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Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

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Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon hgb » 04.03.2011, 12:30

Dass wir Angler Naturburschen sind weiß ja ohnehin jeder, aber fast alle haben schon eine Situation erlebt die wirklich gefährlich war.

Mir ist das so am 28. September 2007 ergangen. Ich war mit einem Anglkollegen aus Salzburg Zander fischen.
Es war ein wunderschöner Tag bis zu dem Zeitpunkt als es auf ein einmal unheimlich ruhig geworden ist. Es war die sprichwörtlcihe Ruhe vor dem Sturm, kein Vogelgezwitscher, kein Laut, einfach nur spiegelglattes Wasser. Mein Hausgewässer ist ja mit 4800ha nicht gerade ein Dorfteich und für seine Tücken bekannt, aber mit so etwas habe ich nicht gerechnet. Da der See nur mit E-Booten befahren werden darf ist die Ausrüstung die man einem Sturm entgegensetzen kann natürlich auch nur bescheiden.

15 Minuten später ging es los, Windstärke 10 und 1,5m hohe Wellen. Das Wasser war 13 Grad kalt und wir hatten keine Schwimmwesten an Board, zudem waren wir aufgrund der herbstlichen Temperarturen warm angezogen, was ein kentern noch gefährlicher gemacht hätte. Da wir mitten auf dem See waren versuchten wir zum nächstegelegenen Ufer zu kommen. Das Hauptproblem waren aber die sehr kurze Amplitude der Wellen, was ein Anfahren mit dem Bug unmöglich gemacht hat. Mit jeder Welle haben wir Wasser geschöpft, dadurch konnten wir nur quer zur zur Wellenrichtung fahren. So wiederum war aber ein Kentern nur eine Frage der Zeit.

In weiter Ferne sahen wir ein anderes bereits gekentertes Boot und hörten die Leute die um Hilfe schrien. Leider hatten wir an diesem Tag auch kein Handy mit und konnten dadurch auch keine Rettung um Hilfe rufen. Irgendwie schafften wir es aber dann doch zum Ufer und waren froh dass wir noch lebten.

Die gekenterten trieben aber noch immer mitten auf den See und schrien um Hilfe und es versammelten sich immer mehr Schaulustige am Ufer. Niemand wollte oder konnte helfen.

Also befreiten wir unser Boot von allem unnötigem Ballast wie Angelsachen, Ruder, Fender und einfach allem und wir fuhren wieder hinaus, ohne Schwimmweseten oder irgend welchen anderen Sicherheitsmittel. Eine Woche vorher hatte ich leider einen Angelunfall, wo mein Boot mit einer großn Welle zum Steg geschwemmt wurde und mein Finger dazwischen war. Es wurde mir die Fingeerkuppe abgetrennt und im Krankenhaus wieder angenäht. Ich war praktisch mit Gips und Schiene nur eingeschränkt bewegungsfähig.

Wir schafften es trotzdem zu den beiden Ertrinkenden zu kommen und ich konnte als erstes einen 14 jährigen Jungen der schon total unterkühlt war aus dem Wasser ziehen. Danach reichte ich seinem Vater die Hand, der in seiner Not leider die kaputte Hand nahm und nicht merh los ließ. Ich dachte zuerst er reißt mir den abgetrennten Finger wieder aus und beim hereinziehn schöpfte das Boot fast Wasser, weil es mit 4 Personen eigentlich schon überladen war.

Wir schafften es aber dann doch alle heil bis zum Ufer und ich war froh dass wir alle überlebt hatten.

Leider sieht man auf den Bildern nicht wie hoch und gefährlich die Wellen wirklich waren.

Wie waren Eure Erlebnise schreibt darüber .
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon Lupus » 04.03.2011, 12:55

Hallo hgb!

