Hallo Leute!
Am Samstag war der lang ersehnte Tag gekommen. Ab nach Wartberg ob der Aist zum Flifi-Grundkurs.
Bei der Kriehmühle angekommen wartete unser Lehrer in seinem urigen,gemütlichen Häuschen schon mit frischem Kaffee auf uns. Wie bei den Fliegenfischern üblich wurde aus "Herr Schnöller" gleich der "Gerhard". Er war mir schon bei unserem Telefonat sehr sympatisch und dieser erste Eindruck sollte sich bestätigen.
Nachdem wir (mei Onkel begleitete mich zum Kurs) uns in unsere nagelneue Watbekleidung geworfen hatten,ging es nach kurzer Einweisung gleich im Wasser zur Sache. Der Gerhard geht nämlich vor die Tür,fällt einmal um und liegt schon in seinem eigenem Revier der Feldaist.Einfach eine Traumlage.
Da ich einen 2 Mann-Kurs gebucht hatte, konnte sich der Gerhard ganz auf uns konzentrieren.Wir starteten mit dem Rollwurf,und siehe da,nach ersten wahrlich deprimierenden 15 Minuten ging es immer besser. Die Anweisungen und Erklärungen vom Gerhard waren sehr einleuchtend und so kämpften wir uns bis zum Überkopfwurf vor. Dann kehrten wir in der Mühle beim Wirt ein und stärkten uns für den Nachmittag.( Die Einheimischen munkeln das es hier die besten Forellen weit und breit gibt.Die werden wirklich ganz frisch geschlachtet,mein Onkel überzeugte sich von dem tollen Geschmack.Ich entschied mich natürlich für einen Bröselteppich mit Pommes!).
Nach dem Mittagessen zeigte uns der Gerhard wie man die Goldkopfnymphe anknüpft und wir stapften stromauf um unseren ersten Fisch zu fangen.Dieser liess allerdings zahlreiche Würfe auf sich warten.
Nachdem mir der Gumpen in dem wir standen genau erklärt wurde,warf ich meine Nymphe mit einem herrlich batscherten Rollwurf in die Strömung. Also Rute hoch, so wenig Schnur wie möglich am Wasser,Bissanzeiger genau beobachten,menden,dann Dead Drift und Schnur nachfüttern,Nymphe stoppen und stromauf reizen. Und dann: Kräftiger Biss und die Rutenspitze krümmt sich. Also Rute hoch und immer schön auf Spannung halten.Langsam hol ich mit der Schnurhand die Leine ein und nach kurzem Drill halte ich meine erste, auf Fliege gefangene Regenbogenforelle in der Hand.Ein schöner Fisch, etwa 35cm lang. Nachdem ich die Hübsche wieder ins Wasser entlassen hatte, kam ich in den Genuss der Fliegenfischer-Taufe. Ein feucht-fröhliches Erlebnis.
Unser Lehrmeister machte sich dann auf den Rückweg zur Mühle und wir fischten noch bis ca. 19.00 Uhr weiter.Mein Onkel und ich konnten jeder noch 3 Fische fangen.Nur kleine Bafos,aber ich hab mich sehr drüber gefreut. Is wirklich ganz was Eigenes, so eine Forelle aus dem Bach zu fangen. Da spielt die Grösse gar nicht so eine Rolle.Da ist das Drumherum viel eindrucksvoller, wenn man da so in der Strömung steht,ganz nah am Geschehen,mitten in der Natur.
Zusammenfassend möchte ich mich beim Gerhard und seiner lieben,besseren Hälfte für diesen tollen, lehrreichen Tag bedanken. Ich hab mich sehr wohl gefühlt bei ihm und werd ihn sicher noch öfter besuchen. Mich hat das Fliegenfischen begeistert und ich werde in Zukunft viel Zeit darin investieren.Ich bin also vom Fieber gepackt und freue mich schon mein Können zu erweitern.Also üben,üben,üben.
Der Gerhard hat sich dann noch die Zeit genommen und mir die Grundausstattung aus dem Hiki-Katalog aufgeschrieben( Der Hiki ist 10 min von dort entfernt und die Beiden sind gute Freunde). Obwohl es mich verwundert hat, vertrau ich ihm und starte mal mit Rute und Rolle von Snowbee( unsere Kursruten waren von fishing one).
Ich stell noch den link von seiner Seite rein, vielleicht sucht noch jemand einen guten Kurs. Der Gerhard ist ja auch ein toller Fliegenbinder und bietet solche Kurse natürlich auch an.(Ich hab ihm übrigens die Fliegen von unserem @red tag gezeigt und er meinte,das wären ganz fein gebundene Fliegen).
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