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Monofile oder Geflochtene Schnur zum Spinnfischen

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Monofile oder Geflochtene Schnur zum Spinnfischen

Beitragvon Strizi » 03.02.2006, 08:39

Zum Spinnfischen auf Zander und Hecht verwende ich eine 2,7m Angel mit 60g Wurfgewich und bis jetzt hab ich eine 30mm monofile Schnur verwendet.

Was meint ihr, ist zum Spinnfischen eine geflochtene besser? Wenn ja, was würdet ihr mir empfehlen?
Zuletzt geändert von Strizi am 16.02.2006, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
Schaut mal vorbei auf Angeln im Waldviertel

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Beitragvon Ferdl » 03.02.2006, 12:31

zum spinnfischen verwende ich seit jahren geflochtene, da diese der mono gegenüber klare vorteile hat!

a) geflochtene hat bei gleicher oder sogar höherer tragkraft einen geringeren durchmesser ( :arrow: größere wurfweiten; weniger stömungswiderstand, daher mehr "ködergefühl")

b) geflecht besitzt nahezu null dehnung ( :arrow: bessere bissausbeute beim anschlag; hänger lassen sich oft leichter lösen; bessere köderführung)

c) du kannst geflochtene einfach besser sehen ( :arrow: daher weißt du genau wo dein köder gerade umgeht und kannst danach arbeiten, bei hindernissen im wasser zu beispiel)

mono beim spinnen nehm ich nur im ganz klaren wasser auf forellen zum beispiel und bei minusgraden! sonst kommt für mich nur noch geflecht in frage! einige dinge musst du dabei aber beachten:

* die bremse etwas weicher einstellen, damit der fisch nicht ausschlitzt!

* verwicklungen sind aus dünner geflochtenen schlecht bis gar nicht zu lösen!

* geflochtene nur mit stahlvorfach auf hecht verwenden!

* geflochtene nie knoten, sondern mit einem "no-knot"-verbinder fischen!

meine empfehlung für dich (wenn du bisher mit einer 30ermono gefischt hast!): eine 15er oder 17er fireline in "flamegreen"! wenn du mit ihr erfahrung hast kannst sogar auf 12er und 10er runtergwehen! keine 25ermono dieser welt hält so viel wie eine richtig behandelte und richtig verwendete 10er fireline! dafür halte ich meine hand ins feuer!


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Beitragvon Lahnfischer » 03.02.2006, 14:01

Kann dem Ferdl prinzipiell wieder nur zustimmen, aber....

...ich persönlich halte von der Fireline absolut gar nichts, da gibt es wesentlich bessere multifile Schnüre wie die Fireline :wink:
Gruß Thomas

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Beitragvon Lahnfischer » 03.02.2006, 14:28

Hatte mich zum Thema Fireline schon mal in einem anderen Forum ausgelassen, habs gerade wieder gefunden und kopiere es mal einfach hier rein :wink:

Mich würde mal interessieren, warum hier so viele die Fireline fischen

Diese Schnur ist noch nicht einmal geflochten sondern die einzelnen Fasern liegen parallel und wurden nur verschweißt. (Thermofusionsschnur)
Sie ist, vor allem zum Anfang, steif wie ne Wäscheleine, verträgt kein bißchen Abrieb und ist auch nicht unbedingt billiger wie andere echte geflochtene Schnüre!
Macht das die Werbung???
Ich hatte die einmal probiert, nie wieder!
Einzig die 10er ist einigermaßen empfehlenswert, aber auch nur, weil es in dieser Stärke wenig Konkurrenz gibt und mir die Stroft GTP einfach zu teuer ist.
Ähnlich verhält es sich mit der Whiplash Pro, diese Schnur ist sowohl vom Durchmesser als auch von der Tragkraftangabe einfach geschönt (eher gelogen), verträgt auch keinerlei Abrieb, quillt dazu noch im Wasser auf...

Habt ihr schon mal vergleichsweise andere geflochtene Markenschnüre probiert oder ist das eure 1. Multifile und ihr seid mangels Vergleichsmöglichkeiten daran hängen geblieben?

Ich schwöre auf die Power Pro, die kriegt man schon online für 13.95 Euro/100 Meter
Gruß Thomas

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Beitragvon Lahnfischer » 03.02.2006, 15:40

Hab gerade mal einen interessanten Test bezüglich geflochtener Schnüre in einem anderen Forum gefunden:

Die dänische Zeitschrift Sportsfiskeren hat mal einen kleinen Test mit Dyneemaschnüren gemacht. Hier mal ein kleiner Auszug der Ergebnisse.