Hut ab vor solch einer mutigen Rettungsaktion unter Einsatz von Gefahr.
Das einzige Mal, wo ich selber ein wenig zum „Retter“ wurde, war etwas weniger dramatisch:
Es liegt wohl mehr als 30 Jahre zurück. Ich war mit einem Freund zu zweit im Boot an einem bekannten Alpensee im Toten Gebirge, der fast nur aus völlig unwegsames Steilufer mit Felswänden aufweist. Einzig allein für die Touristen verkehrt unter Tags eine Motorplätte zum Ende des Sees.
So waren wir zu zweit mit einer „Nussschale“ von Boot schon gegen Abend, als das Motorboot schon im Bootshaus war und Ruhe von den Touristen herrschte, wieder unterwegs, um den Forellen und Saiblingen nachzustellen. Die Fische bissen gut und wir hatten schon 4 prächtige Forellen und Saiblinge im Lagel, als wir an einer ziemlich „unmöglichen Stelle“ fast am hintersten Ende des Sees zwei Menschen, einen jungen Mann und eine junge Frau winken sahen.
Natürlich wußten wir sofort, dass die ohne unsere Hilfe bis zum nächsten Morgen auf sich alleine gestellt gewesen wären. Zur Information: Mobiltelefone gab es damals natürlich noch nicht.
So legten wir mit unserem Schinackl an und ließen das total erschöpfte und durchnässte Päärchen samt ihren Rucksäcken einsteigen, wodurch natürlich das Boot , es ist nur für 2 Leute vorgesehen, mächtigen Tiefgang bekam. Wellen gab es zum Glück keine, und so ruderte ich (was mit 4 Leuten in dem kleinen Boot recht anstrengend war) die ganze Länge des Sees bis zum Bootshaus. Unterwegs erzählten sie uns, dass sie von der oberösterreichischen Seite des Toten Gebirges eine Tour gewagt hatten, sich aber verkalkulierten und auch verirrten. Gerade dieses Karstgebirge mit seinen typischen Erscheinungsformen ist nämlich für Unkundige sehr tückisch. Sie seien auch unterwegs in einen Schneesturm gekommen (im Juni!) und auch noch Opfer von aggressiven Wespen geworden, so zerstochen wie sie waren. Irgendwie hatten sie , total gefährlich – mehr rutschend als gehend über eine Schotterhalde den Ab“stieg“ zum See geschafft, der natürlich völlig menschenlos war, wenn da nicht diese zwei Fischer (mein Freund und ich) gewesen wären.
Wir gingen mit ihnen erst einmal zu unserem Haus, ließen sie ihre Angehörigen anrufen, sich duschen und umziehen und fragten inzwischen im Ort herum, wo ein freies Zimmer für sie über die Nacht wäre. Als auch das gecheckt war, dachten wir eigentlich, unsere „Schuldigkeit“ getan zu haben, aber die Beiden bestanden darauf, uns zum Abendessen in´s Wirtshaus einzuladen, was wir – damals noch nicht so sehr mit Geld gesegnet – hocherfreut annahmen, und nach Leberknödlsuppe, Grillhendl mit Pommes, etlichen Bierlis und Stamperln trennten sich unsere Wege wieder.
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon karpfen profi » 04.03.2011, 18:52

Mein gefärlichster anglerausflug war zwar nicht ganz soo gefärlich wie eure aber ich musste auch im Krankenhaus genäht werden.es war vor ca. 2 einhalb jahren . Damals war ich erst knapp 10 . Es war mitten im Sommer und wir machten Urlaub am bolsenasee in Italien. Ich ging an einen sonnigen Tag mit meinem onkel schleppfischen auf Hecht mit großen tieflaufenden wobblern. Nach etwa 2 Stunden kam erst der erste Fisch an den Haken . Ich drillte den großen Hecht(96cm) ans boot. Da wir den Fisch wieder zurück setzen woltten lösten wir den wobbler ich nahm den Hecht in die Hand und mein onkel wollte gerade das photo machn da sprang der fisch und ich Schnitt mir in den Finger und wie gesagt musste ich genäht werden
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon WiM » 13.03.2011, 20:03

Die aktuellen Ereignisse in Japan haben in mich wieder an meine Sachalin Reise erinnert. Sachalin liegt ja nur wenige km über Japan und wurde, auch wenn in den Schlagzeilen nicht so präsent, direkt vom Tsunami getroffen.

