimmervariante ist irgendwie aufregender, da man mehr vom Probieren und Versuchen der Fische sieht, den Köder zu schnappen.
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Beitragvon SpreM » 30.07.2007, 22:39

Hallo Leute.

Auf Zander und Hecht fische ich schon lange mit der Pose. Auf Karpfen (zB Matchen) hab ich erst heuer begonnen. Das Matchen gefällt mir insofern, da es ein weitaus aktiveres fischen ist, als nur einen Köder auf Grund zu legen und ´u.u. ein wenig zu dösen´ bis der Bissanzeiger schreit oder die Rolle beginnt zu surren.

Auch trifft es das Sprichwort "Es komt anders als man denkt" immer wieder ins Bull.

Mein PB Karpfen (heuer) ist mir auf eine Rute geknallt wo mir anschließend die fast meine Augen aus den Höhlen gekommen sind.

Hatte eine Rute mit Pose,KöFi und eher dünneren Schnur auf Räuber ausgelegt. Plötzlich zieht ein Flossenträger irrsinnig schnell Schnur von der Rolle. Anschlag. Der zieht noch immer. Bremse weiter zu. Der nimmt noch immer!? Sch.... Mörder Hecht. Kumpel gesellt sich dazu!? "Was hast denn da für an Henker?" Letztendlich stellte sich nach der Landung heraus, dass ein 10 kg Schuppi den Köfi genommen hat.

LG Max
Manchmal hat man Glück, manchmal Pech und manchmal gar nichts.
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