- Berkley Fireline: Durchmesser 0,17 mm/tatsächlich 0,223 mm (+24%)
Tragkraft 10,2 kg/tatsächlich 11,8 kg (116%)/Knotenlast (Grinnnerknoten)5,68 kg/mit Not-a-Knot 7,72 kg, Dehnung 1%

- Rapala Titanium Braid: Durchmesser 0,152 mm/tatsächlich 0,171 mm(+11%), Tragkraft 8,6 kg/tatsächlich 9,53 kg (111%)/Knotenlast 5,81 kg/ mit Not-a-Knot 8,72 kg, Dehnung 1 %

- Berley Fireline XDS: Durchmesser 0,19 mm/tatsächlich 0,232 mm(+18%), Tragkraft 12,83 kg/tatsächlich 15,44 kg (120%)/Knotenlast 9,31 kg/mit Not-a-Knot 12,21 kg, Dehnung 1%

- Berkley Whiplash Pro: Durchmesser 0,17 mm/tatsächlich 0,305 mm (+44%), Tragkraft 21,7 kg/tatsächlich 21,88 kg (101%)/Knotenlast 13,35 kg/mit Not-a-Knot 16,8 kg, Dehnung 2%

- Spiderwire Stealth: Durchmesser 0,17 mm/tatsächlich 0,212 mm (+20%), Tragkraft 16,5 kg/tatsächlich 12,94 kg (78%)/Knotenlast 9,53 kg/mit Not-a-Knot 11,53 kg, Dehnung 1%

- Power Pro: Durchmesser 0,15 mm/tatsächlich 0,22 mm(+32%), Tragkraft 9 kg/tatsächlich 12,49 kg/Knotenlast 9,94 kg/mit Not-a-Knot 10,9 kg, Dehnung 1%

Ich verwende übrigens auch keine No-knot-Verbinder, sondern einen modifizierten Grinnerknoten, bei dem ich die Schnur 2 x durch das Öhr fädele und dann 10 saubere Wicklungen, der Knoten so gebunden erhält ca. die gleiche Tragkraft wie ein no-knot-Verbinder :wink:
Gruß Thomas

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Beitragvon Ferdl » 03.02.2006, 17:14

Lahnfischer hat geschrieben:Habt ihr schon mal vergleichsweise andere geflochtene Markenschnüre probiert oder ist das eure 1. Multifile und ihr seid mangels Vergleichsmöglichkeiten daran hängen geblieben?

Ich schwöre auf die Power Pro, die kriegt man schon online für 13.95 Euro/100 Meter


nein @ lahni, natürlich hab ich schon andere geflochtene probiert! aber gerade der fakt THERMOFUSION ist das, was mir an der fireline so gefällt! das werfen mit ihr ist ein traum (im vergleich zu z. bsp: hemingmway, whipflsh o.ä!) in punkto abrieb konnte ich kein schlechteres verhalten feststellen als bei anderen - mag sein, weil ich nicht im fluss fische??? habe früher die monos mind. 2x jährlich getauscht, eine fireline kommt nur alle 2 jahre neu drauf (und ich fisch nicht wenig), aber noch nie habe ich mit der fireline (10er) einen fisch durch schnurbruch verloren! dass man sie nicht knoten sollte ist und allen klar!

ich persönlich bin von der fireline überzeugt!

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Beitragvon Ferdl » 03.02.2006, 17:23

@lahni, übrigends danke für deine ausführlichen rechergen!

hast du erfahrungen mit der TUF-line???? die möchte ich trotz meiner zufriedenheit mit der fireline testen.

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Beitragvon Lahnfischer » 03.02.2006, 17:27

Nein, die Tuff-Line hab ich noch nicht probiert, kenne die auch nur vom Hörensagen und von dem, was ich in diversen verschiedenen Foren darüber gelesen habe :roll:
Wird aber im allgemeinen recht gut bewertet, wobei viele ausgesprochene Spinnfischer doch der PowerPro den Vorzug geben würden :wink:
Gruß Thomas

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Beitragvon Ferdl » 03.02.2006, 17:34

Lahnfischer hat geschrieben:Nein, die Tuff-Line hab ich noch nicht probiert, kenne die auch nur vom Hörensagen und von dem, was ich in diversen verschiedenen Foren darüber gelesen habe :roll:
Wird aber im allgemeinen recht gut bewertet, wobei viele ausgesprochene Spinnfischer doch der PowerPro den Vorzug geben würden :wink:


sieht so aus als würde ich wirklich auch die power pro probieren, natürlich hat jeder seine vorliebe, aber wenn du sie empfiehlst kann nix schlechtes sein!

ferdl

WO SIND ALL DIE ANDEREN SPINNER IM FORUM???
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Beitragvon Jirgel » 03.02.2006, 17:49

Ferdl
Spiderwire
aber da ich mehr Allrounder bin als das ich mich auf eine art des Angel festlege bin ich lieber Still ! :wink:
Jirgel
 

Beitragvon MadMaxl » 03.02.2006, 17:55

Ferdl hat geschrieben:
WO SIND ALL DIE ANDEREN SPINNER IM FORUM???


Meine Kunstköderfischerei beschränkt sich in erster Linie auf ein bis zwei Tage Schwarzbarschangeln in Spanien, und da fische ich mit einer 0,18-er monofilen Schnur.