Aber zurück zu meinen gefährlichsten Momenten auf Sachalin.
Es war im September und bei wunderschönen Wetter mitten im Naturschutzgebiet auf Sachalin. Naturschutzgebiet bedeutet dort wirklich absolute Wildniss. Da gibt es keine Strassen oder Wege und sowieso keinen Handyempfang. Dort wohnten wir zwei Nächte in einem kleinen Blockhaus mitten im paradisischem Nirgendwo.
22 - Kopie.JPG

21.JPG

Am zweiten Tag machten wir einen Ausflug zum Fluss zum Seelöwen beobachten. Wir machten auch halt beim Fluss Pursh Pursh und genossen dort die Natur.
950.JPG

Als wie aus dem nichts auf einmal ein Sturm aufkam.
1100 - Kopie.JPG

Tom meinte noch "Schau da drüben ein Sandsturm" und es dauerte keine 2 Sekunden dann war der Sturm bei uns und verpasste uns eine ordentliche Sandstrahlung.
Es dauerte rund eine Stunde bis die beiden Sergeys zurück von ihrer Wanderung waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Meer bereits von spiegelglatt auf äusserst rauh verändert. (Leider gibt es keine Fotos mehr)
760.JPG

(Spiegelglatt bei Abfahrt)

Ich denke wir hatten alle ein mulmiges Gefühl jetzt mit dem Boot zu fahren aber wir mussten ja irgendwie zurück! Also versuchten wir das Boot gegen die hohen Wellen aufs Meer zu bringen. Diese Versuche gingen zwei Mal schief und das Meer spülte uns wieder zurück ans Ufer. Erst beim dritten Versuch schaute das ganz gut aus. Alle waren schon überzeugt "jetzt hats geklapp" als uns eine extreme Wellle erfasste. Der Sturm tat sein übriges und so überschlug sich unser Boot. Irgendwie schaffte ich es ans Ufer. Tom war unterm Boot was ihm, wie er erzählte, auch etwas nervös gemacht hat. Zum Glück blieben alle unverletzt!
970 - Kopie.JPG

(Die Crew vor dem Unfall)
tight lines
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon ubik » 14.03.2011, 19:38

Bei mir war es letztes Jahr im Sommer.
Ich saß wiedermal am Mühlwasser und stellte mit einer toten Laube dem Zander nach.
Nach einer Weile purzelt mein 20 Cent Stück von der Spule und die Schnur läuft.
Nachdem ich die Angel in die Hand genommen hatte und mit geschlossenem Bügel den Kontakt zum Fisch bekam, erfolgte der Anschlag.
Nach einem eher faden Drill zeigte sich ein kleiner Hecht unter dem Brittelmaß.
Der Kleine hatte die Laube aber ganz schön tief inhaliert und ich musste ein wenig operieren um den Haken aus dem hintersten Teil des Rachens zu lösen.
Letzten Endes konnte ich den Haken raus bekommen und der Hecht hatte eine kleine Wunde hinten im Rachen.
Nach der Action ließ ich mich in meinen Campingstuhl fallen und nahm einen langen Zug aus meiner Bierdose.
Als das kühle Nass meine Kehlkopf berührte, merkte ich, dass da etwas im Bier war, das dort nicht hingehörte.
Im selben Augenblick spuckte ich alles wieder aus, aber es war schon zu spät. Die Wespe hatte mich bereits gestochen.
Ein seltsames taubes Gefühl machte sich in der Rachengegend bemerkbar und ich spürt wie alles anschwoll.
Die Möglichkeiten schossen mir durch den Kopf. Zusammenpacken oder hier bleiben.
Ich bin nicht allergisch gegen Wespen, aber ein Stich in den Hals kann trotzdem gefährlich werden.
Ich entschied mich dann für hier bleiben und kühlte die Stichstelle mit einem frischen kalten Bier.
War aber trotzdem ein komisches Gefühl und ich war froh als meine Freunde endlich hier waren.

