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Neue Wege in der Fischzucht gefordert

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Neue Wege in der Fischzucht gefordert

Beitragvon kunifax » 28.01.2012, 11:06

Hallo !

Nach langwierigen Recherchen im Internet bezügliche der Lernfähigkeit der Fische, habe ich diesen Vortrag gefunden.
:155:

Vortrag gehalten von DDr. Jeremias Tolmtupfer anlässlich einer Konferenz über Fischereiunwesen in Oberfischhausen an der Unsinn


DDr.Jeremias Tolmtupfer, Rektor der Hochschule für Fischereiunwesen in Groß Bschlapps-Pfafflar



F I S C H Z U C H T aus heutiger Sicht !


Der wundeste Punkt in unserem ganzen Fischereiwesen ist zweifellos der Mangel an einer richtig geleiteten Fischzuchtanstalten. Nicht als ob wir keine guten Fischzuchtanstalten im Lande hätten, o nein! Aber dass auch nur eine einzige von ihnen nach modernen, pädagogischen Grundsätzen geleitet würde, kann man nicht behaupten. Warum dieser Mangel frage ich, wo doch sonst heute gerade auf dem Gebiet des Schulwesens die größten Fortschritte zu verzeichnen sind? Was wir alten Leute uns seinerzeit mit Mühe und Fleiß eintrichtern mussten, das lernen heute unsere Kinder spielend. Und man muss gestehen, sie lernen ausgezeichnet spielen. Nur in der Fischzucht ist keinerlei Fortschritt zu erkennen. Darum ist der Ruf nach einer entsprechend abgestuften Reform-Fischzuchtanstalt vollauf berechtigt.

Wie steht es denn heute? Kaum sind die jungen Forellchen aus dem Ei geschlüpft so
sehen sie sich wohlverwahrt in Draht- oder gestanzten Blechkästen. Das Wasser wird reguliert und temperiert, damit sich die Brut nur ja keinen Schnupfen hole. Ist das eine Erziehung, ist das eine geeignete Vorbereitung für das Leben im freien Gewässer? Ist der Dottersack aufgezehrt, beginnt man sogleich mit Quark oder noch Schlimmerem zu füttern. Ja wer füttert denn in unseren Bächen die Forellen mit Butter und Käse, oder gen-verfälschtem Kraftfutter ?
Natur, sage ich, Natur!
Frei muss die Forelle aufwachsen!

Alsdann kommen die Jungfische in gut gedämmte Teiche und werden sorgsam behütet. Vorher werden womöglich alle Schwimmkäfer, die doch auch eine Daseinsberechtigung
haben, und ihre Larven ermordet, die Frösche gefangen, Spitzmäuse vergiftet und dergleichen Furchtbares mehr. Die munteren Wasseramseln und prächtigen Eisvögel, die Kolibris unserer heimischen Gewässer, sind auch nicht gerne gesehen, wie sollen unsere Jungfische eine Ahnung davon erhalten, welche Gefahren ihnen in der Welt draußen drohen und wie sie sich ihrer erwehren könnten, wo Kormoran und Gänsesäger ihnen schwer zu schaffen machen werden? Und dann die schrecklichen Gefahren der Simultanerziehung, wenn so die Forellenjünglinge und -jungfrauen Tag und Nacht , ungeniert und unbewacht , beisammen sind. Was sagt da eigentlich die Kirche dazu?

Was geschieht in den Fischzuchtanstalten bisher, um die heranwachsenden Setzlinge auf ihren schweren Beruf in unseren Gebirgsbächen und -flüssen vor zu bereiten? Wo sind die Kaskaden, daran sie den Sprung über Fälle lernen könnten?. Wo sind die Übungs-Fischpässe und Sohlschwellen, an denen die Jungforellen den Aufstieg einüben und jene Fähigkeit zu gewinnen vermögen, ohne die sie bei uns in keinem einzigen Bache mehr weiter kommen?
Nichts dergleichen finden wir in unseren Anstalten!

Wird den Jungfischen irgendwo Anleitung gegeben, links zu schwimmen, um bei der bekannten Überbesetzung unserer Gewässer gegenseitige Zusammenstöße und solche mit Motor- und Raftingbooten zu vermeiden? Wo wird den Jungfischen Unterricht über unser neues Fischereigesetz und seine Durchführungsverordnung erteilt? Wo auch nur über das Wichtigste, über Schonzeiten, Mindestmaße, Fischereiaufsichtsdienst usw. Wo bleiben die Vorträge über Fischkrankheiten, Fischschädlinge, über Abwasser-Biologie und Gebirgsbachverbauung? Sie sind es, die geschädigt werden und man lässt sie in Unkenntnis über die ihnen drohenden Gefahren dahinleben.

Ist das demokratisch? Ist das sozial?

Ein „Leitfaden“ wenigstens, wie ihn unsere Universität für Fischereiunwesen in Groß Pschlapps- Pfafflar herausgebracht hat, sollte in jedem Setzlingsteich allgemein zugänglich angebracht sein.

Und sollen unsere Jungfische nicht auch Anteil haben an den Kulturerrungenschaften unserer Zeit? Wo sind die Radio und Fernsehstationen für sie? Ich fordere nicht gerade ein Fernseher für jeden Setzling aber ein Radioprogramm über Lautsprecher in jedem Teich ist wohl das Mindeste, was wir im Interesse der Allgemeinbildung erwarten dürfen.

Bei meinen Forderungen habe ich mich größter Zurückhaltung befleißigt und vorerst nur das Allerdringlichste erwähnt. So aber geht es nicht mehr weiter!
Der jetzige Zustand ist ein öffentlicher Skandal und wie immer ist, die bei der Krümmungskurve von Bananen ungeheuer strenge EU, untätig, von unseren eigenen Regierungen ganz abgesehen!

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

DDr. Jeremias Tolmtupfer Rektor der Hochschule für Fischereiunwesen in Groß Bschlapps-Pfafflar.

:la ola:


Finde das paßt in dei Fa :lol: :mrgreen: schingszeit :155:

P.H.
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Re: Neue Wege in der Fischzucht gefordert

Beitragvon Oldman » 28.01.2012, 12:07

Hallo!
Sind Fische lernfähig - ein klares jein :D
Ich denke eher sie werden instinktiv vorsichtig wenn ein Köder eine gewisse Form oder Geruch hat. Aber irgendwann ist der Hunger groß und wenn es dann nichts anderes zu fressen gibt ausser diesen gefährlichen Köder -na ja -dann hat der Angler Glück gehabt.

Gruß Oldman
wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist,
wirst du festellen, dass man Geld nicht essen kann
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Re: Neue Wege in der Fischzucht gefordert

Beitragvon zwi » 29.01.2012, 10:57

:applaus:

Netter Beitrag! Leider wird sich wohl kaum was ändern, sonst wär der Fischzüchter bald ohne Arbeit! Wobei ich gestern beim Interspar sogar Äschen von einem namhaften Grosszüchter entdecken konnte! Naja für 39,90 das Kilo sicher auch eine Alternative zum Besatzfischverkauf!

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