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Beitragvon Ferdl » 03.02.2006, 18:05

Jirgel hat geschrieben:Ferdl
Spiderwire
aber da ich mehr Allrounder bin als das ich mich auf eine art des Angel festlege bin ich lieber Still ! :wink:


verwendest du die spiderwire zum auslegen?
wie sind deine erfahrungen mit ihr?
warum still sein - die seele eines forums sind doch informationsaustäusche und diskussionen, oder?

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Beitragvon Lahnfischer » 03.02.2006, 18:12

Ich hatte im Herbst mal die gelegenheit bei einem Mod.-Treffen eines anderen Forums die Spiderwhire zu begutachten und zu testen.
Aufgespult war die 017er Spiderwhire Stealth.
Die erschien mir trotz der wesentlich höher angegebenen Tragkraft (ok, in Wirklichkeit muß man wohl gewisse Abstriche machen, siehe oben den Schnurvergleich) noch einen Teil dünner als die 015er PowerPro von mir.
Sie ließ sich wirklich super werfen, ist ebenfalls sehr abriebfest und mein Admin schwört auf diese Schnur.
Werde sie im Frühjahr auch mal auf meine neue Rolle spulen und ausgiebig testen :)
Gruß Thomas

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Beitragvon Jirgel » 03.02.2006, 18:43

SO das kein Missverdiennis auf kommt ich verwende Spiderwire für das auslegen beim Welsfischen und zum Spinnen ! mir gefält sie vor allem ihre Wurfeigenschaften auserdem ist was die Knotentragkraft an geht auch super auch mit normalen Klinch !

Nachtrag

Ich Spinne nur auf Hecht Forelle und Barsch evt Zander aber gegen euch Profispinner komme ich nicht an ! Spinnfischen ist für mich ein Schöner zeitvertreib an tagen wo ich einfach kein sitzt Fleisch habe !
Jirgel
 

Beitragvon Lahnfischer » 03.02.2006, 19:51

Hallo Jirgel,

hier geht es doch nicht um irgendwelche Wettbewerbe oder das die Aussage des einen oder anderen höher zu bewerten ist, im Gegenteil, hier ist der reine Sozialismus und wir alle sind gleich :wink:
Gerade die Meinungsvielfalt und -Freiheit sollte doch ein solches Forum auszeichnen und tut dies i.d.R. auch.

Ich bin doch auch bei weitem kein Profispinner (obwohl meine Perle schon desöfteren sagt. ich würde spinnen :P ), ich habe halt die letzten Jahre zum einen überhaupt kein Sitzfleisch mehr für längere Ansitze, obwohl ich früher auch ein ausgesprochener Ansitzer war.
Dazu kommt bei mir, daß ich zum einen das Gewässer direkt vor der Haustüre habe und wegen Arbeitslosigkeit das letzte Jahr ausgesprochen häufig am Wasser war.
Wer viel angelt fängt natürlich auch mehr wie einer, der höchstens mal am Wochenende oder im Urlaub zum intensiven Angeln kommt, ist doch logisch :)
Es wäre ausgesprochen schade, wenn sich einer nur weil er nicht so oft oder viel angelt oder fängt deswegen unter Druck gesetzt fühlt durch viele regelmäßige Fangmeldungen von einigen wenigen Anglern.
Dazu besteht überhaupt kein Anlaß :!:
Gerade durch die heutige Berichterstattung in Foren und natürlich auch Angelzeitschriften von Massenfängen oder ausgesprochen kapitalen Fängen wird ja die Realität nicht unbedingt widergespiegelt.
Selbst die echten Raubfischprofis wie Beyer, um nur mal einigen zu nennen, fangen an den heimischen Gewässern auch nicht regelmäßig kapitale Brummer.
Nicht umsonst fahren die regelmäßig an die Gewässer im Ausland, wo so etwas noch möglich ist wie eben z.B. die Bodden, die schwedischen Schärengärten, insbesondere die Gegend um Västervik zum Hechtfang oder für Zander an den Saralustri nach Rümänien, der ja nichts weiter als ein künstlich besetzter wenn auch großer Angelpuff ist oder auch nach Spanien.
Da werden dann oft die Zielfische in den Laichgebieten, wo sie teilweise dicht gedrängt stehen, beangelt und die Fotos für die kommende Saison geknipst. Diese Leute stehen dabei unter einem enormen Erfolgsdruck, da werden auch mal Fische gehältert bis das Licht stimmt und trotzdem findet man dann die Bilder in den Zeitschriften, wo der Köder werbewirksam deutlich sichtbar im Malwinkel hängt :wink:
Von dem finanziellen und technischen Aufwand, der für solche Touren aufgewendet wird mal ganz abgesehen.
In meinen ca. 28 Jahren, die ich jetzt angele ist mir z.B. noch nie der Fang eines metrigen Hechtes gelungen, wenn ich auch ein paarmal nur knapp daran gescheitert bin. Macht auch nix, man will ja schließlich ein paar Ziele haben, die es zu erreichen gilt und irgendwann kommt der Meter bestimmt :roll: :wink:
Gruß Thomas

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