Seit diesem Erlebnis glaub ich fest an Angelkarma. Ich bin mir sicher das war die Rache des kleinen Hechtes.

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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon Kaindlau » 14.03.2011, 23:40

Servus @ubik


Womit wieder einmal gesagt werden muss, kaltes Bier hat seine Berechtigung beim fischen. :prost:
Da ich auch einmal einer Wespen oder Bienenschluck genossen habe (allerdings nicht beim Fischen) habe ich mir folgender Weise geholfen.
Aus praktischen Gründen bevorzuge ich Dosenbier, das aber nicht wirklich gut zu verschließen ist.
Seit ich einen Steinzeugkrug (1/2 Liter) mit Deckel benutze ist nicht nur die Gefahr von lästigen Insekten gebannt, sondern das Bier bleibt auch länger kalt. :D

Was mir aber wirklich zu denken gibt, ist dein folgender Satz
ubik hat geschrieben:Nach einer Weile purzelt mein 20 Cent Stück von der Spule und die Schnur läuft.

gibt es wirklich noch jemanden der diese alte "Analoge" Methode, dem Digitalen Firlefanz bevorzugt :up2: , und auf was fällt dein 20 Cent Stück ?

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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon ubik » 15.03.2011, 08:11

Kaindlau hat geschrieben:Servus @ubik


Womit wieder einmal gesagt werden muss, kaltes Bier hat seine Berechtigung beim fischen. :prost:
Da ich auch einmal einer Wespen oder Bienenschluck genossen habe (allerdings nicht beim Fischen) habe ich mir folgender Weise geholfen.
Aus praktischen Gründen bevorzuge ich Dosenbier, das aber nicht wirklich gut zu verschließen ist.
Seit ich einen Steinzeugkrug (1/2 Liter) mit Deckel benutze ist nicht nur die Gefahr von lästigen Insekten gebannt, sondern das Bier bleibt auch länger kalt. :D

Was mir aber wirklich zu denken gibt, ist dein folgender Satz
ubik hat geschrieben:Nach einer Weile purzelt mein 20 Cent Stück von der Spule und die Schnur läuft.

gibt es wirklich noch jemanden der diese alte "Analoge" Methode, dem Digitalen Firlefanz bevorzugt :up2: , und auf was fällt dein 20 Cent Stück ?

Petri aus Enns


Hehe. mit dem Steinzeugkrug beim Angeln sitzen. Die Vorstellung hat was. Kühlung und Wespenschutz. Eine gute Idee.
Obwohl bei mir war das ja Karma. Zu meinen analogen Bissanzeigern. Irgendwie hab ich nie in Erwägung gezogen, dass ich mir so Piepser kaufe.
Weiß nicht wieso. Deshalb mein 20Cent-Stück, das übrigens auf meine Plastik-Angel-Kiste fliegt und dort ein gut hörbares Geräusch erzeugt.
Die Kiste ist sehr flach und mit aufgeklappten Deckel fliegt die Münze selten daneben.
Obwohl ich mit den verlorenen 20Cent-Stücken, wahrscheinlich schon 3 :D elektronische Bissanzeiger kaufen hätte können,
bleib ich doch bei meiner Methode. Ausserdem bin ich schon vollkommen auf das Geräusch konditioniert.
Wirklich unerlässlich wären die Dinger ja nur beim Nachtangeln, wenn man daneben schläft.

