Da ich keine Lust hatte wieder Geld für Tauwürmer auszugeben und ich auch noch keinen Streifzug durch die Wälder auf der Suche nach Tauwürmern und Blutegel machen konnte blieb für mich nur die Möglichkeit uralte Köderfische aus dem Tiefühler zu holen und diese anzubieten.
Am Schwimmer wurde ein ganzes Bündel an Fischerl kurz über Grund montiert, die andere Angel mit Laufblei und einzelnen Fischerl am Grund.
Die Schwimmerrute bewegte sich einmal kurz und wurde leicht versetzt, doch für einen Anschlag war mir das noch zu wenig. Ich dachte an Barsche oder andere Räuber die sich das Fischbündel zurecht zerlegen und dann mit den Teilen abhauen.
Die Grundrute mit dem einzelnen Fischl bot ich mit einem kleinerer Haken an, da ich versuchen wollte die Fehlbisse zu minimieren.
Es kam in der Dämmerung leben in die Grundrute.
Ich bemerkte ein kurzes Ziehen, durch Heben des Ringerls. Sofort hängte ich das Ringerl aus und gab Schnur frei. Ich wollte, das diesmal der Fisch auch keinen Wiederstand des Freilaufs oder Bremse spüren sollte. Doch es tat sich plötzlich nichts mehr. Dann aber, ca. 20 Sekunden nach dem ersten Zupfer begann der Fisch Schnur zu nehmen. Gute 5 Meter. ich dachte mir, genug abgewartet und schlug an.
Ich bemerkte einen Wiederstand, in der Hoffnung auf einen Wels schlug ich ordentlich an und begann zu drillen. Doch schnell merkte ich,daß es sich wieder nicht um einen Riesen handeln wird.
Sofort zog der Fisch in die Seerosen und verhakte sich dort, nach einigen Minuten konnte ich ihn zum Glück aus den Seerosen lotsen und holte in zu mir.
Zu meiner Überraschung handelte es sich nicht um einen kleinen Wels sondern um einen Zander mit geschätzen 60 cm.
Ich freute mich natürlich über den Fang, verblüfft war ich trotzdem, aber wenn man die Art des Bisses revue passieren lies, war es ein klassischer Zanderbiss.
Der Schöne durfte natürlich gleich nach dem Foto wieder zurück, kurz vorm wegschwimmen hab ich ihm noch ins Ohr geflüstert: Wir sehen uns in ca. 3 Wochen wieder

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Thomas






