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Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

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Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon burtonman09 » 08.05.2011, 16:34

Nach dem ich das Frühstück hergerichtet und das Geschenk für meine Mutter geschickt platziert hatte. Brach ich mich mit meinem Fahrrad samt Anhänger für das Angelzeug, in Richtung See auf. Es war noch ziemlich kalt als ich in den See stieg, um das Boot zum Ufer zu holen. Ich packte das ganze Zeug in das Boot und fuhr hinaus. Wie jedes mal vorm Angeln, checkte ich alle Knoten, auch den mit dem ich zwei Stücke meiner Hauptschnur verbunden hatte. Dazu musste ich jedoch meine Montage hinunter lassen. Kurz ander Schnur gezogen und der Knoten war aufgegangen. Na gut, dachte ich mir, binde ich einen neuen. Als ich gerade anfangen wollte, spürte ich einen Ruck in der Hauptschnur. Fisch :D. Ich fing an mit der Hand die Schnur heraufzuziehen und siehe da, das war ja gar keine Renke :| . Sonder mein erster Seesaibling im Mondsee überhaupt :up2:.
08052011058 (2).jpg

Leider weilte die Freude nicht lange. . .
08052011059 (2).jpg

. . ., weil ich wieder einen schönen Knoten in der Hauptschnur hatte :cry: .

LG burtonman09
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon buggi » 08.05.2011, 17:08

:up2: :up2:
So etwas ähnliches ist mir bzw einem Freund auch mal passiert.
Er hat über meine Schnur ausgeworfen, dabei haben sich dann die schnüre irgendwie total verwurschtelt und plötzlich zog irgendwas total an der schnur..aber sie ist dann leider gerissen.

Petri dir ;)
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon Lupus » 08.05.2011, 17:16

Petri zum Saibling!
Ich hatte meine früher immer in der Grundlseer Gegend beim Schleppfischen gefangen mit sehr leichten Eigenbaublinkern.
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon hgb » 08.05.2011, 17:24

Petri Heil, das ist ein wunderschöner Fisch.
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon burtonman09 » 08.05.2011, 17:24

Danke!
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon hesi » 08.05.2011, 22:09

Petri zu dem schön gefärbten Fisch!

@ Lupus: Das interessiert mich nun sehr. Wie sah deine Montage aus, wie hast du die Blinker gebastelt und wie hast du diese angeboten? Fragen über Fragen :D
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon Lupus » 09.05.2011, 05:47

Hallo Hesi!

Wer gezielt auf Saibling fischte, hatte eine Schlepprolle (wenige nur eine gekaufte, das meiste waren recht abenteuerliche selbstgebaute, oft aus dem Rad eines Kinderrollers, mit einer aufgeschweissten Zwinge am Bootrand festgemacht.
Dann noch ein ebenfalls an einer Zwinge befestigtes Aufhängegestell, wo die starke Schleppschnur (starkes Monofil) durch einen Ring, der an einem Gummiringl befestigt war, durchlief. Am Ende der Schnur ein schweres Schleppblei, und alle 5 Meter einfach eine Schlinge in die Hauptschnur hineingemacht, in die dann die Karabiner mit den Seitenschnüren eingehängt wurden, an denen die Blinker liefen.
Es waren nur 2 Blinker parallel gestattet, mehr hätte auch keinen Sinn gemacht. Die Saiblinge stehen dort nicht so tief, im Grundlsee 10-15 m meistens, im Toplitzsee 5 – 10 m, also reichte es runterzulassen, an die erste Schlinge die erste Seitenschnur mit Blinker einzuhängen, ein paar Kurbeln runterdrehen bis zur 2. Schlinge, 2. Seitenschnur mit Blinker einhängen , das ganze durch das Ringl am Gummiringl laufen lassen und dann langsam, also wirklich langsam rudern.
Nahm ein Saibling einen Blinker, fing das Ringerl am Gummi zu zucken an, man machte einen festeren Ruderschlag als „Anhieb, kurbelte die Rolle hoch, zuckte es schon an der ersten Seitenschnur, drillte man den Saibling von Hand zum Kescher, sonst müsste man das erste Vorfach aushängen, und bis zum 2. Vorfach raufkurbeln. Aber da es ja nur 2 Seitenzweige waren, ging es recht einfach mit etwas Übung, am besten natürlich wenn man zu zweit war.
Die Blinker waren aus Dosenblech mit der Blechschere gemacht. Sie sahen von der Form etwa so aus wie der Toby von Abu, aber sie drehten sich um die eigene Achse. Im Gegensatz zu einem Spinner allerdings der nur an einer Seite des Blattes an der Achse hängt und sonst frei rotiert, war dieser Blinker an beiden Enden befestigt, und damit er rotiert, waren die spitz zulaufenden Enden hinten jeweils in die gegengesetzte Richtung verdreht, sodass es wie ein Propeller rotierte.
Wenn ich solche Blinker nicht hatte, fing ich aber auf kleine Tobys von Abu auch recht gut, auf die silbernen und goldenen.
Später fingen sie an, mit normaler Rute und Rolle zu fischen, einen großen Blinker ohne Drillinge zu nehmen, dort ein kurzes Vorfach und Einfachhaken mit Maden dranzugeben. Damit wurde auch gefangen, aber mich hat das nicht mehr interessiert, Saibling und Made interessiert mich nicht so sehr. (abgesehen davon wäre es eh verboten gewesen, weil auf der Lizenz stand vom Boot nur Blinker oder toter Köderfisch ab 5 cm, nur Schleppen erlaubt, kein Zupfen oder Tunken).
Und heute kann ich es nicht mehr probieren, weil nur mehr „Hechtfischen vom Ufer“ für 5 Euro pro Tag erlaubt ist. Da verbringe ich meine Fischtage lieber an der Traun logischerweise.
Interessieren würde mich eventuell ein Fliegenfischen auf Seesaiblinge in Hochgebirgsseen. In sehr hochgelegenen Seen wo der Seesaibling praktisch der einzige Fisch ist, und die Seen sehr klein und karg sind, soll das angeblich möglich sein, so mit Nympherln oder wenn sie tatsächlich einmal steigen mit der trockenen.
Aber ich bin nicht für echte Bergkraxelei gerüstet und das Risiko, raufzukommen und dann dreht das Wetter und Du hängst in einem Unwetter fest auf 2000 m, danke. Abenteurer bin ich keiner.
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon burtonman09 » 09.05.2011, 06:25

