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Maränen-Hechte...

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Maränen-Hechte...

Beitragvon hesi » 07.05.2010, 23:08

...oder wie fange ich einen solchen.
Mein erster Gedanke: Renke fangen, in selber Tiefe wie gefangen die Renke als Köder langsam schleppen. Und das mit Ausdauer jeweils zu verschiedenen Tageszeiten.
Am Traunsee zB darf man nicht Schleppfischen. Da aber immer wieder mal so ein Maränen-Hecht gefangen wird frage ich mich wie man das auf die Reihe kriegt?
Zum Motiv: angeregt durch viele G'schichteln und auch interessiert an der Lebensweise bzw. Spezialisierung eines solchen Hechtes wäre es das Höchste mal einen aus der Tiefe locken zu können. Dabei zählt weniger die Größe besagter Hechte (zugegeben, ein angenehmer Nebeneffekt) sondern mehr die Methode.
Beißen Maränen-Hechte wirklich nur auf Coregonen oder auch auf andere Köderln, bzw. ist es sinnvoll es überhaupt mit anderen zu versuchen oder könnte gerade ein Exot diese oft sehr erfahrenen Hechte zum Biss anregen?
Gibt es gewisse Erfahrungen bezüglich Beißzeiten oder Lebensrhythmus?
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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon Lukas Friedl » 08.05.2010, 06:36

Servus!

Maränen-Hechte sind im grunde eigentlich nur Hechte die sich hauptsächlich von Renken ernähren. Die Hechte haben sich sozusagen spezialisiert. Für diese Hechte trifft allerdings auch der Begriff "Freiwasser-Hechte" zu. Im Allgemeien kann man sagen, dass diese Hechte, bzw die Hechte die man dort fängt im Durchschnitt um einiges Größer sind als die Hechte aus den Uferzonen. Die meisten dieser Renken-Hechte sind auch wirklich dicke-schwere Fische.

Deine Grundidee ist gut - mit der richtigen Methode klappt das ganz sicher. Ich fische ja bei mir in meinen Stammgewässern auch gezielt auf kapitale Freiwasserhechte. Das Erfolgsrezept lautet halt: schleppen schleppen schleppen...

Zu deinen Fragen:

Traunsee: ich habe das Gewässer leider noch nie befischt. Werde aber möglicherweise wenn es sich heuer ergibt für 1-2 Tage dort fischen. Ich würde jetzt spontan auf das Freiwasserspinnfischen mit großen Ködern probieren. Zwar eine sehr ansträngende aber relativ lohnende alternative zur leider dort verbotenen Schleppfischerei.

Köder: nein, meine Erfahrung hat gezeigt dass Renkenhechte nicht nur Renken fressen - da fällt schon auch mal eine Forelle oder ein Aitel oder was auch immer zum Opfer.

Beisszeiten: leider nein, diese sind von Jahreszeit zu Jahreszeit verschieden - hängt auch vom Gewässer, der Temperatur, dem Mond, dem Wind und weiteren Faktoren ab. Ganz genau kann man sowas also nie vorhersagen - Gott sei Dank!

Hier noch als ansporn ein Foto von einem Bilderbuch-Freiwasserhecht: ein kompakt gebauter - fetter - Großhecht!

Bild
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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon Hellvis » 08.05.2010, 08:25

hesi hat geschrieben:...
Am Traunsee zB darf man nicht Schleppfischen. Da aber immer wieder mal so ein Maränen-Hecht gefangen wird frage ich mich wie man das auf die Reihe kriegt?


Vielleicht kommen diese Fänge aber von Leuten die schleppen (dürfen) - soweit mir bekannt ist, braucht man dafür eine "Netz-Lizenz", dann ist das Schleppen mit drei Ruten erlaubt. Vielleicht kann das jemand bestätigen, ich weiß es nur aus Gesprächen mit Angelkollegen.
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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon hesi » 08.05.2010, 19:32