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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon Pedro » 15.03.2011, 10:02

Ubik, DANKE!
Seit dieser Thread existiert, denke ich schon nach, obs für mich eigentlich schon mal richtig gefährlich war beim Fischen. Einmal in voller Montur+Watstiefel am Buhnenkopf ins Wasser gefallen, einmal große Hagelkörner auf den Kopf bekommen, vor denen ich mich mit dem Rucksack schützen musste, aber das wars schon.
Aber jetzt ist es mir eingefallen: Bierdose steht eine Weile geöffnet herum, ich will einen Zug nehmen, aber aus irgendeinem Grund schaue ich kurz in die Öffnung rein, und siehe da: Eine Hornisse schwimmt im Bier um ihr Leben. Und ich bin dankbar, dass ich meines noch habe. Hornissenstiche irgendwo am Körper sind zwar sicher verkraftbar, aber im Rachen?...
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon Lupus » 15.03.2011, 10:30

Na, spätestens jetzt weiß ich, warum ich NIE im Freien irgendwas aus einer Dose saufe.

Und zur analogen Bissanzeigemethode: Da bin ich auch ein Bekenner. Und Nachtfischen fällt bei mir aus zwei Gründen aus: Erstens ist es an meinen Revieren von den Pachtverträgen her nicht erlaubt, und bis 23 Uhr in den Sommermonaten schlafe ich schon nicht ein, also brauche ich nichts akustisches, was mich weckt.
Und auch sonst würde es mir nicht liegen, da ich meine „Beutezüge“ nur in kurzen schnellen Zupackern mache, aber nichts eine Nacht lang oder auch einen Tag lang „aussitze“. Das kann ich eben nicht. Jeder hat seine Marotten.
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon ubik » 15.03.2011, 12:35

Pedro hat geschrieben:Ubik, DANKE!
Seit dieser Thread existiert, denke ich schon nach, obs für mich eigentlich schon mal richtig gefährlich war beim Fischen. Einmal in voller Montur+Watstiefel am Buhnenkopf ins Wasser gefallen, einmal große Hagelkörner auf den Kopf bekommen, vor denen ich mich mit dem Rucksack schützen musste, aber das wars schon.
Aber jetzt ist es mir eingefallen: Bierdose steht eine Weile geöffnet herum, ich will einen Zug nehmen, aber aus irgendeinem Grund schaue ich kurz in die Öffnung rein, und siehe da: Eine Hornisse schwimmt im Bier um ihr Leben. Und ich bin dankbar, dass ich meines noch habe. Hornissenstiche irgendwo am Körper sind zwar sicher verkraftbar, aber im Rachen?...


Du ich kann dir sagen ich bin normal auch nicht zimperlich, aber da ist mir schon kurz anders geworden.
Ist ein blödes gefühl, alleine wo zu sitzen und zu wissen, dass einem eine Wespe(an Hornisse möcht ich gar nicht denken)
in den Hals gestochen hat. Meine Freundin ist extrem allergisch gegen Wespenstiche. Die hätte diesen Vorfall wahrscheinlich nicht überlebt. :shock:
Ich war dann wirklich froh, als meine Freunde endlich da waren. Die hätten mich dann mit geschwollenen Hals,
oder volltrunken ins Spital bringen können... :D

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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon Schloma » 15.03.2011, 14:09

Auch bei mir war es der Sturm und ein Boot.

Weniger hohe Wellen als bei HGB aber mit ordentlich Blitzen.
Bin alleine auf dem Inn unterwegs gewesen, plötzlicher Wetterumschwung ...... wollte noch so schnell wie möglich in den sicheren Hafen und bin dazu in relativ geringem Abstand zum Ufer am Leitdamm entlang gefahren.

Das Astzeug ist von allen Seiten angeflogen gekommen. In der Ferne war der erste Blitz zu sehen, kurz darauf hat es etwa 150m von mir entfernt eingeschlagen.

