von Lupus » 10.06.2010, 11:17
Ohne ein "crack" aus irgendeiner Szene zu sein *lach*: Ich komm ja noch aus einer Zeit, wo es eben so war: Ab einer bestimmten Länge und das war einmal ganz sicher bei 3,60m war eine Rute dreiteilig. Witzigerweise sogar schon bei 3 metrigen Ruten. Als wir Mitte der 70er alle die Richard Walker Carp von Hardy haben "mussten", war das mit 3,05m und 2 teilig für die meisten Fischer schon ein Umstieg.
Aber eines war uns auch immer eingebläut: Je mehr Unterbrechungen eine Rute hat, desto schlechter soll es für die Aktion sein. Inzwischen bin ich aber da nicht mehr so sicher und glaube daher auch gerne das Argument, dass eine 3 teilige Karpfenrute sehr gute Aktion haben kann.
Schau: Ich war fixiert von der Vorstellung, das möglichst wenig Unterteilungen sein sollte und da brachte es mich zunächst als neugebackener Fliegenfischer fast zur Weißglut, dass so viele Ruten von Orvis zum Beispiel 4-teilig sind. Und das bei Längen wo Du es echt nicht für nötig hältst, und wenn man ein hausbackener Typ ist und sich nicht dauernd zum Fischen fahren in den Flieger setzen will, brauchst Du es echt nicht. Aber: Die Aktion von den Ruten ist wirklich gut.
Aber natürlich auch wenn die Aktion nicht leidet muss einem schon klar sein, dass jede Unterbrechung irgendwie eine Schwachstelle darstellt.