Herzlichen Dank für die Infos Plani. Super Bild!
Was mich vorallem noch interessieren würde ist die Lebensweise dieser Hechte. Gibt's da mehr Informationen oder beruht das alles (was man so hört) auf Vermutungen?
Mir fiel zB auf dass die Großhechte bei uns nicht im seichten Wasser laichen, wo es die "kleineren" auch tun. Somit drängte sich die Frage auf wo und ob die Renken-Hechte ablaichen. Ist für dieses Verhalten nur das Fressverhalten, also eben die Spezialisierung verantwortlich, oder hängt das nur von der Größe eines Hechtes ab? Quasi: je größer der Hecht desto weniger sucht er die flachen Ufergewässer auf und laicht an tieferen Stellen ab... ?
Und was ich mit dem Beißverhalten gemeint hab ist folgendes: Kann man dezitiert sagen dass Renken Hechte zu einer bestimmten Jahreszeit mehr oder eben weniger gefangen werden - statistisch oder lt. eigenen Erfahrungen? Oder verhalten sie sich was das betrifft genauso wie die "Ufer- und Kanten-Hechte"?
Viell. ist es zu diesem Zweck aber auch einfach nur sinnvoll die Renken intensiver unter die Lupe zu nehmen.
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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon Lukas Friedl » 14.05.2010, 05:35

Servus!

Also meines wissens gibt es recht wehnig gute Information über "Freiwasserhechte". Viel bezieht sich hier auf Vermutungen, welche aber meist recht schlüssig sind! Bezüglich des Laichens. Zugegeben, viele Großhechte habe ich noch nicht beim Laichen gesehen, allerdings hatte ich dieses Jahr das glück eine ca 120 cm Hechtdame zusammen mit einem ca 50 cm Hecht beim Laichen zu beobachten. Und das vor meinen Füßen!
Ich habe auch schon die Theorie gehört dass die großen Hechte erst mit der Dunkelheit die Flachwasserzonen zum Laichen aufsuchen...
Ob und vor allem wann eine Spezialisierung zu einem "Freiwasserhecht" stattfindet kann ich dir leider nicht beantworten. Ich kann nur sagen dass ich auch schon 60er Hechte im Freiwasser gefangen habe. (Kleinere wird aufgrund der Ködergröße schon extrem schwierig...) Ich für mich spekuliere aber eher damit, dass sich der Hecht einfach dem Futterangebot anpasst. Und wenn der gedeckte Tisch mitten im See ist, wirds Meister Esox ziemlich egal sein ob er einen Unterstand hat oder nicht. Der Hecht hat ja auch gewissermaßen in der dunkelheit des Freiwassers Deckung.

Zum Beissverhalten im Laufe des Jahres kann ich sagen, dass ich zu Saisons anfang die meisten Hechte relativ flach fange und dies eher beim Spinnfischen. Dann mit steigenden Temperaturen schleppend im Freiwasser erfolgreichbin. Dies geht bis in den Herbst.
Im Spätherbst / Winter habe ich leider relativ wenig Erfahrung, da manche Gewässer dann Gesperrt sind, und ich nicht den nötigen Nerv hab um mir den Ar.... abzufrieren.

Den Futterfisch, in dem Fall die Renke gut zu kennen ist sicher ein großer Vorteil. Ich habe mich ja, bevor ich intensiv mit der Hechtfischerei auseinandergesetzt habe sehr viel auf Renken gefischt ;)

TL

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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon hesi » 14.05.2010, 08:50

Danke nochmal für deine ausführliche Antwort.
Werde es jetzt im Mai (sofern das Wetter mal passt) vermehrt im oberen Wasser in der Mitte des Sees versuchen. Vielleicht zusätzlich eine Rute mit Segelpose, Köfi in 1-2 m Tiefe.
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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon Lukas Friedl » 14.05.2010, 09:23

Eine Frage stellt sich jetzt aber mir noch, welche Gewässer befischt du? Das ist ja auch ganz interessant!
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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon hesi » 14.05.2010, 13:35

Ursprünglich drängte sich die Frage bei mir auf weil ich mit dem Traunsee liebäugelte. Da aber das Schleppen verboten ist - und mir ist diese Art des Hechtfangens irgendwie die liebste - bin ich von dem Gedanken wieder abgekommen. Vorrangig (abgesehen von Tageskartenausflügen) befische ich einen kleinen Bergsee.
Zuletzt geändert von hesi am 01.05.2011, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Maränen-Hechte...

Beitragvon Lukas Friedl » 15.05.2010, 09:06

Servus!

Leider sagt mir dein Gewässer nix, was du aber so schreibst klingt es schon irgendwie heiss..
Ich glaube, dass du mit der richtigen Methode und den richtigen Ködern an dem See sicher Sternstunden erleben kannst! Also dranbleiben!
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