Ja, ich kenne da auch so ein Locksystem für Saiblinge, wo immer ein Blinker ohne Haken und eine Nymphe nach einander auf den Seitenarm gebunden sind.
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon hesi » 09.05.2011, 10:17

Sehr interessant Lupus, danke dass du dir die Mühe gemacht hast so ausführlich zu antworten!
Dem werde ich natürlich Respekt zollen und diese Saison dein System ausprobieren. :wink:
Allerdings mit nur einem Blinker, mehr sind bei uns nicht erlaubt.
Das Basteln der Rolle werde ich mir jedoch ersparen - ich habe fürs Hegenefischen eine 7/8er Klasse Fligenrolle zweckentfremdet, die wird auch dafür herhalten müssen.
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon Lupus » 09.05.2011, 10:27

Hallo hesi!
Bitte, gerne geschehen!
Das mit der Schlepprolle hat eh nur Sinn, wenn man mindestens 2 Blinker parallel führt. Und auch nur da habe ich es gemacht wie eben die Einheimischen, bei denen ich die Seefischerei dort gelernt hatte.
Es war aber auch leichter als an anderen Seen. Der Toplitzsee zum Beispiel ist nicht so groß, und da er ab ca. 15 -20 m eh keinen Sauerstoff mehr hat, war es klar, dass man nicht viel mit den Tiefen jonglieren mußte. Bist Du gegangen auf 5 + 10 m, oder zwei drei Kurbeldrehungen mehr runter, 7 + 12, und irgendwann hat das Gummiringerl gezupft.
Später habe ich aber auch Saiblinge mit normalem Blinker beim Schmeissen gefangen, wenn man einen Toby tiefer hat gehen lassen, hat´s auch manchmal „g´rumpelt“ , oder auf ein Pfründl am Tirolerhaken. Einmal hatte ich da sogar an einer Stelle zwei herrliche Seesaiblinge mit 37-38 cm hintereinander gefangen.
Vom Drill her waren sie nicht so phantasievoll wie eine Forelle. Hat ein Seesaibling gebissen, ist es meistens eher auf Tiefe geblieben und hat hin und her getorkelt.
Aber herrliche Fische waren es.
Schade, dass mit diesen beiden Seen nix mehr los ist.
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Re: Mein erster Seesaibling unter kuriosen Umständen

Beitragvon burtonman09 » 09.05.2011, 11:37

Am Mondsee wären die Seesaiblinge auch fast ausgestorben, nur durch den Bau einer Kläranlage konnte das gestoppt werden. Seit 1995 hat sich der Bestand dann wieder gefangen. Zur Zeit sind die Saiblinge noch Ganzjährig geschont, aber es wird über eine Entnahme von 2 Saiblinge pro Tag diskutiert.
Jedoch ist die Abstimmung im Revierausschuss wegen einem Berufsficher der gegen diese Bestimmung gewählt hatte nicht durch gekommen, obwohl die neuen Bestimmungen schon gedruckt waren.
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