von Polsi » 24.03.2011, 18:13
Wer hat den Kleinsten?
Der Wettstreit geht weiter...
Die Sonne stand hoch am Himmel, heizte Luft und Wasser auf, und ich hatte ein paar Stunden Zeit! Dreimal dürft ihr raten, was ich getan habe... Am Wasser angekommen setzte ich mich auf einen Platz, von dem ich zu 100 Prozent wusste, dass sich die Karpfen hier stapeln würden, und so war es auch. Ich warf meine Ruten, einmal Snowman, einmal Fluo-Popi mit PVA-Stick weit in eine Bucht, in der einige versunkene Bäumer lauerten, aber ich schätzte die Chancen recht hoch ein, einen gehakten Fisch hier auch raus zu kriegen.
Mit meiner Platzwahl lag ich goldrichtig! Den ganzen Nachmittag lang zeigten sich die Fische hier im Minutentakt. Rollen an der Oberfläche, und Sprünge, teilweise mit dem ganzen Körper aus dem Wasser, alles war dabei. Ich wusste, dass es großteils kleine Karpfen waren, aber vielleicht waren die Großen ja nicht weit. Doch es war zum Verzweifeln... Die Fische waren da, und es kam einfach kein Biss. Ich war mir aber sicher, alles richtig gemacht zu haben. Erst kurz vor der Dämmerung kam der erste Biss auf den Pop-Up, und ein kleiner Schuppi landete im Kescher.
Naja, zumindest einmal ein Anfang. Schnell legte ich die Rute wieder aus und harrte der Dinge. Bald darauf kam der nächste Biss, und ein weiterer Mini-Karpfen kam zum Vorschein.
Ich hakte ihn schnell im Kescher ab und warf erneut aus, und von da an überschlugen sich die Ereignisse. Ich wunderte mich, dass am Snowman noch kein Zupfer zu registrieren war und beschloss, dieses Rig neu auszuwerfen. Also gesagt getan, doch als ich gerade am Einholen war, kam ein rasanter Biss an der anderen Rute, die ich wohlgemerkt erst vor einer knappen Minute ausgeworfen hatte! Ich nahm Kontakt auf, und angesichts der Tatsache, dass bereits ein Fisch im Kescher schwamm, wurde ich leicht panisch. Doch so weit, dass ich den gehakten Karpfen keschern konnte, kam es erst gar nicht, denn dieser - definitiv kein Satzler - zog zielstrebig in die Bäume, schlitzte aus und der Haken grub sich in irgendeinen Ast. Mir blieb nichts anderes übrig als die Hauptschnur abzureißen. Sie brach genau am Knoten zur Schlagschnur. Wie erwartet war das die letzte Aktion der Session. Mit dem Tamtam, den die kleinen Karpfen und der Schnurriss am Platz verursacht hatten, hatte ich die Fische misstrauisch gemacht. Der verlorene Fisch wurmte mich wie alle anderen verlorenen Fische zuvor auch, doch auch das gehört dazu....
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