Halber Herzstillstand und Angst wie wie ne Mietzekatze vor Nachbars Rotweiler!
Was macht man wenn man bei dem Mistwetter in einem Boot mit Carbon-Antennen sitzt, auf der Freien Wasserfläche ist man genau so ungeschützt wie unter den Bäumen.

Sowas wünsche ich keinem....

SY
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon hesi » 15.03.2011, 14:14

Kleiner offtopic-Tipp: Sollte ich (was nicht oft vorkommt) auch mal in freier sommerlicher Wildbahn was aus der Dose schlürfen, dann suche ich mir einen (sauberen) genau passenden flachen Stein und lege ihn auf die Öffnung...
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon Pogu » 16.03.2011, 08:36

Hallo,

meine gefährlichsten Angelerlebnisse hat ich im Po Delta.

Das erste Mal hatten wir uns für die Nacht am Boot knapp am Ufer eingerichtet. Wir begannen gerade mit dem Abendessen, als ein schweres Unwetter heranzog, was wir aber nicht bemerkten, da die Wolken durch den Auwald nicht zu sehen waren. Nach den ersten Strumböen packten wir sofort zusammen um in Richtung Camp zu fahren. Allerdings war das Unwetter so schnell aufgezogen, dass wir es nur mehr unter schwierigsten Umständen schafften.
Das Boot war durch die heftigen Sturmböen kaum mehr steuerbar und wurde immer wieder gefährlich nah ans Ufer gedrückt. Eine Windböe erwischte uns voll von vorne und das Boot stieg auf. Die meterhohen Wellen tat ihr übriges dazu. Wir waren sehr froh, das Camp heil erreicht zu haben.

Das zweite Mal war ich mit rob gone fishing im Delta unterwegs. An diesem Tag hatten wir beschlossen, den Po di Gnocca so weit als möglich hinunter zu driften. Wir waren bis dato noch nie so weit vom Camp entfernt. Als wird den untersten Punkt des Gnocca, die Pontonbrücke, erreichten, waren am Horizont wieder Mal so eigenartige dunkle Wolken zu sehen. Als gebranntes Kind vom 1. Mal fuhren wir sofort in Richtung Camp. Doch zu spät. Das Unwetter war schneller da als gedacht. Bei der Heimfahrt trafen wir noch 2 Boote vom gleichen Camp. Diese wollten aber in einer geschützten Pumpstation das Unwetter abwarten. Naja, es kam das Gleiche wie letztes Mal. Sturmböen, meterhohe Wellen, volles Programm halt.

Wir schafften es jedoch wieder ins Camp. Das Unwetter dauerte aber länger als normal und nach ca 1 Stunde kamen die anderen Boote total nass heim.
An diesem Tag musste sogar der Flughafen in Venedig gesperrt werden und in der Adria ist ein Fischer ertrunken.

Anbei noch ein paar Fotos von damals.
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Re: Mein/Euer gefährlichstes Angelerlebnis

Beitragvon Oldman » 16.03.2011, 13:24

Hallo!
gefährlich Hmmm.
bei einem Tripp -Kutterangeln in der Ostsee flog aufeinmal meine Pudelmütze -wurde mir wie von Geisterhand
von den Kopfgerissen- davon.
Die Pudelmütze bekam ich wieder hing an einem Pilker vom Angelnachbarn. Ich kann nur sagen Glück gehabt.
So ein Pilkerdrilling im Ohr oder gar im Kopf kommt nicht besonders gut.
Ja was alles so auf einem Kutter angelt -da kann man nur mit den Kopf schütteln und wenn dann noch :prost:
im Spiel ist wird es lebensgefährlich dann bleibt man lieber in der Kajüte.

Beinahe hätte es noch einen Unfall gegeben und es wäre jemand über Bord gegangen. Bei meinen 191 cm und 120kg
Kampfgewicht :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Gruß Oldman
wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist,
wirst du festellen, dass man Geld nicht essen kann
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